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Umfrage zeigt zunehmende Bekanntheit von dynamischen Stromtarifen und Smart Metern

Mehr als die Hälfte der Bürger weiß von dynamischen Stromtarifen, 15 Prozent wollen künftig einen nutzen. Das zeigt eine Umfrage im Auftrag der Smart-Meter-Initiative. 39 Prozent der Befragten geben an, über Smart Meter Bescheid zu wissen.
Die Umfrage zeigt auch, dass das Wissen über dynamische Tarife noch sehr vage ist. | Foto: Pixabay / ColiN00B

Dynamische Tarife sind noch ein Nischenphänomen im Strommarkt: Nur drei Prozent der Teilnehmer einer Yougov-Umfrage unter gut 2.000 Bürgern gibt an, bereits einen solchen Tarif zu nutzen. Immerhin 15 Prozent wollen künftig einen dynamischen Stromtarif wählen. Und mehr als die Hälfte der Befragten hat zumindest schon einmal davon gehört.

Die Umfrage hat die Smart-Meter-Initiative (SMI) in Auftrag gegeben, zu der sich die Versorger Octopus Energy, Ostrom, Tibber und Rabot Energy zusammengeschlossen haben.

Damit wissen heute mehr Menschen von dynamischen Stromtarifen als bei der letzten Befragung 2024 – damals gaben nur 38 Prozent an, schon einmal von diesem Tarifmodell gehört zu haben. Das Wissen ist allerdings auch heute noch ziemlich vage: Nur etwa der Hälfte derjenigen, denen dynamische Tarife bekannt sind, ist der Umfrage zufolge wirklich klar, was sich dahinter verbirgt.

Falsche Vorstellungen bei Smart Metern

Dynamische Tarife lassen sich nur mit einem Smart Meter nutzen. Die Zähler werden bekannter: In der Yougov-Umfrage gaben 39 Prozent an, über Smart Meter Bescheid zu wissen. Das sind neun Prozentpunkte mehr als bei der letzten Befragung 2024.

Aus dieser Gruppe nannten 35 Prozent den Messstellenbetreiber als richtige Anlaufstelle für die Bestellung von Smart Metern. Die Mehrheit glaubt aber weiterhin fälschlicherweise, der Stromanbieter (40 Prozent) oder der Vermieter beziehungsweise die Hausverwaltung (13 Prozent) seien dafür zuständig.

Die Smart-Meter-Initiative verweist darauf, dass nur sechs Prozent der Haushalte in Deutschland bislang ein intelligentes Messsystem haben. „Die Diskrepanz zwischen dem bisher erreichten Smart-Meter-Rollout in Deutschland und der Nachfrage nach optimiertem Stromverbrauch wird in unserer Umfrage deutlich”, sagt Matthias Martensen, CEO von Ostrom und Mitgründer der Smart-Meter-Initiative.

Die SMI unterstützt deshalb die Ankündigung der Regierungskoalition aus dem Juli, ein im Funktionsumfang reduziertes Smart Meter Light einzuführen. „Mit vereinfachten und günstigeren Zählern könnten Haushalte ohne Großverbraucher, wie Wallbox oder Wärmepumpe, trotzdem von günstigem Strom durch dynamische Stromtarife profitieren und gleichzeitig mehr Kontrolle über ihren Stromverbrauch gewinnen”, sagt Martensen.

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