pv magazine Podcast: EEG, AgNes, Netzpaket: warum sollte man mit Projekten nicht bis 2027 warten?
Gerade werden viele Regeln für erneuerbare Energien neu gefasst. Vor allem die EEG-Novelle, die Festlegung der allgemeinen Netzentgeltsystematik (AgNes) und das Netzanschlusspaket laufen nebeneinander und werden sich in ihrer Wirkung addieren. Projekte, die erst im nächsten Jahr ans Netz gehen oder geplant werden, müssen sich auf die neuen Regeln einstellen und wenn die Entwürfe, so wie sie derzeit bekannt sind, durchgehen, werden sie langfristig höhere Kosten haben und in den meisten Fällen eine geringere Förderung erhalten.
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Im Podcast spricht pv magazine Redakteurin Cornelia Lichner mit Thomas Seltmann, Leiter Batteriespeicher beim Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar), und Detlef Kranke, Gründer und Geschäftsführer des Portals Energuide.
Sie diskutieren an Beispielfällen, bei welchen Projekten es besonders wichtig erscheint, sie möglichst noch in diesem Jahr umzusetzen, um Nachteile zu vermeiden. Bei großen Photovoltaik-Freiflächenanlagen kann man sich entweder noch einen Zuschlag nach altem Recht sichern oder man muss sich auf zweiseitige Differenzverträge, Einspeisenetzentgelte und eine 70-prozentige Einspeisevergütung einstellen. Darüber hinaus erschwert der Redispatch-Vorbehalt die Finanzierung.
Neue Dachanlagen für Privathaushalte könnten mit dem EEG 2027 keine Einspeisevergütung mehr erhalten. Zudem sind Direktvermarktungschancen noch nicht gegeben und die 50-prozentige Einspeisebegrenzung erschwert kommende Geschäftsmodelle auf Basis der neuen Regelung zur Marktintegration von Speichern und Ladepunkten (MiSpeL). Sie lohnen sich zunehmend nur noch für Haushalte mit hohem Stromverbrauch.
Auch Betreiber von gewerblichen Dachanlagen können durch eine Bestellung noch in diesem Jahr künftige Einspeisenetzentgelte vermeiden und sich eine Einspeisevergütung sichern. Thomas Seltmann ordnet die Vorhaben politisch ein und berichtet über den Stand des parlamentarischen Verfahrens. Die Aufnahme fand am 2. November statt, also vor dem endgütigen Beschlüssen des Bundestags und Bundesrats zur EEG-Novelle und dem Netzanschlusspaket und der Festlegung zur allgemeinen Netzentgeltsystematik durch die Bundesnetzagentur.
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