EWS: Nachfragebelebung im Handel zeigt sich weiter nicht in monatlichen Photovoltaik-Zubauzahlen
Die Bundesnetzagentur hat bislang ihre Auswertung für den Photovoltaik-Zubau noch nicht veröffentlicht. Allerdings hat EWS die Zahlen des Marktstammdatenregister bis zum Stand 15. Juni bereits ausgewertet. Demnach lag der Photovoltaik-Zubau im Vormonat bislang bei 1230,5 Megawatt – ein Rückgang um 11,7 Prozent gegenüber dem Monat davor und auch 4,7 Prozent weniger als im Mai 2025. Dabei berichten viele Marktteilnehmer nach dem Ausbruch des Iran-Krieges von einer Nachfragebelebung. Auch EWS verzeichnete stärkere Absätze bei Solarmodulen, Wechselrichtern, Batteriespeichern und Wallboxen, wie Jan Paul Dahm und Stefan Ebert vom norddeutschen Großhändler in einem kürzlich veröffentlichten Interview mit pv magazine erklärten.
Allein die Nachfragebelebung schlägt sich bislang nicht im Marktstammdatenregister nieder. Ein anderer Grund, warum der Zubau gegenüber April nochmals rückläufig war, könnten die vielen Feiertage im Mai gewesen sein, so EWS in einer aktuellen Analyse. Doch letztendlich könne dies keine Erklärung sein, warum der Photovoltaik-Zubau sogar niedriger als im Dezember 2025 lag.

Nachmeldungen liegen deutlich über 15 Prozent
EWS geht auch davon aus, dass die Zubauzahlen für den Mai noch steigen werden. Dies liegt vor allem an der einmonatigen Registrierungspflicht, die es für die Eintragung der Photovoltaik-Anlagen im Marktstammdatenregister gibt. Die Bundesnetzagentur preist deshalb bei ihren aktuellen Veröffentlichungen der Zubauzahlen auch immer einen Aufschlag von 15 Prozent zu den bis dato gemeldeten Anlagen ein. EWS berichtet, dass der tatsächliche Photovoltaik-Zubau den Wert von 15 Prozent letztendlich immer deutlich übertrifft. Er liege je nach Segment eher zwischen 20 und 40 Prozent.
Der Großhändler verdeutlicht dies an den Photovoltaik-Zubauzahlen für den April 2026. Die Bundesnetzagentur nahm vor Monatsfrist eine neu installierte Leistung von knapp 1160 Megawatt an. Die aktuellen Auswertungen zeigen jedoch, dass es bereits bei 1394,1 Megawatt liegt. Der große Sprung liegt aber vor allem darin begründet, dass viele große Freiflächenanlagen noch registriert wurden. Ihr Zubau für den April stieg von knapp 592 Megawatt auf mittlerweile 827,3 Megawatt an. Ein Plus von fast 40 Prozent seit der Veröffentlichung der Zahlen durch die Bundesnetzagentur. Deutlich geringer, aber auch über den 15 Prozent, lagen die weiteren Registrierungen von Photovoltaik-Dachanlagen bis 10 Kilowatt, deren Gesamtleistung sich von 86,5 auf 107,3 Megawatt erhöhte und der Anlagen zwischen 10 und 30 Kilowatt Leistung, die von 223,4 auf 273,7 Megawatt zulegten.
Auch für den Photovoltaik-Zubau im Mai rechnet EWS mit einer ähnlichen Entwicklung. Es sei davon auszugehen, dass sich die Zahlen ebenfalls noch auf das Niveau des Aprils erhöhen werden.
Speicherzubau bis 100 Kilowattstunden Leistung weitgehend stabil
Neben dem Photovoltaik-Zubau wertet EWS auch die Meldungen für neue Batteriespeicher aus. Im Mai verzeichnete es einen Zuwachs von rund 563 Megawattstunden bei der Speicherkapazität. Dies sei ein deutlicher Rückgang gegenüber März und April, als jeweils mehr als eine Gigawattstunde Speicherkapazität hinzukamen. Der Grund ist aber einfach: Bislang sind im Mai deutlich weniger Großspeicher gemeldeten worden. Einzelne Projekte können die Statistik schnell noch nach oben treiben.

Die Analyse der neu installierten Anzahl von Anlagen zeigt EWS zufolge, dass Nachrüstungen und Erweiterungen bestehender Speicher zunehmend den Markt treiben. Die Zahl der neu installierten Batteriespeicher sei in den ersten fünf Monaten im Vergleich zum Vorjahr im Segment bis 100 Kilowattstunden nahezu stabil geblieben. Der Zubau bei den Photovoltaik-Anlagen bis 100 Kilowatt sei allerdings in den einzelnen Segmenten um 23 bis 42 Prozent rückläufig und sinkt damit schon das zweite Jahr in Folge.
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30-750 kWp um 50% eingebrochen. C&I kommt nicht so recht in Schwung. Oder liegt’s an der Vermarktung?
Nebenbei: Ca. 45 MW pro Tag ~ 1.800 kW/h ~ 500 W/s, also jede Sekunde ein Modul. Kann man sich gut merken.