Techem übernimmt Mehrheit am Messstellenbetreiber Inexogy

Tibber, Octopus Energy und Rabot Charge wollen zusammen Smart-Meter-Rollout voranbringen

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Techem hat die Mehrheit an dem wettbewerblichen Messstellenbetreiber Inexogy Smart Metering erworben. Mit der Vereinbarung sollen in den nächsten fünf Jahren 320 Millionen Euro in die Installation und den Betrieb intelligenter Messsysteme fließen, wie die Unternehmen am Dienstag mitteilten. Ziel sei es, mit den Daten von 1,5 Millionen Smart Metern das Energiesystem effizienter und nachhaltiger zu gestalten.

Ein wesentlicher Schwerpunkt der Zusammenarbeit soll auf der Erschließung neuer, gemeinsamer Kundensegmente liegen, darunter im Bereich der Wohnungs- und Gewerbeimmobilien, Industriegebäude oder auch im Retailsegment. Dabei bringe Techem seine große Erfahrung bei Digitalisierung, Dekarbonisierung, Energieeffizienz sowie ein internationales Portfolio von mehr als 13 Millionen Wohnungen ein. Inexogy wiederum könne mit der finanziellen Unterstützung von Techem sein bisheriges Partnergeschäft in Bereichen wie dynamische Tarife und Prosumer deutlich ausbauen. Zudem sollen die Netzbetreiber aktiv dabei unterstützt werden, die Haushalte in ihrem Gebiet mit intelligenten Messsystemen auszustatten.

Die Kooperation sehe auch einen Ausbau der digitalen Plattform von Techem vor. Damit könnten künftig Daten rund um Immobilien umfassend in den Messstellenbetrieb integriert werden. Techem könne damit umfassende Dekarbonisierungslösungen wie Mieterstrom und Ladekonzepte als Dienstleister anbieten. „Damit entstehen integrierte Gesamtlösungen und die Plattform ermöglicht so eine effiziente und skalierbare Umsetzung des Smart-Meter-Rollouts sowie die Integration steuerbarer Verbrauchseinrichtungen“, so die Unternehmen zu ihren Plänen.

„Noch in diesem Jahr werden wir gemeinsam mit Techem unsere Installationskapazitäten massiv erweitern, bevor wir im kommenden Jahr gemeinsam in die nächste Skalierungsphase starten“, erklärte David Zimmer, CEO von Inexogy. Besonderer Fokus werde dabei vor allem auf Mieterstrom-Modelle gelegt, die mithilfe intelligenter Messsysteme sowohl Erzeugungsanlagen als auch Lade- und Wärmestrukturen in Mehrfamilienhäusern integrierbar machen.

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