Sigenergy bringt platzsparenden Gewerbespeicher auf den Markt
Sigenergy bringt einen kompakten Batteriespeicher auf den Markt, der sowohl für Gewerbe- und Industriekunden als auch das Kraftwerkssegment gedacht ist. Vor allem die geringere Fläche hebt das Unternehmen beim „SigenCube“ hervor: Der Batteriespeicher verfüge über eine Energiedichte von mehr als 220 Kilowattstunden pro Quadratmeter. Damit würden für die Aufstellung eines 4-Megawattstunden-Speichers nur 54,5 Quadratmeter Fläche benötigt. Bei herkömmlichen Batterielösungen seien es mehr als 80 Quadratmeter, woraus sich eine Platzersparnis um rund 30 Prozent ergibt.
„Die Installation großer Energiespeicher bedeutet nicht länger, wertvolle Fläche über Gebühr beanspruchen zu müssen“, betont Sven Albersmeier-Braun, Vice President Sales für die DACH-Region bei Sigenergy. Die ersten Batteriespeicher seien bereits in kommerziellen Projekten verbaut. Die großflächige Einführung von „SigenCube“ in Deutschland, Österreich und der Schweiz sei für 2027 geplant, so Sigenergy weiter.
Den kompakten Lithium-Eisenphosphat-Speicher gibt es dabei in zwei Ausführungen – mit 261 und 401 Kilowattstunden Kapazität. Die Abmaße unterscheiden sich entsprechend. Für die kleinere Variante liegen sie bei 940 mal 2380 mal 1325 Millimetern. Das Gewicht beträgt 2500 Kilogramm. Die größere Ausführung von „SigenCube“ misst 1100 mal 2450 mal 1650 Millimeter und wiegt 4000 Kilogramm. Der Temperaturbereich für den Betrieb des Speichers ist in beiden Fällen mit -35 bis +60 Grad Celsius angegeben.
Neben der Platzersparnis hebt Sigenergy auch den geringen Geräuschpegel von 60 Dezibel in einem Abstand von einem Meter hervor. Damit sei es „das geräuschärmste am Markt verfügbare Energiespeichersystem“. Das System ließe sich damit in Bürogebäuden, Einkaufzentren und Wohngebieten installieren.
Technisch biete der Batteriespeicher zudem eine Überlasttoleranz von 150 Prozent. Dies bedeutet, dass 150 Prozent der Spitzenleistung von Klimaanlagen, Pumpen oder Kompressoren für einen Zeitraum von zehn Sekunden bereitgestellt werden, wie das Unternehmen erklärt. Dies sei besonders im Industriesektor mit hohen Systemlasten relevant. Darüber hinaus sei „SigenCube“ schwarzstartfähig und netzbildend konzipiert. Sigenergy zufolge ist eine unterbrechungsfreie Umschaltung in 0 Millisekunden über die Überbrückung von Spannungseinbrüchen und -spitzen möglich.
Die Batteriespeicher werden zudem durch ein vorausschauendes, KI-gestütztes Thermomanagement überwacht. So würden kontinuierlich die Temperatur der einzelnen Batteriezellen überwacht und Lastprognosen für den Folgetag erstellt. Mit dem System werde der Energieverbrauch um bis zu 20 Prozent gesenkt und die Lebensdauer der Batteriezellen verlängert, so Sigenergy. Auch der Brandschutz werde groß geschrieben. Im Batteriemodul kommt demnach ein hochtemperaturbeständiger, feuerhemmender Isolationsaufbau mit verstärkter sechsseitiger Isolierung zum Einsatz. Zudem gebe es Druckentlastungsventile, elektrische Isolierfolien, Crash-Rahmen, extrastarke Querträger und eine automatische Leckage-Erkennung. Auf Systemebene kämen beim „SigenCube“ noch Explosionsentlastungsöffnungen, Rauch- und Wärmemelder sowie Notlüfter dazu. Auf Schrankebene gebe es Aerosol-Löschsysteme und einen Anschluss für Löschwasser sowie acht Überstrom-Schutzebenen.
Zur Installation und dem Anschluss erklärt Sigenergy, dass das Stromumwandlungssystem (PCS), die Hochspannungskomponenten und die Verteilereinheiten in einem Schrank verbaut werden. Jeder dieser Schränke enthalte zudem ein integriertes Energiemanagementsystem. Es könnten bis zu 100 parallel betriebene Einheiten ohne externe Datenlogger betrieben werden. Die Inbetriebnahme vor Ort sei durch eine werkseitige Vorkonfiguration und App-basierte Einrichtung in drei bis fünf Minuten möglich.
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