Der auf landwirtschaftliche Photovoltaik und Anlagen mit integriertem Batteriespeicher spezialisierte Projektierer Sunfarming aus Erkner bei Berlin kündigt „eines der ambitioniertesten Energie- und Nachhaltigkeitsprojekte Europas“ an. Der „Klimapark Steinhöfel“ soll sich über 500 Hektar in acht Ortsteilen der Gemeinde im brandenburgischen Landkreis Oder-Spree erstrecken und im Endausbau bis zu 753 Megawatt Leistung ans Netz bringen. Damit wäre das als Agri-Photovoltaik geplante Projekt eines der größten seiner Art in Europa.
Nach Angaben von Sunfarming liegen die Baugenehmigungen für 550 Megawatt und das dazugehörige Umspannwerk bereits vor. Das Umspannwerk wird demnach Zusammenarbeit mit der SPIE Germany Switzerland Austria GmbH umgesetzt und die Einspeisung des erzeugten Stroms über 110-Kilovolt-Kabelsysteme in das Hochspannungsnetz des Verteilnetzbetreibers Edis gewährleisten.
Für den ersten Teilabschnitt des Projekts mit 106 Megawatt hatte Sunfarming demnach in der EEG-Ausschreibung im vergangenen Juli einen Zuschlag erhalten. Hierfür sei der Baustart bereits im vierten Quartal 2025 erfolgt. „Vor allem die enge Zusammenarbeit mit den aktiven Landwirten und Agrargesellschaften der Region“ habe die Umsetzung des Agri-Photovoltaik-Konzepts möglich gemacht.
Mit dem EEG-Zuschlag „glauben wir einen entscheidenden Meilenstein in der Umsetzung des Klimaparks Steinhöfel erreicht zu haben“, erklärt Sunfarming-Geschäftsführer Martin Tauschke: „Der Baustart der ersten Ausbaustufe markiert den Übergang von der Planung in die Umsetzung.“
Der Klimapark Steinhöfel soll mit fest installierten bifazialen Glas-Glas-Modulen auf einer Mindesthöhe von 2,10 Metern umgesetzt werden. Damit soll den Angaben zufolge ausreichend Raum für den Anbau von Arznei- und Gewürzkräutern oder auch Ackerfruchtfolgen entstehen. Beabsichtigt sei „ein Leuchtturmprojekt für Energiewende, nachhaltige Landwirtschaft und regionale Entwicklung – mit Strahlkraft weit über Brandenburg hinaus“.
Sunfarming, Teil der Berliner Cube Green Energy-Gruppe, hat nach eigenen Angaben bislang ein Projektvolumen von 700 Megawatt in ganz Europa umgesetzt. Der Leistungsumfang des Unternehmens reicht dabei von den Projektentwicklung bis zum Betrieb und Asset-Management.
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Neben den technischen Informationen, stellen sich die Fragen:
1. Welcher jeweilige Bodenwerte sind vor Baubeginn vorhanden?
2. Welche Produkte sollen weiter angebaut werden?
3. Welchen Nutzen, außer die Pacht, haben die Landwirte?
Ich vermute, dass mit den Drang nach Energie hier C2C-Agri-PV falsch ausgenutzt wird.
Was ist das denn für ne Frage? Was für Nutzen braucht der Bauer denn noch neben Zusätzlichen Einnahmen? Das hört sich so an als würden die Bauern es nur wegen dem schnöden Mammon machen 😉
Ja, man hätte auch hier die seit Ewigkeiten bekannten Vorteile von AgriPv nochmal hinschreiben können. Im Zeit von Internet & Google muss man das aber nicht mehr zwingend: https://letmegooglethat.com/?q=vorteile+agri+pv
Es ist die Kernfrage, die seit Jahren in den Fachkreisen diskutiert wird.
Warum AgriPV wenn normale PV deutlich mehr erwirtschaftet? Liebhaberei weil der Bauer so gern Schlepper fahren lässt? Ethischer Anspruch wegen Nahrungsmitteln? Doch mehr Einnahmen weil Spezialkultur mit Hagel- und Sonnenschutzbedarf ohne Fruchtwechsel?
Normal arbeiten kann man dort nicht. Die einzige Angabe ist ja die 2,1m Höhe der Aufständerung. Das funktioiert nicht für normale Traktoren.
sieht irgendwie gar nicht nach Agri-PV von den Reihenabständen her aus – dort fährt kein Traktor mehr durch…