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Canadian Solar meldet formelles Ende des Patentstreits mit Maxeon

Im Januar hatte das US-amerikanische Patent Trial and Appeal Board (PTAB) die von Maxeon gegen Canadian Solar geltend gemachten Patentansprüche für ungültig erklärt. Jetzt hat das zuständige US-Gericht die von Maxeon eingereichte Patentverletzungsklage endgültig abgewiesen. Wie Canadian Solar mitteilt, hat diese Abweisung den Streit zwischen den beiden Unternehmen formell beendet.
Maxeon hatte mit seiner Patentverletzungsklage gegen Canadian Solar keinen Erfolg. | Foto: Maxeon

Der chinesisch-kanadische Photovoltaik-Hersteller Canadian Solar hat bekannt gegeben, dass das US-Berufungsgericht für den Federal Circuit (U.S. Court of Appeals for the Federal Circuit) die von Maxeon vor dem Bundesbezirksgericht eingereichte Patentverletzungsklage endgültig abgewiesen hat. Damit endet der verbleibende Rechtsstreit zwischen den beiden Unternehmen formell. Vorausgegangen war eine Entscheidung des Patent Trial and Appeal Board (PTAB) vom Januar, die die gegen Canadian Solar erhobenen Patentansprüche von Maxeon für ungültig erklärte.

„Darüber hinaus hob das US-Berufungsgericht für den Federal Circuit den entsprechenden Teil der Entscheidung des Patent Trial and Appeal Board (PTAB) auf, der sich auf den verbleibenden Anspruch von Maxeon bezog“, erklärte Canadian Solar. „In den im Januar 2026 ergangenen schriftlichen Endentscheidungen entschied das PTAB zugunsten von Canadian Solar und erklärte sämtliche Patentansprüche, die Maxeon im Verfahren vor dem Bundesgericht gegen das Unternehmen geltend gemacht hatte, für ungültig. Canadian Solar begrüßt die Abweisung der Klage und die endgültige Beilegung dieser Patentstreitigkeiten. Die Entscheidung schafft wichtige Klarheit und bestätigt die Position von Canadian Solar, dass keine Patentverletzung vorliegt.“

Das in Singapur ansässige Unternehmen Maxeon hatte die Patentverletzungsklage gegen Canadian Solar im März 2024 vor dem US-Bezirksgericht für den östlichen Bezirk von Texas (Eastern District of Texas) eingereicht. Gegenstand des Verfahrens war eine nicht näher spezifizierte Topcon-Solarzellentechnologie.

Bereits im Jahr 2020 hatte Maxeon Canadian Solar in Japan wegen Patentverletzung verklagt. Maxeon warf Canadian Solar Japan vor, das japanische Patent Nr. JP6642841B2 verletzt zu haben, das sich auf sogenannte Shingled-Solarmodule, also Module mit schindelartig überlappenden Zellen, bezieht. Die beiden Unternehmen einigten sich im April 2022 auf einen Vergleich.

Canadian Solar sah sich auch in den USA mit ähnlichen Patentansprüchen konfrontiert. Der Photovoltaik-Hersteller Solaria reichte drei verschiedene Patentverletzungsklagen gegen das Unternehmen ein; hierbei ging es ebenfalls um das Verfahren zur Trennung von Photovoltaik-Streifen aus Solarzellen für die Verwendung in Modulen mit schindelartig überlappenden Zellen.

Unterdessen verklagte Maxeon im November 2023 auch den chinesischen Wettbewerber Aiko Solar Energy sowie den Großhändler Memodo GmbH wegen angeblicher Patentverletzung im Zusammenhang mit einem spezifischen Design der Architektur von Rückkontakt-Solarzellen. Im Mai 2025 wies ein niederländisches Gericht den Antrag von Maxeon auf Erlass einer einstweiligen Verfügung zurück, und im Dezember 2025 weitete Maxeon das Verfahren auf Aiko und dessen Vertriebspartner in Deutschland aus.

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