18 Megawatt mit Speicher: Zwei Agri-Photovoltaik-Anlagen bei Waldburg geplant

Acker in Süddeutschland auf dem ein Agri-PV-Projekt entstehen soll.

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In Waldburg, in der Nähe des Bodensees, sollen zwei Agri-Photovoltaik-Anlagen entstehen. Zusammen werden sie eine Leistung von 18 Megawatt haben. Eine der Anlagen soll rund 13 Hektar Land in Neuwaldburg einnehmen und eine Leistung von etwa acht Megawatt erzielen. Die zweite Anlage entsteht in Greut und wird auf zwei Teilflächen mit 2,7 und 8 Hektar verteilt. Zusammengenommen kommen beide Flächen auf zehn Megawatt. Für beide Projekte sind Batteriespeicher mit zwei Megawatt Leistung und 4,5 Megawattstunden Kapazität vorgesehen. Als Unterkonstruktion kommt ein 2P-Tracker zum Einsatz. Das ist ein einachsiges Nachführsystem, bei dem zwei Module in „Portrait-Ausrichtung“ übereinander an der Achse montiert werden.

Die Umsetzung übernimmt die Solmotion Project GmbH. Die Projekte befinden sich aktuell in der Entwicklung. Es gebe einen Aufstellungsbeschluss der Gemeinde. Für das kommende Jahr sei ein Satzungsbeschluss angestrebt.

Nach eigenen Angaben arbeitet das Unternehmen derzeit an rund 400 Megawatt solcher Projekte in Süddeutschland. „Die Nachfrage nach Agri-Photovoltaik ist enorm“, sagt Geschäftsführer Michael Keil. „Wir sind uns sicher, dass die von uns geplanten Projekte erfolgreich realisiert werden. Agri-Photovoltaik funktioniert bei uns, ohne dass wir auf die beihilferechtliche Genehmigung der EU warten müssen.“ Erste Projekte sollen noch in diesem Jahr ans Netz gehen, im kommenden Jahr rund 100 Megawatt.

Das seit Mai 2024 geltende Solarpaket I sieht eine gesonderte Vergütung von bis zu 9,5 Cent pro Kilowattstunde für Agri-Photovoltaik-Projekte vor. Diese Förderung muss jedoch noch von der EU-Kommission beihilferechtlich genehmigt werden. Zahlreiche Projekte warten bereits seit über einem Jahr darauf. Wer seine Anlagen schon jetzt ans Netz anschließt und einspeist, verliert dauerhaft den Anspruch auf diese gesonderte Förderung. Für viele Landwirte, die ihre Projekte über Fremdkapital finanzieren, wird die Situation dadurch zum Risiko: Banken verlangen laufende Rückzahlungen, während die Einnahmen aus der Einspeisung ausbleiben. Die EU-Kommission hatte im April erklärt, dass eine Zustimmung erst erfolgt, wenn Deutschland einen Rückzahlungsmechanismus einführt, um übermäßige Erlöse am Strommarkt abzuschöpfen.

Bürger und Gemeinden sollen sich an den Anlagen beteiligen können. Solmotion bietet dazu Modelle wie Nachrangdarlehen oder den Erwerb von Wechselrichter-Anteilen an. „So bleibt ein Teil der Wertschöpfung in der Region“, betont das Unternehmen.

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