Wenn die EEG-Vergütung bei neuen Anlagen wegfällt und stattdessen die verpflichtende Direktvermarktung als Vergütungsinstrument eingeführt wird, könnte sich das negativ auf die Größen der Photovoltaik-Anlagen im Kleinanlagensegment auswirken. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Fraunhofer ISE, die von Elektrizitätswerke Schönau (EWS) beauftragt wurde. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie diskutierte die Abschaffung der EEG-Vergütung für neue Photovoltaik-Dachanlagen im Leistungsbereich bis 30 Kilowatt und stellte einen Wechsel in die verpflichtende Direktvermarktung in Aussicht.
„Dabei haben kleine Dachanlagen insbesondere in den letzten Jahren einen wesentlichen Anteil am jährlichen Leistungszubau ausgemacht“, sagt Peter Ugolini-Schmidt, energiepolitischer Sprecher der EWS. „Die neu installierte Leistung solcher Anlagen lag im Jahr 2023 bei acht Gigawatt, im vergangenen Jahr 2025 immerhin noch bei circa fünf Gigawatt. Kleine Dachanlagen tragen derzeit wesentlich dazu bei, dass die EEG-Ausbauziele erreicht werden.“
Nach Einschätzung der Autorinnen und Autoren sind die bestehenden Prozesse in der Direktvermarktung für kleine Erzeugungseinheiten derzeit zu aufwendig und kostenintensiv. Ohne deutliche Vereinfachungen drohe deshalb ein Rückgang privater Investitionen in Photovoltaik. Davon besonders betroffen wäre das Segment bis 30 Kilowatt. Die Analyse zeigt, dass sich die Wirtschaftlichkeit solcher Anlagen verschlechtert.
„Unsere Berechnungen ergeben, dass für eine Direktvermarktung des Stroms kleiner PV-Dachanlagen bis 30 Kilowatt zurzeit noch eine um etwa 15 Prozent höhere Eigenverbrauchsquote nötig wäre, um den gleichen wirtschaftlichen Ertrag wie unter EEG-Vergütung zu erzielen“, sagt Verena Fluri, Projektleiterin und Mitautorin der Studie beim Fraunhofer ISE. „Mit der Folge, dass die Anlagen vermutlich kleiner dimensioniert und Dachflächen nicht vollständig genutzt würden.“
Das habe direkte Auswirkungen auf die Anlagenauslegung. Kleinere Generatorleistungen erhöhen typischerweise den Eigenverbrauchsanteil. Aus wirtschaftlicher Sicht entsteht damit ein Anreiz, Photovoltaik-Systeme kleiner zu dimensionieren und verfügbare Dachflächen nicht vollständig zu belegen. Alternativ müssten die Vermarktungserlöse deutlich über dem EEG-Niveau liegen. Laut Studie wären Mehrerlöse von etwa zwei bis drei Cent pro Kilowattstunde nötig, um allein die zusätzlichen Vermarktungskosten zu decken.
Alexander Sladek, Vorstand der EWS Elektrizitätswerke Schönau eG, warnt vor einem übereilten Systemwechsel. Nach seiner Darstellung deutet vieles darauf hin, dass die Bundesregierung die feste EEG-Vergütung für kleine Photovoltaik-Dachanlagen streichen und diese Anlagen verpflichtend in die Direktvermarktung überführen will. Dafür fehlten jedoch bislang die praktischen Voraussetzungen. Die Studie zeige deutlich, dass weder eine flächendeckende Smart-Meter-Infrastruktur noch eine durchgängig standardisierte Marktkommunikation vorhanden seien, um Einspeisung und Abrechnung in diesem Segment effizient abzuwickeln.
Als zentrale Hürden nennt die Studie den schleppenden Smart-Meter-Rollout sowie komplexe Abstimmungen zwischen Marktakteuren. Standardisierte, digitale Marktkommunikation und neue Regelungen zur Datenaggregation könnten zwar helfen, den Aufwand zu reduzieren. Grundsätzlich bleibe aber das Problem bestehen, dass kleine Strommengen mit verhältnismäßig hohem administrativem Aufwand vermarktet werden müssten.
Vor diesem Hintergrund kommen die Autorinnen und Autoren zu dem Schluss, dass ein vollständiger Wegfall der EEG-Vergütung für kleine Dachanlagen zum jetzigen Zeitpunkt voraussichtlich zu sinkenden Investitionen führen würde. Damit stünde nicht nur zusätzlicher Photovoltaik-Zubau auf dem Spiel, sondern auch die breite Beteiligung privater Haushalte – ein Faktor, der als wichtig für die gesellschaftliche Akzeptanz der Energiewende gilt.
„Ein überstürzter Ausstieg aus der EEG-Vergütung würde Kleininvestoren, wie zum Beispiel die Bürgerenergie, direkt treffen, weil die Anlagen sich kaum noch rechnen“, sagt Sladek. „Und vor allem würde die Energiewende ausgebremst, weil weniger und kleinere Anlagen gebaut würden.“
Die Autorinnen und Autoren sprechen sich deshalb dafür aus, die EEG-Vergütung für kleine Dachanlagen zunächst weiterzuführen. Parallel dazu sollten aus ihrer Sicht alternative Instrumente geprüft werden, die Systemintegration und Marktanreize verbinden. Genannt werden unter anderem Festpreismodelle in Kombination mit dynamischen Strombezugstarifen, flexiblere Formen der Einspeisevergütung sowie eine mögliche dauerhafte Begrenzung der Einspeiseleistung von Photovoltaik-Anlagen.
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30 kWp bzw. 30.000 kWh Strom dürfte kaum eine Privatanlage sein.
Grob geschätzt speisen diese im mittel 25.000 kWh ein.
Tun sich 10 Investoren zusammen – kommt man schon auf 300 kWp. Eher 500 kWp weil echte Skaleneffekte greifen.
Zu klein zum skalieren aber zu gross um seine Brötchen im Eigenverbrauch zu verdienen.
Ich hätte aus dem Bauch heraus genau das Gegenteil angenommen. Natürlich unter der Voraussetzung, dass die Direktvermarktung sehr einfach ist und dass der Strommarkt auch noch eine Änderung widerfährt… und zwar mit dyn. Netzentgelten inkludiert. Dynamische Tarife in Kombination mit dynamischen Netzentgelten böten über das Jahr für gewöhnlich höhere Preisspreads am day ahead, als die aktuell knappen 8 Ct.
Und damit gäbe es theoretisch keine Grenze mehr in der Dimensionierung von Anlagen, wenn man nahezu täglich den Strom gewinnbringend verkaufen kann… zumindest solange die Sommernacht noch nicht mit Speicher abzudecken ist, und das wird noch dauern.
Klar… im bestehenden System ist das alles noch nichts, aber solche marktwirtschaftlichen und vereinfachenden Änderungen erwarte ich eigentlich von Frau Reiche, wenn sie wirklich die Förderung abschaffen will… neben der Offensive in Sachen Digitalisierung und Großspeichern. Alles andere hieße Abwürgung, wie leider damals schon unter Altmaier von ihr bereits praktiziert.
bei einem Modulpreis von 50 Euro für 650 Watt sind Module auf dem Dach billiger als Dachziegel.
30kW – 50 kW auf dem Dach werden bald Standard.
Der normale Kunde will seine PV kaufen, über den Eigenverbrauch Geld Sparen und den verbleibenden Überschuss verlässlich abgeben.
Auf zusätzliche Technik die monatlich Geld kostet und das bisschen Einspeisevergütung auffrisst was übrig Bleibt (oder wahrscheinlich sogar noch Übersteigt) hat da keiner Lust.
Eine Unkomplizierte Lösung wird es ja eher nicht werden in Deutschland. Mehr Bürokratie = weniger Investition
Wenn man im privaten Bereich bereits eine EEG-Anlage in Betrieb hat, müsste man für eine Neu-Anlage entweder auf die EEG-Vergütung verzichten oder getrennte Messkonzepte einführen und auf den Eigenverbrauch aus einer Anlage verzichten.
Bundesweit würde dies m. E. Erweiterungen durch Zweitanlagen im Schnitt um eine halbe EEG Förderungsperiode = 10 Jahre zurückwerfen. Danach stellt sich die Frage, ob sich eine Zweitanlage überhaupt lohnt bzw. die Erweiterung bis zum Ersatz der ersten Anlage zurückgestellt oder erst von der nächsten Generation gebaut wird.
Das Solarspitzengesetz hat in meinem Fall dazu geführt, dass der Solateur meine bisherige EEG-Vergütung nicht erhalten konnte. Diese Situation und andere Randbedingungen bei der Förderung von Wärmepumpen hat dazu geführt, dass keine Wärmepumpe und keine Erweiterung gebaut wurde.
Dabei könnte es so einfach sein.
Alle Anlagen jeder Größe mit Smartmeter bekommen den aktuellen:
1. Börsenstrompreis
2. Hälfte der Übertragungsnetzkosten zu dem Anteil, wie er im Verteilnetz verbraucht wird.
Alle Anlagen jeder Größe ohne Smartmeter bekommen am Ende des Jahres:
1. Jahresmarktwert Solar
2. Hälfte der Übertragungsnetzkosten zum Anteil, des nicht ins Übertragungsnetz eingespeisten Stromes.
Die Vergütung wird zeitlich nicht terminiert, d.h. Mindereinnahmen werden durch unbegrenzte Laufzeit kompensiert. Anlagenerweiterung ist zu jeder Zeit in Abstimmung mit dem Netzbetreiber möglich, da eine marktorientierte Vergütung vorliegt.
Der Verteilnetzbetreiber bekommt 10% des Erlöses und vermarktet den Strom zum höchsten nodalen Gebotspreis bzw. Börsenpreis.
Verweigert der Verteilnetzbetreiber die Vermarktung, dann dürfen wettbewerbliche Vermarkter zu selben Konditionen unwiderruflich vermarkten, d.h. an Stelle der Direktvermarktung bekämen diese zusätzlich 10% der Erlöse und das Recht den Strom nodal zu vermarkten.
Neue Stomlieferverträge dürfen den Verbrauch von nodal gehandeltem Strom nicht ausschließen. Nodal gehandelter Strom kann analog zu Qartierstrom bezogen werden.
Zunächst würden die Übertragungskosten weiter steigen. Die Einspeisung wäre aber bis zur Hälfte in den negativen Bereich gesichert. Damit kann das Angebot bei Stromüberschuss nahe Null gegen und für neue Anreize für dynamische Strompreise und Equipment setzen, d.h. der Kunde treibt die Energiewende.
Diese Regierung kann es nicht! Diese Wirtschaftsministerin kann es nicht! Wieder ein untauglicher Ansatz, führt zu mehr Chaos, insbesondere bei den Anbietern von PV-Energie, aber auch bei den Direktvermarktern!
Diese Ministerin muss eigentlich Ministerin für Gas-und Ölwirtschaft heißen! Schlimmer noch, sie und ihre CDSU dreht an Stellschrauben, die sie nicht verstehen!
Es ist sehr einfach das Spiel der Bundesregierung zu durchschauen. Kleine PV Anlagen sollen soweit es geht unterdrückt werden damit viel Platz für die großen Konzerne und deren Kraftwerke ist. Die CDU ist ja keine Verbotspartei. Sie verändert einfach die Rahmenbedingungen so, dass kleine Leute das Interesse auf Unabhängigkeit verlieren und die Lobbyisten der Energiekonzerne die Sektkorken knallen lassen können. Aber was haben die Leute anderes von einem Blackrock-Kanzler erwartet?
Volkswirtschaftlich gesehen sind Dachanlagen wenig sinnvoll, weil die Investitionskosten etwa um den Faktor 2 höher liegen. Leider haben wir kein ökonomisches System aufgebaut indem dieses Geld ganz unproblematisch und finanziell attraktiv in lokale, ohne großen Aufwand und rasch zu realisierende Freiflächenanlagen mit Eigenverbrauchsregeln fliessen kann.
Wenn man jetzt in dem bestehenden System einfach nur die Wirtschaftlichkeit verschlechtert, wird es im Umfang zurückgehen.
Leider hat K. Reiche aber nur größere Investoren im Blick, wenn sie an Freiflächenanlagen denkt. Dabei könnte man daraus auch ein für Einzelhaushalte finanzell attraktives Modell schaffen und damit die begrenzten Individualvermögen volkswirtchaftlich sinnvoller einsetzen.
Das Wohnen in großen Wohnblöcken ist auch wirtschaftlich günstiger, hat sich aber nicht durchgesetzt 🙂
Der Vorteil der vielen kleinen Anlagen auf Privathäusern: Sie werden gebaut. Aus welchen Grund ist erstmal nachrangig. Sie erzeugen aber umweltfreundlich Energie und ob sie nun direkt vor Ort verbraucht wird oder verkauft wird ist dabei egal. Der große Unterschied zu den Freiflächenanlage, sie sind kaum zu steuern ohne (willkürliche) Änderungen am EEG. Am besten hilft immer noch Verunsicherung. Allerdings lässt sich die Energiewende dank gefallenen Komponentenpreisen nur noch bremsen aber nicht mehr aufhalten. Andere Länder (ohne fossile Lobby) setzen inzwischen massiv auf Sonne, Wind und Speicher und versorgen damit Fabriken fast zum Nulltarif mit Strom.
Das gilt jedoch nur wenn man sich nur auf die eine Kennzahl direkte Kosten konzentriert. Dachanlagen und Parkplätze etc. haben den Vorteil der Flächenersparnis. Bei Freiflächenanlagen habe wir die Konflikte Landwirtschaft, Landschaftsbild und lokale Akzeptanz. Im Besonderen die Struktur der Landwirtschaft wird massiv angegriffen durch die höheren Pachtzahlungen, wodurch vor allem im Osten Höfe Fläche verlieren, weil sie in den Pachtrunden nicht bestehen können. 4000€ Pacht gegen 1000€ Deckungsbetrag ist kaum.zu gewinnen. Kann man natürlich auch alles weglächeln mit der Markt…
Nur weil kleine Anlagen mehr kosten, heißt dies nicht, dass sie volkswirtschaftlich nicht sinnvoll sind. Dieses Argument ist nicht zu Ende gedacht, denn
– durch die kleinen Anlagen werden zusätzliche Investitionen getätigt, die sonst nicht getätigt worden wären -> Steigerung des BIP
– Netzausbaukosten können vermieden werden
– Die Resilienz des Systems kann durch eine vernünftig geplante dezentralisierte Erzeugung, zu der die kleinen Dachanlagen ihren Teil beitragen, gesteigert werden. Gerade jetzt wichtig, siehe Berlin und Ukraine
– Weniger Bedarf an landwirtschaftlicher Fläche, wirkt gegen die dort immer stärker steigenden Bodenpreise.
Kurze Wege sparen Netzausbau und sie machen das Netz sicherer, das berücksichtigen Sie nicht. Und Sie berücksichtigen auch nicht, dass die Energiewende ein gemeinschaftliches Projekt ist und Akzeptanz elementar wichtig ist… sind wir alle persönlich dabei, gibt das Stabilität in Sachen Preise, aktive Mitsprache und Unabhängigkeit im System… alle wollen mehr davon und das ist entscheidend. Wird es zum elitären Projekt „von“ oben, entsteht Widerstand.
Lokales energy-Sharing. ggf. in genossenschaftlichen Vereinigungen, wäre möglicherweise der Königsweg.
Warum schreiben Sie nicht, was Sie tatsächlich meinen? Dass es nämlich für die großen Konzerne sinnvoller wäre, wenn sie alleine entschieden, was wann wo wie investiert wird. Die Privaten sollen ihr Geld lieber anders in die Volkswirtschaft bringen. Z.B. mit dem Kauf von „hocheffizienten Verbrennern“. Sozusagen in die Volkswagenwirtschaft.
Solche Regelungen würden wohl eher die Speicherkapazitäten massiv erhöhen. Denn damit lässt sich Erzeugung und Einspeisung relativ einfach verschieben. Gleichzeitig erhöhen solche Maßnahmen die Autarkie der Haushalte. Zusammen mit der weiteren Verbreitung von E-Autos werden die Anlage also eher größer als bisher. Und der Einbau eines Smart-Meters ist dank immer mehr Wettbewerb bei den Messstellenbetreibern auch kein Problem mehr. Schlaue Installateure bieten den Zähler gleich mit an. Schön wäre es allerdings, wenn neue Reglungen für 2027 nicht erst im Dezember bekannt gegeben werden.
Economies of Scale
gelten auch bei der Photovoltaik, für wen ist das eigentlich überraschend? Warum sollte da die Politik eingreifen um etwas zu fördern, was volkswirtschaftlich unsinnig ist?
Kleine Anlagen könnten ihre Berechtigung haben, wenn die Beteiligten sich z.B. genossenschaftlich organisieren und auf diese Weise große wirtschaftliche Einheiten bilden, die Infrastruktur konzentrieren und Verkauf des erzeugten Stroms abwickeln. Der Gesetzgeber sollte dergleichen ermöglichen, mehr nicht. Staatliche Subventionen sind rausgeschmissenes Geld.
@Radlcaesar: Zitat „Staatliche Subventionen sind rausgeschmissenes Geld.“
Genau, insbesondere wenn damit Geschäftsfelder wie Gaskraftwerke künstlich erzeugt und dann alimentiert (KapaMarkt) werden müssen.
PV-Dachanlagen erzeugen günstigst Strom:
– In der vorhandenen Infrastruktur, bezahlt durch vorherige Erschließungskosten
– Auf vorhandenen Gebäuden, keine weitere Versiegelung
– Verbrauch vom PV Überschuß in der direkten Nachbarschaft und
– der Netzbetreiber muß keinen Anteil an das vorgelagerte Netz abführen
– Fossile Erzeuger werden (zum Leidwesen der Energiekonzerne und Fr. Reiche verdrängt)
Zitat aus dem Artikel.
Wenn die EEG-Vergütung bei neuen Anlagen wegfällt und stattdessen die verpflichtende Direktvermarktung als Vergütungsinstrument eingeführt wird, könnte sich das negativ auf die Größen der Photovoltaik-Anlagen im Kleinanlagensegment auswirken. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Fraunhofer ISE, die von Elektrizitätswerke Schönau (EWS) beauftragt wurde. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie diskutierte die Abschaffung der EEG-Vergütung für neue Photovoltaik-Dachanlagen im Leistungsbereich bis 30 Kilowatt und stellte einen Wechsel in die verpflichtende Direktvermarktung in Aussicht. Zitat Ende.
Ich sehe das anders.
Die Protagonisten von 1,5, Sonnen und Enpal werden sich die Hände reiben.
Wie wirbt Ph Schröder der Mitgründer von „1,5“ auf einem seiner Videos. ? Er sagt, „Die Energiewende besteht von vollen Dächern , überdimensionierten Heimspeichern, die wir vernetzen zu einem virtuellen Gigakraftwerk und lassen die Dachbesitzer am Strommarkt teilhaben“.
Mit dieser Maßnahme treiben die denen nun Kunden in die Arme.
da hat der Herr Schröder ( es war übrigens die Firma Sonnen) ja ein tolles Konzept entwickelt.
Kauft ihr die teuren Akkus, dann lassen wir euch auch ein wenig am Ertrag teilhaben.
Wenn der Akku dann irgendwann sein Ende erreicht hat kauft euch gefälligst Neue, oder wollt ihr etwa, dass wir verarmen.
„Unsere Berechnungen ergeben, dass für eine Direktvermarktung des Stroms kleiner PV-Dachanlagen bis 30 Kilowatt zurzeit noch eine um etwa 15 Prozent höhere Eigenverbrauchsquote nötig wäre, um den gleichen wirtschaftlichen Ertrag wie unter EEG-Vergütung zu erzielen“,
Das habe direkte Auswirkungen auf die Anlagenauslegung. Kleinere Generatorleistungen erhöhen typischerweise den Eigenverbrauchsanteil. Aus wirtschaftlicher Sicht entsteht damit ein Anreiz, Photovoltaik-Systeme kleiner zu dimensionieren und verfügbare Dachflächen nicht vollständig zu belegen.
???? Wer hat denn das errechnet?
Eine kleinere Anlage erhöht doch nicht den Eigenverbrauch, was für ein Unsinn.
Bei einem Verbrauch von sagen wir 4000 kWh, schaffe ich mit einer 4kWp Anlage und einem 5kWh Speicher, je nach Verbrauchsverhalten, eine Eigenverbrauchsqoute von um die 60-65%. Also gute 2500kWh
Bei 10kWp mit 10kWh Speicher, schaffe ich um die 70%, also knapp 2800kWh, mal mehr mal weniger.
Das einzige was ich erhöhe ist die Anlagenauslastung.
Die ist aber abhängig von der zukünftigen Elektrifizierung des Kunden und wird so gewählt, dass man die nächsten 20 Jahre in die Berechnung mit einfliessen lässt.
Abgesehen davon, sind die Kosten wie ich schon dargelegt habe für eine Neuanlage absolut vernachlässigbar.
Bei 7000kWh Einspeisung und 7c Vergütung enstehen Kosten von 490€ Vergütung im Jahr.
Nach Abzug der Erlöse des Verkaufs der Strommenge an der Börse, bei einem durchschnittlichen Marktwert von 4,5c, bleiben 7000kWh mal 2,5c gleich 175€ Zahlung aus dem EEG Topf.
Bei 2.000.000 neuen Anlagen würde das eine Kostensteigerung von gerademal 350.000.000€ machen.
Davon sind noch die Zeiten mit negativen Strompreisen abzuziehen.
Gegenrechnen muss man nun die Investitionen die die Bürger tätigen.
Bei einem Preis von 13000€ im Schnitt für eine 10kWp Anlage, fliessen bei 2.000.000 Anlagen
26.000.000.000€
zurück in die Wirtschaft.
Vieles davon kreditfinanziert, so dass die Zinsen ebenfalls dazuzurechnen sind.
Desweiteren wird der Großteil der Vergütungszahlung aus dem KTF finanziert nicht aus dem Bundeshaushalt und somit bezahlt der Investor indirekt über die CO2 Steuer seine eigene Vergütung.
Also ist das ganze keine Subention sondern eine Steuerrückzahlung.
Wie gesagt die, kleinen Mäuse haben jetzt genug am Kuchen geknabbert.
Und da wir sie nicht verscheuchen können werden wir härtere Geschütze auffahren.
Über die Direktvermarktung sind keine 4,5 eurocent zu holen – aktuell nicht mal mehr 3 cent/kWh.
Um im Text geht es um Eigenverbrauchsquote bzw. -anteil, nicht Eigenverbrauch – dies ist absolut richtig geschrieben.
PB schreibt.
Abgesehen davon, sind die Kosten wie ich schon dargelegt habe für eine Neuanlage absolut vernachlässigbar.
Bei 7000kWh Einspeisung und 7c Vergütung enstehen Kosten von 490€ Vergütung im Jahr.
Nach Abzug der Erlöse des Verkaufs der Strommenge an der Börse, bei einem durchschnittlichen Marktwert von 4,5c, bleiben 7000kWh mal 2,5c gleich 175€ Zahlung aus dem EEG Topf.
Bei 2.000.000 neuen Anlagen würde das eine Kostensteigerung von gerademal 350.000.000€ machen.
Davon sind noch die Zeiten mit negativen Strompreisen abzuziehen.
@ PB
Leider haben Sie sich nicht mit meinem folgenden Kommentar vom 2.Feb. 2026 beschäftigt.
https://www.pv-magazine.de/2026/01/30/bundesumweltminister-schneider-kuendigt-eeg-reform-mit-cfds-und-abschoepfung-von-uebergewinnen-an/#comments
Es geht um unseren Strommix, aus dem wird nix “verkauft“ sondern „eingekauft“. Und wenn ein Bestandteil in dem Mix billiger eingekauft wird, brauchen wir deshalb nix aus einem „Topf“ zuzuschießen sondern der gesamte Mix wird billiger, und die Verbraucher müssten davon provitieren. Das ist das Problem unserer Energiewende. Das merken unterdessen viele außer unseren zuständigen Politikern. siehe hier.
Hier z.B. https://www.soester-anzeiger.de/wirtschaft/strompreis-kuenstlich-zu-hoch-energie-ceo-rechnet-mit-eu-energiepolitik-ab-und-macht-heikle-prognose-94149271.html
ZITAT:::Erneuerbare senken die Strompreise“ – eigentlich: Energie-CEO rechnet mit Europas Politik ab
„Wenn man erneuerbare Energien richtig nutzt, senken sie die Strompreise. Das machen wir in Europa aber nicht“, so Greg Jackson gegenüber ntv. Für den deutschen Strommarkt prognostiziert der Unternehmer, dass die Preise nicht sinken werden, solange das System nicht grundlegend reformiert wird. Er kritisiert, dass 60 Prozent der deutschen Stromkosten aus Steuern, Abgaben und Netzentgelten bestehen, was den eigentlich günstigen Solarstrom teuer macht, sobald er ins Netz eingespeist wird.
Jackson sieht die Lösung in einer Marktreform, die eine feinere und dynamischere Preisgestaltung ermöglicht. Dies würde es erlauben, Überschüsse an grünem Strom besser zu nutzen. Er warnt davor, dass ohne solche Reformen die Energiewende teuer bleibt und möglicherweise scheitert .Zitat Ende:
Sie müssen sich mit dem Merit Order Effekt beschäftigen, der ist die Seele der Energiewende, denn nur Sonne und Wind verdrängen die teuren Kraftwerke. Bei uns wird gegenwärtig deswegen nicht der Strom für die Allgemeinheit billiger, sondern aus dem Topf EEG Konto wird sogar noch ausgeglichen. Und die Wende leidet darunter.
Beschäftigen Sie sich mit dem genannten Kommentar , oder Sie diskutieren neben der Realität, weil zu viel virtuell gehandhabt wird
Ist Ihnen z.B. das folgende bekannt. ?? https://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Downloads/DE/Sachgebiete/Energie/Unternehmen_Institutionen/ErneuerbareEnergien/Hinweispapiere/Hinweis_kaufmannische.pdf?__blob=publicationFile&v=4
So werden in unserem Strommix die Erneuerbaren gehandelt.
@Bober
… im aktuellen System ist es nicht lohnenswert. Mit Einbeziehung von dyn. Netzentgelten und vergüteter Netzdienlichkeit aber schon. Das gehört neben einem wirklich einfachen System natürlich zusammen, wenn es die Förderung ersetzen soll… ansonsten macht es keiner.
?
„eine um etwa 15 Prozent höhere Eigenverbrauchsquote nötig wäre, um den gleichen wirtschaftlichen Ertrag wie unter EEG-Vergütung zu erzielen“
bedeutet einen höheren Verbrauch des erzeugten Stroms, nicht eine prozentual höhere Auslastung der Anlage.
Die höhere Auslastung kommt automatisch mit der Verkleinerung der Anlage, bringt mir aber nicht mehr Ertrag.
70% Eigenverbrauch sind 70% Eigenverbrauch.
Wirtschaftlich ist doch nur mein nicht gekaufter Strom.
Es sinkt zwar die Investitionssumme und damit erreiche ich einen niedrigeren Preis pro kWp, allerdings steigt der Preis nicht exponentiell je größer die Anlage wird. Also erhöhe ich mit einer Verkleinerung der Anlage nicht meinen Ertrag, ich senke nur meine Investitionskosten.
Hinzu kommt:
„Mit der Folge, dass die Anlagen vermutlich kleiner dimensioniert und Dachflächen nicht vollständig genutzt würden.“
Würde, hätte, könnte.
Aufgrund des Preisunterschiedes zwischen einer 5kWp und einer 10kWp Anlage, entscheiden sich die, die die Dachfläche haben und investieren wollen für die größere Anlage, auch bei niedrigerer Vergütung.
Die Kunden beklagen sich ja jetzt schon über 7c. (Das lohnt sich doch gar nicht.)
Die Frage ist die Zukunftsfähigkeit.
Die 4,5c beziehen sich auf die EEG Vergütung nicht auf die DV.
Die DV ist volkommener Unsinn.
Als würde der Strom nicht schon direkt vermarktet.
Wo bleibt denn der Strom, wenn er nicht jetzt schon vermarktet würde?
Ausserdem würde trotz DV die EV trotzdem gelten, spätestens über CFD´s, denn eine Abschaffung in nur einem Teilsegment ist rechtlich nicht möglich.
Also würde der Ausgleich zum Marktwert wieder getätigt werden müssen.
Die Klagewelle würde beginnen, bevor die Tinte trocken ist.
Hier geht es nur um Knüppel zwischen die Beine werfen, mehr nicht.