Marcley meldet erste Photovoltaik-GGV in Hamburg

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Projekte nach dem seit 2024 möglichen Konzept der gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung (GGV) werden nirgends statistisch erfasst. Insofern ist die Aussage des auf solche Modelle spezialisierten Hannoveraner Unternehmens Marcley schwer nachprüfbar: Man habe Hamburgs erstes Photovoltaik-Projekt für Mehrfamilienhäuser mit einem GGV-Angebot „in die Belieferung“ gebracht. Allerdings spricht auch der Netzbetreiber Hamburger Energienetze davon, dass hiermit in seinem Zuständigkeitsbereich „ein neues Modell erstmals breiter in die Praxis überführt“ worden sei.

Das bedeutet, die Bewohnerinnen und Bewohner von 18 Einheiten können nun Strom aus einer 15,9-Kilowatt-Photovoltaik-Anlage auf dem Dach beziehen. Den verbleibenden Bedarf deckt weiterhin ihr jeweiliger Energieversorger. Erfahrungsgemäß, heißt es bei Marcley, gehen innerhalb von sechs Monaten 60 bis 90 Prozent der Haushalte auf ein solches Angebot ein. Sie erhalten dann Solarstrom zu einem von Marcley für zehn Jahre garantierten Preis von 22,99 Cent je Kilowattstunde.

Signalwirkung für Hamburg

Das Wohnungsunternehmen Wittinger Immobilien, dem das Haus gehört, will noch in diesem Jahr weitere GGV-Konzepte umsetzen. Es sei dem Unternehmen „ein großes Anliegen, dass unsere Mieterinnen und Mieter ganz konkret von der Energiewende profitieren“, erklärt Geschäftsführerin Anja Ehlers. Lösungen müssten nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch wirtschaftlich für alle Beteiligten lohnend sein. Marcley habe dabei „von Anfang an überzeugt und die gesamte Umsetzung übernommen, ohne dass wir selbst Zeit und Geld investieren mussten.“

Einen Batteriespeicher hat das Hamburger Projekt einstweilen noch nicht. Marcley arbeitet nach eigenen Angaben aber daran, Speicher in seine GGV-Modelle zu integrieren und will dies nach Möglichkeit auch in seinem Bestand tun. Das Messkonzept für sein Hamburger Projekt setzt Marcley mit dem wettbewerblichen Messstellenbetreiber Valenda Metering um. Beim Netzbetreiber Hamburger Energienetze ist man offenkundig ebenfalls zufrieden mit dem Projekt. Es könne „für Hamburg Signalwirkung haben“, so der zuständige Projektleiter Chris Duwe. Man freue sich, „hier gemeinsam mit Marley und Wittlinger Immobilien praktische Erfahrungen zu sammeln und zugleich unsere Kompetenz als städtischer Netzbetreiber einzubringen”.

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