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Sonnen meldet Insolvenz an

Nach einem Bericht des „Handelsblatts“ sind die rund 400 Mitarbeiter darüber informiert worden. Das Bestandsgeschäft soll demnach wohl weiterlaufen, doch nur ein einziger Produktionsstandort erhalten bleiben.
Am Hauptsitz im Allgäu baute Sonnen ebenfalls eine große Produktionsstätte auf. | Foto: Sonnen

Erst im Sommer hat der Ölkonzern Shell nach jahrelanger Suche einen Käufer für Sonnen gefunden. Der Allgäuer Batteriespeicher-Hersteller im Hauptsitz in Wildpoldsried ging an das Family Office Tiven. Nun folgt wohl das endgültige Aus: Das „Handelsblatt“ berichtet, dass die etwa 400 verbliebenen Mitarbeiter der Sonnen GmbH am Morgen über den Insolvenzantrag informiert wurden. Eine offizielle Insolvenzmeldung ist noch nicht zu finden, doch das Unternehmen bestätigte dem „Handelsblatt“ den Vorgang.

Nach dem Bericht soll zwar das Bestandskundengeschäft weitergeführt werden. Das betrifft den Service für mehr als 150.000 Kunden. Allerdings sollen auch zahlreiche Tochtergesellschaften abgewickelt oder in eine Insolvenz in Eigenverwaltung überführt werden. Nach Informationen des „Handelsblatts“ soll nur ein Produktionsstandort erhalten bleiben.

Eine direkte Anfrage von pv magazine bei Sonnen blieb zunächst noch unbeantwortet, auch eine offizielle Verfahrenseröffnung war auf der Plattform Insolvenzbekanntmachungen noch nicht zu finden. Unsere Recherchen nach der Übernahme von Sonnen durch  Tiven zeigten jedoch bereits im Sommer, dass die Zukunft des Unternehmens auf der Kippe stehen könnte. Offizielle Äußerungen dazu waren allerdings nicht zu bekommen. Eine Nachfrage zur weiteren Geschäftsstrategie nach der Übernahme wollte die von Sonnen beauftragte Kommunikationsagentur im Sommer jedenfalls nicht kommentieren.

Am selben Tag vermeldete Sonnen USA ein starkes Wachstum und bestätigte die Übernahme des gesamten globalen Geschäfts durch Tiven. So habe die US-Tochter ihre Verkäufe in den USA im Jahresvergleich verdoppeln können. Die Produktion habe sich sogar verdreifacht. Der Fertigungsstandort im US-Bundesstaat Georgia sei ausgebaut worden, auch um weniger von globalen Lieferketten abhängig zu sein. Nach derzeitigen Erwartungen wird von einem Absatz von mehr als 180 Megawattstunden an Photovoltaik-Heimspeicherkapazität in den USA in diesem Jahr ausgegangen, wie das Unternehmen weiter mitteilte.  Haupttreiber des Geschäfts seien die Aktivitäten bei virtuellen Kraftwerken (Virtual Power Plants, VPP), insbesondere die Zusammenarbeit mit Solrite. Nach Angaben des Unternehmens nehmen allein in Texas bereits mehr als 6000 Haushalte an dem Modell teil, bei dem Photovoltaik-Anlagen, Batteriespeicher, Energiemanagement und die Einbindung in virtuelle Kraftwerke kombiniert werden.

„Sonnen USA konzentriert sich weiterhin konsequent auf Innovationen im Bereich virtueller Kraftwerke und auf weiteres Wachstum in den USA“, sagte CEO Blake Richetta. „Tiven steht fest hinter dem langfristigen Erfolg von Sonnen USA und unterstützt das Unternehmen auf seinem Weg, eine führende Rolle im nordamerikanischen Markt für virtuelle Kraftwerke einzunehmen.“ Zu den Entwicklungen von Sonnen in Deutschland wollte sich das Unternehmen auf Anfrage von pv magazine nicht äußern.

Anmerkung der Redaktion: Wir haben den Artikel mit Informationen aus der Mitteilung von Sonnen USA nachträglich ergänzt.

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Kommentare

uwe dyroff
Oct 22, 2026

„Die Olsenbande fährt nach Jütland“ (1971)

wer soll das bezahlen, wer hat so viel Pinke Pinke.
Shell kann das bezahlen, Shell hat so viel Pinke Pinke …

🥳