Die Flut an Netzanschlussanfragen für Batteriespeicher, Rechenzentren und ähnliche Vorhaben bremst auch andere Projekte wie Photovoltaik-Anlagen oder Ladeinfrastruktur aus „und bindet sowohl bei Projektentwicklern als auch bei Netzbetreibern finanzielle und personelle Ressourcen. Der Netzanschluss wird somit zu einem Engpass für die Energiewende“. So beschreibt der Anbieter von Software für Netzbetreiber Envelio das nur allzu bekannte Problem, vor dessen Hintergrund sein „Netzanschlussnavigator“ entwickelt wurde.
Das mehrheitlich im Besitz des Energiekonzerns Eon befindliche Unternehmen führt das neue Tool als weitere Komponenten seiner „Intelligent Grid Platform“ ein. Über eine interaktive Netzkapazitätskarte können Projektentwickler nach Angaben von Envelio damit in einem Self-Service-Bereich auf der Website des Netzbetreibers „selbstständig freie Netzkapazitäten ermitteln, geeignete Flächen identifizieren und die voraussichtlichen Kosten des Netzanschlusses kalkulieren“. Die Netzbetreiber wiederum sollen von „qualitativ deutlich besseren Anschlussanfragen und weniger Aufwand durch spekulative Projekte“ profitieren, wenn sie den Navigator verfügbar machen.
Er ergänzt die zur „Intelligent Grid Platform“ (IGP) gehörenden Apps „Anschlussprüfung” und „Online Connection Check”. Die drei Anwendungen sollen den Prozess „von der ersten Planung über die Netzverträglichkeitsprüfung bis hin zum Netzanschluss“ abbilden, verspricht Envelio. Wer zum Beispiel eine Freiflächenanlage oder einen Batteriespeicher anschließen möchte, „sollte unkompliziert auf alle Informationen zugreifen können, die für eine verbindliche Netzanschlussanfrage erforderlich sind“, sagt Envelio-CEO Simon Koopmann: „Gleichzeitig sollten Netzbetreiber entlastet werden, indem sie nur noch qualifizierte und tatsächlich realisierbare An- fragen bearbeiten müssen.“
Envelio ist seit dem vergangenen Jahr mit seiner IGP-Software auch in den USA aktiv. Dort nutzt den Angaben zufolge ein namentlich nicht genannter „großer Versorger aus New England“ nun auch als weltweit erster Kunde den „Netzanschlussnavigator“. Weitere Netzbetreiber aus den USA und Europa hätten Interesse signalisiert, ab sofort sei das Tool auch für europäische Netzbetreiber verfügbar.
Dieser Inhalt ist urheberrechtlich geschützt und darf nicht kopiert werden. Wenn Sie mit uns kooperieren und Inhalte von uns teilweise nutzen wollen, nehmen Sie bitte Kontakt auf: redaktion@pv-magazine.com.







Mit dem Absenden dieses Formulars stimmen Sie zu, dass das pv magazine Ihre Daten für die Veröffentlichung Ihres Kommentars verwendet.
Ihre persönlichen Daten werden nur zum Zwecke der Spam-Filterung an Dritte weitergegeben oder wenn dies für die technische Wartung der Website notwendig ist. Eine darüber hinausgehende Weitergabe an Dritte findet nicht statt, es sei denn, dies ist aufgrund anwendbarer Datenschutzbestimmungen gerechtfertigt oder ist die pv magazine gesetzlich dazu verpflichtet.
Sie können diese Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. In diesem Fall werden Ihre personenbezogenen Daten unverzüglich gelöscht. Andernfalls werden Ihre Daten gelöscht, wenn das pv magazine Ihre Anfrage bearbeitet oder der Zweck der Datenspeicherung erfüllt ist.
Weitere Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.