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Energiekonzepte Deutschland stellt Insolvenzantrag

Der Leipziger Photovoltaik-Anbieter Energiekonzepte Deutschland (EKD) hat am Freitag beim Amtsgericht Leipzig einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Der Geschäftsbetrieb soll uneingeschränkt weiterlaufen. Gemeinsam mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter will die Geschäftsführung Möglichkeiten für eine Sanierung des Unternehmens prüfen.
EKD wurde 2018 gegründet und hat nach eigenen Angaben mehr als 45.000 Solaranlagen auf deutschen Dächern installiert. | Foto: EKD

Die Energiekonzepte Deutschland GmbH (EKD) hat am 2. Oktober beim Amtsgericht Leipzig einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Das bestätigte das Unternehmen auf Anfrage von pv magazine. Wie eine Sprecherin mitteilte, läuft der Geschäftsbetrieb uneingeschränkt weiter. Die Löhne und Gehälter der rund 400 Mitarbeiter seien über das Insolvenzgeld abgesichert. Ziel der Geschäftsführung sei es, gemeinsam mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter einen Weg zur Sanierung des Unternehmens zu finden. Dafür sollen in den kommenden Wochen verschiedene Optionen geprüft werden. Für Kunden bleibe der Kundenservice die Anlaufstelle.

Bereits zuvor hatten zunächst „Taucha kompakt“ und anschließend das „Handelsblatt“ über die bevorstehende Insolvenz berichtet. Das „Handelsblatt“ schrieb unter Berufung auf mit den Vorgängen vertraute Kreise, dass für insgesamt sieben Gesellschaften der Gruppe Insolvenzanträge gestellt werden sollen. Genannt wurden unter anderem die Energiekonzepte Deutschland GmbH, die Energiekonzepte Deutschland Holding GmbH, die Energiekonzepte Deutschland Investorenholding GmbH und die Energiekonzepte Deutschland PV-Montage GmbH. Offiziell bestätigt hat EKD bislang den Insolvenzantrag der Energiekonzepte Deutschland GmbH.

Bestätigt ist auch der Rückzug des Eigentümers Pemberton aus der weiteren Finanzierung. Der Londoner Investor erklärte sowohl gegenüber „Taucha kompakt“ als auch gegenüber dem „Handelsblatt“, EKD keine weiteren Mittel zur Verfügung zu stellen, und erläuterte das auf Anfrage von pv magazine. „Dieser Schritt erfolgte infolge eines erheblichen und anhaltenden Rückgangs des deutschen Marktes für Photovoltaik-Anlagen in Privathaushalten“, teilte ein Sprecher schriftlich mit. Angesichts dieses anhaltenden starken Marktrückgangs sei deutlich geworden, dass das Geschäftsmodell nicht mehr tragfähig sei. Pemberton hatte EKD 2025 übernommen und nach eigenen Angaben mit finanziellen Mitteln, einer neuen Führungsmannschaft und einer operativen Umstrukturierung unterstützt.

EKD wurde 2018 gegründet und gehört zu den größeren Anbietern von Photovoltaik-Systemen für Privathaushalte in Deutschland. Nach eigenen Angaben hat das Unternehmen mehr als 45.000 Solaranlagen installiert. Zum Angebot gehören neben Photovoltaik-Anlagen unter anderem Batteriespeicher, Wallboxen, Wärmepumpen und Energiemanagementlösungen. Bereits Ende 2025 waren wirtschaftliche Schwierigkeiten sichtbar geworden. Damals kündigte EKD 86 Mitarbeitern. Berichten über eine mögliche Insolvenz war das Unternehmen damals jedoch entgegengetreten.

Die Meldung wurde um 14:50 Uhr um das Pemberton-Statement ergänzt.

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Kommentare

geraldogeraldini
Oct 02, 2026

Naja, wenigstens hat Mathias Hammer die Taschen vollgemacht und treibt weiterhin sein Unwesen in der Branche.
Die Schäden die er angerichtet zusammen mit Senec+EKD überschreiten einen 3 stelligen Millionenbereich und er läuft nach frei rum.

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uwe dyroff
Oct 02, 2026

„EKD wurde 2018 gegründet und gehört zu den größeren Anbietern von Photovoltaik-Systemen für Privathaushalte in Deutschland. Nach eigenen Angaben hat das Unternehmen mehr als 45.000 Solaranlagen installiert.“

Mir ist absolut unverständlich, wie immer und immer wieder Kunden auf solche windigen Truppen reinfallen.
Hier in Norwegen dasselbe mit Otovo.
Meine Frage dazu: wer trägt dazu bei und mit welchem Interesse?

Mal sehen, wenn Enpal und 1Komma5 sich in diese Pleitefirmen einreihen.

uwe dyroff
Oct 02, 2026

Da werden einige (nicht wenige) Probleme mit Support und Garantie bekommen.
Zum Glück gibt es ja noch Otovo (ohne Thorsheim) mit seinem OtovoCare … 🥳