Spotmyenergy bringt Einspeisetarif für kleine Photovoltaik-Anlagen auf den Markt
Der Entwurf der EEG-Novelle sieht vor, dass ab Anfang 2027 neu installierte Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von weniger als 25 Kilowatt nur noch maximal drei Jahre lang eine fixe, alle sechs Monate sinkende EEG-Vergütung erhalten. Anschließend müssen sie in die Direktvermarktung wechseln. Für die gibt es dann noch vier Jahre lang einen Zuschuss von 1,5 Cent pro eingespeister Kilowattstunde. Alternativ können die Betreiber ihren Solarstrom ungefördert ins Netz einspeisen. Der Bundestag berät derzeit den Gesetzesentwurf der Bundesregierung.
Im Vorgriff auf die Novelle hat das Kölner Start-up Spotmyenergy jetzt einen monatlich kündbaren Einspeisetarif namens SmartFlux auf den Markt gebracht – nach eigenen Angaben als erster Anbieter im Markt. Dazu gehört neben dem Vermarktungsservice auch ein Smart Meter. Das Unternehmen kann das intelligente Messsystem selbst anbieten, weil es auch als wettbewerblicher Messstellenbetreiber tätig ist. Hat der Haushalt einen Batteriespeicher installiert, optimiert Spotmyenergy die Einspeisung so, dass er einen maximalen Erlös erzielt.
Für die Vermarktung am Day-Ahead-Markt berechnet Spotmyenergy einen Grundpreis von 5,99 Euro im Monat und ein Cent netto pro verkaufter Kilowattstunde. Haushalte können den Einspeisetarif bereits heute buchen. Die Direktvermarktung soll starten, sobald sie wirtschaftlicher ist als die EEG-Vergütung.
„Viele unserer Partner-Installationsbetriebe fragen schon heute, wie sie ihren Kunden Planbarkeit bieten können, wenn sie im kommenden Jahr eine neue Solaranlage installieren“, sagt Jochen Schwill, Gründer und Geschäftsführer von Spotmyenergy. „Genau darauf wollen wir mit unserem neuen Tarif eine Antwort geben.“
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