See all

Indielux startet neues Crowdinvesting

Mit der Finanzierungsrunde sollen bis zu 800.000 Euro eingesammelt werden, um die eigene Sicherheitstechnologie für Stecker-Solar-Geräte weiterzuentwickeln und einen Standard in der Branche zu setzen. Einen ersten gewerblichen Lizenznehmer gibt es bereits: Es ist Maxxisun.
Stromwächter, Indielux, ready2plugin
Ein in der „ready2plugin“-Technologie integrierter Algorithmus berechnet Indielux zufolge die Erwärmung der Hauselektrik in Echtzeit und regelt die Einspeisung so, dass die zulässigen Grenzen nicht überschritten werden. | Foto: Indielux GmbH

Auf der Crowdinvesting-Plattform „FunderNation“ hat am Dienstag die Indielux GmbH eine neue Finanzierungsrunde gestartet. Das Berliner Unternehmen will bis zu 800.000 Euro einsammeln. Dabei sei eine Beteilung der Crowdinvestoren ab 100 Euro möglich. Bei einer direkten Beteiligung ab 25.000 Euro sei eine direkte Beteiligung als Gesellschafter möglich, hieß es von Indielux dazu. Das Crowdinvesting endet am 7. September.

Mit dem Kapital will Indielux seine „ready2plugin“-Technologie zu einer Art Sicherheitsstandard für Photovoltaik-Anlagen und Speichern entwickeln, die über die Steckdose einspeisen. Nach Angaben des Unternehmens erlaubt sie Technologie den Anschluss von bis zu 20 Solarmodulen mit insgesamt 10 Kilowatt Leistung an einer herkömmlichen Haushaltssteckdose. Damt könnten Einfamilienhaushalte bis zu 80 Prozent ihres Strombedarfs decken, so Indielux. Zugleich ließen sich die steckbaren Photovoltaik-Anlagen von den Hausbesitzern selbst realisieren oder von Handwerkern anderer Gewerke wie Dachdecker und ohne Eingriffe in die Hauselektrik seien nicht notwendig. Grundlage dafür bildeten die neue im Dezember 2025 in Kraft getretene Produktnorm DIN VDE V 0126-95 und die Installationsnorm DIN VDE 0100-551.

Ein in der „ready2plugin“-Technologie integrierter Algorithmus berechnet Indielux zufolge die Erwärmung der Hauselektrik in Echtzeit und regelt die Einspeisung so, dass die zulässigen Grenzen nicht überschritten werden. Die Entwicklung reicht bis ins Jahr 2017* zurück, als Indielux-Gründer und Geschäftsführer Marcus Vietzke die Technologie im Zuge einer Sicherheitsstudie für die DGS-Arbeitsgruppe „PVplug“ am Photovoltaik-Institut Berlin (PI Berlin) erarbeitete. Die Funktion und Ausfallsicherheit hat das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme im DKE-Normungsvorhaben „praxisnah erfolgreich getestet“, wie Indielux weiter erklärt. Bis 2038 sind zudem die Schutzrechte in acht Ländern, darunter Deutschland, aber auch USA, China und Indien, erteilt.

Es ist nicht die erste Crowdfunding-Runde von Indielux. Bereits 2022 hat das Berliner Unternehmen 720.000 Euro bei 689 Unterstützer eingesammelt. Im Jahr darauf führte es seine „ready2plugin“-Technologie samt „Stromwächter“ in den Markt ein. Einen ersten gewerbliche Lizenznehmer gibt es auch. Maxxisun habe die Sicherheitstechnologie in sein Produkt „Maxxicharge CCU V2“ integriert.

Mit den frischen Mitteln werde nun ein weiterer Marktrollout, die Internationalisierung sowie die Integration der Technologie in Wechselrichter und Speichersystem weiterer Hersteller angestrebt. „Nach neun Jahren Normungsarbeit findet sich unsere Sicherheitseinschätzung jetzt in den VDE-Normen wieder“, sagt Vietzke.

*Anmerkung der Redaktion: Die Technik stammt natürlich nicht aus der Zukunft. Die Angabe ist nun korrigiert.

Dieser Inhalt ist urheberrechtlich geschützt und darf nicht kopiert werden. Wenn Sie mit uns kooperieren und Inhalte von uns teilweise nutzen wollen, nehmen Sie bitte Kontakt auf: [email protected].

Kommentare