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Huawei plant Preiserhöhungen von 5 bis 15 Prozent für Photovoltaik- und Speicherprodukte

Der Geschäftsbereich Energietechnik von Huawei hat seine Kunden über geplante Preiserhöhungen für sein gesamtes Portfolio an Photovoltaik-Wechselrichtern und Energiespeichern informiert. Das Unternehmen verweist dabei auf steigende Kosten für Kupfer, Leiterplatten und elektronische Bauteile. Dieser Schritt folgt auf ähnliche Ankündigungen mehrerer chinesischer Hersteller von Leistungselektronik in den letzten Wochen.
Huawei will Preisanpassungen individuell mit Kunden aushandeln. | Foto: Huawei Digital Power

Huawei Digital Power, der Geschäftsbereich für Energietechnologie des chinesischen Technologiekonzerns, hat seine Kunden über geplante Preiserhöhungen von 5 bis 15 Prozent für mehrere Produktlinien im Bereich Photovoltaik-Wechselrichter und Energiespeicher informiert. In einer Kundenmitteilung vom 20. Oktober, über die chinesische Fachmedien vor wenigen Tagen berichteten, skizzierte das Unternehmen vorgeschlagene Erhöhungen von 5 bis 15 Prozent für Photovoltaik-plus-Speicher-Produkte für Privathaushalte, für Gewerbe und Industrie (C&I) sowie Photovoltaik-Wechselrichter im Kraftwerkssegment und zugehörige Ausrüstung. Netzstützende Energiespeicherlösungen im Krafrwerksmaßstab, einschließlich Stromumrichtersysteme (PCS), sind demnach von geringeren Erhöhungen von fünf bis zehn Prozent betroffen.

Huawei Digital Power erklärte, man habe einen Teil der zusätzlichen Herstellungskosten durch interne Effizienzmaßnahmen aufgefangen, könne die bestehenden Preise jedoch nicht länger aufrechterhalten, ohne Abstriche bei der Produktqualität, der Liefertreue oder den Serviceverpflichtungen zu machen. Das Unternehmen nannte keinen konkreten Zeitpunkt für die Umsetzung der Erhöhung. Es erklärte jedoch, die Preisanpassungen würden individuell mit den Kunden ausgehandelt.

Das Unternehmen führte die geplanten Preiserhöhungen auf die seit 2025 steigenden Preise für Rohstoffe, Leiterplatten (PCBs) und Speicherkomponenten zurück. Kupfer wird in Leistungselektronikgeräten, darunter Sammelschienen, Kabel, magnetische Komponenten und Transformatoren, in großem Umfang verwendet, während Leiterplatten und Halbleiter für Wechselrichtersteuerungen und Stromumwandlungssysteme unverzichtbar sind.

Die Kupferpreise sind in diesem Jahr stark gestiegen. Marktdaten der International Copper Association Australia zufolge lagen die Kassakurse für Kupfer an der London Metal Exchange Mitte Oktober bei über 14.700 US-Dollar pro Tonne. Höhere Preise und eine knapper werdende Versorgung mit Elektronikkomponenten haben den Beschaffungsdruck für Gerätehersteller weiter erhöht.

Huawei Digital Power ist der jüngste in einer Reihe chinesischer Anbieter von Wechselrichtern und Energiespeichersystemen, die seit August Preiserhöhungen angekündigt haben.

Im September informierte Sungrow seine Kunden über Preiserhöhungen von 5 bis 15 Prozent für Photovoltaik- und Speicher-Wechselrichter sowie Batteriespeichersysteme, die am 20. September umgesetzt wurden. Das Unternehmen kündigte zudem Erhöhungen von 5 bis 10 Prozent für seine String-, Modul- und Matrix-Wechselrichter sowie von 10 bis 15 Prozent für mittelspannungsseitige netzgekoppelte Modelle an.

Growatt verkündete daraufhin Preiserhöhungen von 5 bis 10 Prozent für String-Wechselrichter, Speicher-Wechselrichter und Batteriesysteme mit Wirkung zum 8. Oktober. Auch KSTAR informierte seine Kunden über Preiserhöhungen von etwa 10 bis 20 Prozent für ausgewählte Produkte.

Im August kündigte Inovance Technology Preiserhöhungen von 5 bis 15 Prozent für Stromumwandlungsgeräte zur Energiespeicher und zugehörige Produkte an. Kehua Digital Energy folgte am 29. Oktober mit Preiserhöhungen von 5 bis 15 Prozent für sein gesamtes Produktportfolio, die am 1. November in Kraft traten.

Die angekündigten Preiserhöhungen für Wechselrichter und Stromumwandlungssysteme stehen im Gegensatz zum anhaltenden Preisdruck auf dem chinesischen Modulmarkt. Branchenpreisdaten zeigten im Oktober weitere Rückgänge bei einigen Angeboten für Solarmodule. Dies spiegelt die unterschiedlichen Angebots- und Nachfragesituationen sowie die unterschiedlichen Herstellungskostenstrukturen zwischen Solarmodulen und Leistungselektronik wider.

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