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SMA bestätigt Anhebung der Umsatz- und Ergebnisprognose für 2026

Das erste Halbjahr lief überraschend gut für das hessische Wechselrichter- und Speicherunternehmen. Sondereffekte führten zu deutlich besseren Ergebnissen als noch im Vorjahreszeitraum.
SMA, Fabrik, Sonnenuntergang
Foto: SMA Solar Technology AG

Die SMA Technology AG hat im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatz von 686,6 Millionen Euro generiert. Dies liegt ganz leicht über dem Vorjahresniveau und beinhaltet sogar noch Sondereffekte. So habe der Umsatz eigentlich bei 708,9 Millionen Euro gelegen, reduzierte sich aber wegen US-Zollrückerstattungen um 22,3 Millionen Euro, wie das hessische Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Einen Umsatzrückgang um 4,7 Prozent auf 542,1 Millionen Euro verzeichnete demnach die Division Large Scale & Project Solutions. In diesem Bereich fielen die genannten Zollrückerstattungen an. Für das zweite Halbjahr geht SMA aber aufgrund einer stärkeren Projektpipeline mit höheren Realisierungsraten von einem steigenden Umsatz gegenüber dem ersten Halbjahr aus. Dagegen um 24,5 Prozent höher fiel der Umsatz im ersten Halbjahr in der Division Home & Business Solutions aus. Er lag bei 144,5 Millionen Euro.

Das operative Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA) betrug 65,9 Millionen Euro und fiel damit deutlich höher aus als im ersten Halbjahr 2025. Dabei gab es ebenfalls Sondereffekte, die vor allem das Privatkunden- und Gewerbesegment betrafen. So seien 22,4 Millionen Euro aus der Verwertung zuvor wertberichtigter Vorräte generiert worden. „Entgegen der ursprünglichen Erwartung konnten im Rahmen einer gezielten Verkaufsmaßnahme verschiedene Abnehmer, unter anderem auf dem Zweitmarkt, gefunden werden“, wie SMA erklärte. Weiterhin gab es positive Ergebniseffekte aus der Auflösung von Personalrückstellungen im Zusammenhang mit dem Restrukturierungsprogramm. Sie beliefen sich auf 3,1 Millionen Euro. In gleicher Höhe – allerdings negativ – wirkten sich Aufwendungen für externe Provisionen im Zuge der erfolgreichen Verkaufsmaßnahme aus.

Das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) von SMA drehte sich von -19 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf +62,4 Millionen Euro im Berichtszeitraum. Dazu trugen die positiven Ergebniseffekte und die erfolgswirksamen US-Zollrückerstattungen bei. Aufgesplittet nach den Segmenten verzeichnete SMA in der Division Large Scale & Project Solutions einen EBIT-Rückgang von 113,4 auf 78,3 Millionen Euro. In der Division Home & Business Solutions konnte SMA das EBIT deutlich verbessern, doch es liegt mit 21,5 Millionen Euro weiterhin im Minus. Im ersten Halbjahr betrug der Verlust der Sparte allerdings noch 129,2 Millionen Euro. Operativ verbesserte sich das EBIT im Berichtszeitraum durch den höheren Umsatz und die Kostensenkungen aus dem Restrukturierungs- und Transformationsprogramm deutlich auf 40,0 Millionen Euro, wie es weiter hieß.

„Das Marktumfeld war im ersten Halbjahr weiterhin von einem intensiven Wettbewerb und geopolitischen Unsicherheiten geprägt. Mit einem Umsatz von rund 709 Millionen Euro vor Zollrückerstattungen und einem Auftragsbestand von 1,75 Milliarden Euro haben wir uns in diesem Umfeld gut behauptet“, sagte SMA-Vorstandschef Jürgen Reinert bei der Vorstellung der Zahlen. SMA-Finanzvorstand Kaveh Rouhi ergänzte, dass sich die Maßnahmen zur Kostensenkung nun positiv auswirkten. „Gleichzeitig haben sich einige wesentliche Risiken seit Beginn des Geschäftsjahres deutlich reduziert. Sei es die frühzeitige Rückerstattung der als rechtswidrig eingestuften IEEPA-Zölle im zweiten Quartal oder die aktuell bessere Entwicklung des US-Dollarkurses“, so Rouhi weiter.

Er rechnet auch mit einem operativ stärkeren zweiten Halbjahr in der Kraftwerkssparte. Doch auch im Privat- und Gewerbesegment ist der SMA-Finanzvorstand aufgrund des höheren Auftragseingangs im zweiten Quartal zuversichtlich. Darüber hinaus verzeichnete das Unternehmen einen Rekordauftragseingang in der Division Large Scale & Project Solutions. SMA bezifferte den gesamten Auftragsbestand zu Ende Juni mit 1754,4 Millionen Euro nach 1161,4 Millionen Euro zum 30. Juni 2025. Der Bestand betreffe überwiegend die Division Large Scale & Project Solutions einschließlich zeitraumbezogener Umsatzrealisierungen im Rahmen von Batteriespeicherprojekten der Altenso GmbH. Etwa drei Viertel des Auftragsbestands entfalle auf das Produktgeschäft.

Die Prognose für das laufende Geschäftsjahr hatte der SMA-Vorstand bereits vor knapp einem Monat angehoben und bestätigte nun die neuen Umsatz- und Ergebniserwartungen. Für das laufende Jahr wird nun von einem Umsatz zwischen 1625 und 1725 Millionen Euro ausgegangen, was eine signifikante Steigerung gegenüber 2025 darstellt. Das EBITDA wird bei 180 bis 230 Millionen Euro erwartet, nach einem Verlust im Vorjahr. „Die Erhöhung der Prognose reflektiert sowohl den Rückgang der zu Beginn des Geschäftsjahres bestehenden wesentlichen Risiken als auch die zum jetzigen Zeitpunkt verbesserten Rahmenbedingungen in beiden Divisionen“, erklärte SMA weiter. Zugleich seien die derzeit bekannten handels- und geopolitischen Rahmenbedingungen berücksichtigt. Künftige Änderungen der Prognose schließt SMA allerdings nicht aus.

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