Als „KI-Betriebssystem für Energieunabhängigkeit“ bezeichnet Cloover sein Konzept, das es nach eigenen Angaben bereits mit mehr als 500 Installateuren in Europa gemeinsam umsetzt. Nach Deutschland, der Schweiz, den Niederlanden und Schweden wird das Unternehmen nun auch in Österreich aktiv. Am Mittwoch erfolgte der offizielle Markteintritt – selbstredend nicht ohne Vorbereitung: Man arbeite eng mit Installationspartnern zusammen, um die Cloover-Plattform für Vertrieb und Finanzierung von Photovoltaik-Anlagen an die lokalen regulatorischen und marktseitigen Anforderungen anzupassen. Den Fokus legt Cloover dabei anfangs vor allem auf Photovoltaik- und Wärmepumpenlösungen für Einfamilienhäuser.
In Österreich sieht man einen der ambitioniertesten Märkte Europas für die Energiewende im Gebäudesektor. Gleichzeitig aber „scheitert die Umsetzung in der Praxis häufig an komplexen Finanzierungen, fragmentierten Abläufen und hohem administrativem Aufwand“. Genau hier sieht Cloover die Stärken des eigenen Angebots, dass Arbeitsabläufe, Finanzierung, Beschaffung und Energiemanagement in einer Plattform abbildet und es damit kleinen und mittleren Installateursbetrieben ermöglichen soll, ihre Abläufe ebenso effizient zu organisieren wie große, landesweit oder sogar international aktive Anbieter. „Die Technologien sind bereit – was bislang gefehlt hat, ist eine Infrastruktur, die Finanzierung, Umsetzung und Skalierung zusammenführt“, sagt Jodok Betschart, Mitgründer und CEO von Cloover.
Das 2023 gegründete Unternehmen bietet eine „Produktsuite“ aus Finanzierung, Software und Energieprodukten (Energiemanagement und dynamischer Stromtarif) und hat nach eigenen Angaben bislang Finanzierungen für rund 3.000 Haushalte umgesetzt. Diese Zahl soll aber weiterhin schnell steigen, erst im Januar erhielt das Unternehmen Finanzierungszusagen über 1,2 Milliarden Dollar. Die Sales Runrate – also das auf zwölf Monate hochgerechnete Umsatzvolumen eines Monats – stieg Cloover zufolge von 12 Millionen Euro im Januar 2025 auf knapp 100 Millionen Euro im Dezember. Den Installationspartnern habe die Kooperation durchschnittlich rund 34 Prozent höhere Umsätze gebracht.
In diesem Jahr will Cloover sein Angebot um eine „Cloover Play“ genannte Lösung zur Finanzierung von Materialeinkäufen erweitern und auch seine Softwareplattform weiter ausbauen. Der Start in Österreich markiere dabei „einen wichtigen Meilenstein für die weitere internationale Skalierung des Unternehmens“.
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