Mit der Anwendung des Notfalldegressionskoeffizienten verzeichnen die Fördersätze in den Segmenten bis 500 Kilowatt im dritten Quartal einen weiteren Rückgang. Dieser wird teilweise durch niedrigere Materialpreise ausgeglichen.
Wie der Netzbetreiber Enedis mitteilte, sind in Frankreich allein im zweiten Quartal 1013 Megawatt an neuen Photovoltaik-Anlagen installiert worden. Wenn die aktuelle Zubaurate in der zweiten Jahreshälfte anhält, könnte das Land bis 2024 eine Rekordleistung installieren.
Das französische Unternehmen Feedgy, das sich auf das Repowering von in Betrieb befindlichen Photovoltaik-Anlagen spezialisiert hat, expandiert nach Spanien, einem Markt, der auf 13 Milliarden Euro geschätzt wird und Frankreich einen Schritt voraus ist. Anschließend will das Unternehmen, während es in Frankreich sein Geschäft weiter ausbaut, sein Modell in Deutschland und Italien, zwei Ländern mit ebenfalls großem Potenzial, nutzen.
Der französische Photovoltaik-Hersteller Carbon plant, in seiner geplanten Produktionsanlage in Südfrankreich zunächst Topcon-Module zu fertigen. Das Unternehmen investiert insgesamt 1,7 Milliarden Euro.
Der Photovoltaik-Hersteller Recom Sillia betrieb eine Produktionsstätte für Solarmodule in Lannion in der Bretagne. Die Muttergesellschaft Recom sei, so das Unternehmen, nicht betroffen und konsolidiere ihre europäische Zell- und Modulfertigung in Padua.
Die französische Regierung hat die seit langem erwarteten Vorschriften zur Festlegung der Bedingungen für die Installation von Photovoltaik-Anlagen auf landwirtschaftlichen Flächen veröffentlicht. Berücksichtigt werden dabei der Deckungsgrad der Flächen und der akzeptable Verlust an landwirtschaftlichen Erträgen.
Damit sind 30 Prozent mehr Photovoltaik-Leistung als 2022 installiert worden, was insbesondere auf einen beispiellosen Anstieg von Anlagen für den individuellen und kollektiven Eigenverbrauch zurückgeht. Diese machen mit 1122 Megawatt etwa ein Drittel des Photovoltaik-Zubaus im vergangenen Jahr aus.
Das Erzeugernetzwerk Oil’Ive Green, das bis zum Ende des Jahrzehnts auf 50.000 Hektar Olivenbäume neu anbauen will, hat sich mit dem Energiekonzern Iberdrola zusammengetan. Agri-Photovoltaik-Anlagen mit Nachführsystemen sollen die landwirtschaftlichen Betriebe vor den Unbilden des Wetters und der globalen Erwärmung schützen.
Das Photovoltaik-Unternehmen aus Nantes hat eine Beteiligung von 20 Prozent erworben und erhält einen Sitz im Aufsichtsrat. Seine Expertise in der Dünnschicht-Abscheidung soll dazu beitragen, die Entwicklung von Modulen mit Silizium-Perowskit-Tandemsolarzellen zu beschleunigen, die Holosolis in einem zweiten Schritt herstellen und vermarkten will.
Holosolis plant, die größte Photovoltaik-Fabrik Europas mit fünf Gigawatt Jahreskapazität und einer Investition von mehr als 700 Millionen Euro in Frankreich aufzubauen. Heraeus wird seine neuesten Metallisierungstechnologien für die Fabrik zur Verfügung stellen und eine aktive Rolle im Aufsichtsrat des französischen Photovoltaik-Herstellers spielen.