See all

Bundesnetzagentur geht von knapp 1336 Megawatt Photovoltaik-Zubau im Mai aus

Während weiterhin Stecker-Solar-Geräte auf hohem Niveau bleiben, ist die Zahl neuer Photovoltaik-Dachanlagen im Marktstammdatenregister eher rückläufig. In diesem Jahr haben die Photovoltaik-Freiflächenanlagen immer noch mehr als 50 Prozent Anteil am Zubau.
Zubau, Photovoltaik, Bundesnetzagentur, Stand 15. Juni 2026
Quelle: Bundesnetzagentur

Nach der Auswertung der Zahlen im Marktstammdatenregister (Stand 15. Juni) erwartet die Bundesnetzagentur für Mai einen Zubau von 1335,7 Megawatt. Darin enthalten sind noch zu erwartende nachträgliche Meldungen für den Monat. Bis Mitte Juni waren gut 73.800 im Mai neu gemeldete Photovoltaik-Anlagen mit 1175,5 Megawatt registriert.

Nach dem aktuellen Stand verzeichnet die Bundesnetzagentur eine kumuliert installierte Photovoltaik-Leistung von 123,965 Gigawatt. Dabei ist die Marke von sechs Millionen Photovoltaik-Anlagen im Mai überschritten worden.

Die Detailauswertung zeigt weiterhin einen stabilen Zubau bei Stecker-Solar-Geräten. Knapp 46.000 dieser Photovoltaik-Balkonanlagen mit 62,6 Megawatt sind bislang im Mai neu gemeldet worden. Dies liegt leicht unter dem Wert von April. Auch bei den Dachanlagen ist die Zahl und Leistung aus dem April bisher nicht erreicht. Für Mai sind gut 27.817 neue Dachanlagen mit insgesamt 433 Megawatt im Marktstammdatenregister verzeichnet. Die Freiflächenanlagen summieren sich hingegen auf knapp 680 Megawatt im Mai.

Mehr zur politischen Entwicklung im Dachanlagen-Segment

Ob die Einspeisevergütung wirklich abgeschafft werden soll, wissen wir nicht. Aber auf dem pv magazine Focus am Mittwoch, den 24. Juni auf der The smarter E in München, werfen wir von 15:15 bis 17:00 Uhr mit Thomas Seltmann vom Bundesverband Solarwirtschaft einen Blick auf zukünftige Möglichkeiten, Photovoltaikanlagen auf Wohngebäuden sinnvoll zu betreiben. Mit Moritz Breuer von Spotmyenergy, das die Vermarktung von Solarstrom anbietet, Johannes Weniger von Aquu und Klaus Schiller vom Solarunternehmen Kütro diskutieren wir unter anderem über Vermarktungschancen des Solarstroms.

Mit Heimenergiemanagement-Anbietern und den Machern des HEMS-Finders schauen wir auf die Trends in dem Segment und diskutieren auch die Schlussfolgerungen aus der ersten pv magazine Übersicht zum Gewerbeenergiemanagement, die Wirtschaftlichkeit von bidirektionalem Laden und der Wärmepumpe unter den Veränderungen im Gebäudemodernisierungsgesetz. Mehr Informationen und kostenfreie Anmeldung

Damit liegt der Zubau bei Freiflächenanlagen weiterhin höher als bei Dachanlagen. Mit Ausnahme des Januars war dies in allen Monaten 2026 bisher der Fall. Während der Zubau bei den Dachanlagen nach fünf Monaten auf insgesamt knapp 2530 Megawatt kommt, sind es bei Solarparks bereits fast 3375 Megawatt. Als Nettozubau verzeichnet die Bundesnetzagentur für die ersten fünf Monate bislang 6066,5 Megawatt. Darin enthalten sind auch endgültige Stilllegungen von Photovoltaik-Anlagen.

Der Großhändler EWS hatte am Morgen ebenfalls eine detaillierte Analyse der Zubauentwicklung im Mai veröffentlicht. Er geht dabei unter anderem darauf ein, warum die Belebung im Handel sich noch nicht in höheren Zubauzahlen im Marktstammdatenregister niederschlägt. Allerdings verwies auch EWS darauf, dass die 15 Prozent-Annahme der Bundesnetzagentur für die noch zu meldenden Anlagen im Monat Mai eher zu konservativ ist. Dies zeigt sich auch an den April-Zahlen. Vor einem Monat ging die Behörde von einem Zubau von 1160 Megawatt für April aus. Mit der neuen Statistik hat sich der Wert bereits auf 1250 Megawatt erhöht.

Kommentare

Sonnify
Jun 16, 2026

Vielen Dank für die interessante Auswertung. Die Entwicklung zwischen Freiflächen- und Dachanlagen ist wirklich spannend zu beobachten. Gibt es bereits Erkenntnisse, ob die rückläufigen Dachanlagenzahlen eher auf wirtschaftliche Unsicherheiten oder auf die aktuelle politische Diskussion zurückzuführen sind?