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Octopus Energy gibt seinen Wallbox-Kunden Strom für rund 500 Freikilometer pro Monat

Wer bei Octopus Energy Wallbox, Stromtarif und Ladesteuerung bucht, bekommt bis zu 90 Kilowattstunden Strom im Monat gratis. Die Elf-Kilowatt-Wallbox kostet inklusive Installation ab 2.599 Euro. Der Strom-Arbeitspreis ist fix.
Anders als bei dynamischen Stromtarifen ist der Arbeitspreis bei diesem Octopus-Angebot für E-Auto-Käufer fix. | Foto: Octopus

Die Preissicherheit herkömmlicher statischer Stromtarife genießen und trotzdem von Phasen niedriger Börsenpreise profitieren: Das versprechen neuartige Stromtarife für Haushalte mit E-Auto, die Versorger wie Eon, Tibber und jetzt auch Octopus Energy anbieten. Dabei gewähren die Anbieter ihren Kunden einen Bonus dafür, dass sie innerhalb eines definierten Zeitraums selbst entscheiden können, wann sie die Batterie laden. Sie geben damit die Ersparnisse bei der Beschaffung zumindest zum Teil an die Kunden weiter.

Octopus Energy gewährt den Kunden seines neuen Angebots ein Freikontingent von bis zu 90 Kilowattstunden im Monat, wenn sie beim Versorger eine Wallbox kaufen, von ihm die Ladevorgänge steuern lassen und einen Stromtarif abschließen. Bei einem Strompreis von 32 Cent pro Kilowattstunde hat das Kontingent einen Wert von knapp 29 Euro. Bei einem Verbrauch von 18 Kilowattstunden auf 100 Kilometer reicht die Strommenge für 500 Kilometer Fahrstrecke.

Wallbox unterstützt Photovoltaik-Überschussladen

Bei der Wallbox handelt es sich um das Modell go-e Charger Pro mit einer Leistung von bis zu elf Kilowatt. Das Ladegerät unterstützt Photovoltaik-Überschussladen. Die Kosten betragen inklusive Installation ab 2.599 Euro. Der Preis richtet sich nach dem Installationsaufwand.

Anders als bei dynamischen Stromtarifen ist der Arbeitspreis bei diesem Octopus-Angebot fix. Der Versorger setzt ihn in seinen Rechenbeispielen mit 32 Cent pro Kilowattstunde an. Wie viel die Kunden genau zahlen müssen, hängt unter anderem von den örtlichen Netzentgelten ab.

Die Kunden legen über eine App fest, wann das Auto welchen Ladestand erreicht haben soll. Octopus Energy nutzt dann Stunden mit niedrigen Börsenpreisen, um die Vorgabe zu erfüllen. Manuelles Sofortladen ist möglich, zählt aber nicht zum Freikontingent.

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Kommentare

gernot
Aug 19, 2026

Konkretes Beispiel:
Inkl. 1 E-Auto und Wärmepumpe verbrauchen wir etwa 7100 kWh im Jahr.

Octopus möchte hier 31.78 Cent/kWh berechnen. Im Gegenzug gibt es 90 kWh pro Monat „geschenkt“. Octopus berechnet also nur 6020 kWh.
6.020 kWh a 31,78Cent/kWh = 1.913,16 Euro Arbeitspreis pro Jahr. inkl. Grundgebühren 2.160,48 Euro

Der günstigste Anbieter hier berechnet 26,83 Cent/kWh (ohne irgendwelche eingerechnete Boni).
7.100 kWh a 26,7 Cent/kWh = 1.904,93 Euro Arbeitspreis pro Jahr. inkl. Grundgebühren 2.100,07 Euro

Ergebnis: Das Octopus-Angebot ist keine Abzocke und bewegt sich am unteren Rand der Angebote am Markt, aber es ist auch kein Schnäppchen. Ich hätte letztlich einen komplizierteren Tarif, ohne das ich etwas spare.

Nicht falsch verstehen: Für eine erfolgreiche und möglichst kostengünstige Energiewende brauchen wir zwingend die Flexibilisierung von Lasten – gerade beim Laden von E-Autos. Es wäre aber schön, wenn ein Teil der Kosteneinsparung auch beim Verbraucher landet, sonst wird die Motivation überschaubar ausfallen.

Sofern man keine eigene PV-Anlage hat, lädt auch jeder Haushalt günstiger an der Schukosteckdose. Der Ladevorgang an sich ist dann zwar etwas ineffizienter, aber aufgrund der ganzen Normen und Regulierungen kostet die korrekt installierte und angemeldete Wallbox mittlerweile 2000-5000 Euro, ist (ohne PV) wirtschaftlich völlig sinnlos und rechnet sich nie.

darwin-c
Aug 19, 2026

Arbeitspreis: 32 ct/kWh
Grundpreis: 12 € pro Monat

Dazu ein 29 Euro Rabatt wenn man 90 kWh verbraucht.
Sofern man die 90 kWh für 32 ct gekauft hätte und nicht beispielsweise durch die eigene PV gedeckt hätte.
Grob gesagt also ein Rabatt für den Winter bzw. noch eher für den Mieterhaushalt mit Stellplatz und ohne PV.

Für die 2000 Euro Aufpreis könnte man auch den Stellplatz mit PV überdachen.

Interessante Idee.