Eon hat nach eigenen Angaben als erstes deutsches Energieunternehmen die Millionenmarke bei der Smart-Meter-Installation erreicht. Die Eon-Tochter LEW Verteilnetz (LVN) baute den Stromzähler demnach bei einer Kundin in der Nähe von Augsburg ein. Der Gesamtkonzern will in den kommenden Jahren jährlich weitere 500.000 Messstellen mit einem Smart Meter ausstatten.
Was in der entsprechenden Mitteilung fehlt, ist der Hinweis, dass eine solche Führungsrolle auch selbstverständlich ist, weil Eon mit seinen Tochtergesellschaften schließlich der größte Verteilnetzbetreiber Deutschlands (und Europas) ist. In der Eon-Rechnung heißt es stattdessen, es sei inzwischen „fast jeder zweite Smart Meter in Deutschland in Netzgebieten von Eon installiert, obwohl nur jede vierte Messstelle von Eon verantwortet wird“.
Beim gesetzlich vorgeschriebenen Pflicht-Rollout, also der Installation von Smart-Metern an Zählpunkten mit 6.000 bis 100.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch oder 7 bis 100 Kilowatt Einspeiseleistung sowie Lokationen mit steuerbaren Verbrauchseinrichtungen (Paragraf 14a Energiewirtschaftsgesetz) liegt Eon mit durchschnittlich 30 Prozent Ende 2025 tatsächlich über den Vorgaben, die mit 20 Prozent allerdings auch reichlich niedrig sind. Eine wirkliche Führungsrolle hat der Konzern aber in Bezug auf die Pflicht-Rollout-Quoten nicht. Mit 30 Prozent ist man zwar recht gut dabei, einige kleine Netzbetreiber haben aber auch schon 100 Prozent erreicht, und unter den zehn größten Netzbetreibern führt nach Angaben der „Smart Meter Initiative“ Stromnetz Berlin mit 38 Prozent (Stand: Januar 2026).
Insgesamt, darauf weist auch Eon hin, sind ohnehin erst 3,8 Prozent der Lokationen mit einem Smart Meter ausgestattet: „Deutschland ist das Land in Europa mit dem geringsten Anteil an intelligenten Messsystemen“, heißt es hierzu bei Eon, der Durchschnitt liegt bei 60 Prozent und in Schweden – wo Eon ebenfalls zu den maßgeblichen Akteuren gehört, ist mittlerweile der Rollout einer zweiten Smart-Meter-Generation fast vollständig abgeschlossen. In Deutschland hingegen müsse der Rollout „dringend vereinfacht und beschleunigt werden“, so Thomas König, Vorstand für Energienetze bei Eon.
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Hallo,
ich bin bei LVN Augsburg und habe seit
Ende Juni einen Smartmeter von Inexogy eingebaut. Alle Daten wurden umgehend an LEW Augsburg übermittelt. Im System dort registriert wurde er Ende Dezember noch x-maligen Reklamationen.
Meine Einspeisevergütungsabrechnung erhielt ich Anfang März mit dem Zählerstand vom Juni. Auch jetzt schlage ich
mich mit der LVN rum, weil hinten und vorne nichts klappt. Wenn ich’s nicht besser wüsste dann würde ich behaupten, dass da Methode dahinter steckt.
Wann endlich wird vom der Netzagentur endlich mal durchgegriffen.
Soviel zu der Erfolgsmeldung vom Monopolisten EON….
Ich hatte das gleiche mit S-H Netz AG. Vergessen Sie’s einfach. Anwalt, oder seeeehr viel Geduld mitbringen (oder mega Glück haben).
Die Prozesse sind nicht auf diese Umstellung ausgelegt. Ich wette, das muss alles manuell gemacht werden, stapelt sich einfach auf. Hat ja keine Konsequenzen, solange der Kunde nicht klagt, kostet es ja nix. Ganz im Gegenteil, es spart viel ein (auf dem Papier).
Das Prinzip „Hoffnung“ ist noch wohlwollend ausgedrückt. Ich halte das abwechselnd für Absicht kombiniert mit Unfähigkeit. Beides sollte nicht vor Strafe schützen – sollte. Westnetz lässt grüßen, Stichwort „Systemumstellung“.
Ich kann leider auf nicht absehbare Zeit keine Steuern mehr zahlen, wegen einer „Systemumstellung“ 😀
Es ist ja schön, dass hier die LEW genannt wird. Eine Firma, die abgemahnt wurde aufgrund von Gebühren, die deutlich über dem gesetzlich erlaubten liegen.
Kein Wunder, das sie es eilig haben: Billiger (Kosten werden auf die Haushalte umgelegt) und schneller kommen sie nicht an die Millionen von Haushaltstromverbräuchen.
Besser könnten Sie nicht an die Rohdaten kommen, um noch bessere Stromarife, zum eigenen Nutzen und der Aktionäre kommen – Follow the Money !
Für die Netze und die Haushalte bringt es keinen Nutzen.
Die Verteilnetzbetreiber (VNB) haben alle Daten an den’s (ONT), resp. Strängen. Deshalb haben wir seit Jahren das stabilste Netz (ca. 11 min Ausfallzeiten). Zusätzliche Verbraucher (eAuto’s) und Erzeugungsanlagen (PV-Dachanlagen) fallen nicht vom Himmel. Im Niederspannungsnetz (230/400V) gibt es auch keine Probleme ! Im Fall der Fälle, ist eine einzelne Maßnahme deutlich günstiger, als 42 Mio Haushalte „zu beglücken“.
Ein Haushalt, der bis heute nicht weiß, wo sein Zähler hängt, den wird es morgen auch nicht interessieren.
Und wer gerne einen sog. dyn/flex Tarif haben möchten, darf ihn gerne beauftragen. Er wird nur feststellen (spätenstens nach Ende der „Spielephase“): Außer Spesen nichts gewesen ! Insbesondere jetzt, wo der Gaspreis die Stromkosten weiter nach oben treibt.
Nein, es geht um dezidierte Informationen zu Verbräuchen und Verhalten, mittels AI/KI auch kein Problem die genauestens auszuwerten.
Diskutiert wird auch, die 15 min auf 5 min herabzusetzen, dann wird’s nochmals genauer.
Oder einfach von Ferne die Periode auf 1 min zu setzen, da gibt es auch keine Info an die Haushalte, weder per eMail, noch am Gerät, resp. im Nachgang.
Follow the money !
„… dyn/flex Tarif – Er wird nur feststellen …Außer Spesen nichts gewesen ! Insbesondere jetzt, wo der Gaspreis die Stromkosten weiter nach oben treibt.“
nun ja, 20 Cent/ kWh ist kein Dreck
https://data.nordpoolgroup.com/auction/day-ahead/prices?deliveryDate=2026-03-18¤cy=EUR&aggregation=DeliveryPeriod&deliveryAreas=GER
„Ein Haushalt, der bis heute nicht weiß, wo sein Zähler hängt, den wird es morgen auch nicht interessieren.“
Solange Der nur meinen Verbrauch zählt, interessiert mich das auch nicht.
Den Rest finde ich auf einem ca 14 x 7 cm großen Bildschirm. 🥳
Sie haben Recht und es ist sogar noch schlimmer, denn als normale Stromkundin oder als Haushaltstromkunde hat man dann ein Smart-Meter (mit höheren Grundgebühren und evtl. Einbaukosten), aber immer noch keine Information zur lokalen Auslastung des Stromverteilnetzes, hinter der ONS, bzw. dem rONT in der Niederspannung (“ ’netzdienliches‘ Verhalten zu ermöglichen“ ist dabei (teils, Ausnahmen?) nur ein vorgeschobenes Argument der VNBs?).
Warum eigentlich Millionen von „Smart-Metern“, also intelligente Messsysteme bzw. moderne Messeinrichtungen die Daten senden, in allen einzelnen Haushalten deren Konsumverhalten von 1999 bis 2025 mit einem einzigen Standardlastprofil modelliert wurde? Wo ist der Nutzen für Allerweltskunden die weder E-Auto laden noch Wärmepumpe noch PV in ihrer Wohnung haben? Nur um Millionen Endkunden mehr Kosten aufbürden zu können?
Für den Verteilnetzbetreiber ist doch nur relevant wie sich die Summe der Kunden in einem Teilgebiet verhält, und wie dadurch Trafostationen und Leitungen ausgelastet sind. Das müssen sie selber überwachen und selber bezahlen, gehört zum Auftrag, die Netzentgelte sind schon hoch genug.
Sehr viel Kritik hier, wenig Wissen. Fragen Sie doch mal die bundesnetzargentur, die gibt die Vorgaben, die Unternehmen versuchen umzusetzen. Jeder der hiervon betroffen ist, kennt den Konflikt zwiwchen Politik, Theorie und Praxis…
@Matthias H.: Mit Verlaub, die BNetzA setzt um, was die Großen der Energiebranche gerrne sehen würden, vgl. Heraufsetzung der Verzinsung vom Eigenkapital oder Reportingvorgaben, die kleine Netzbetreiber strangulieren, aber große locker stemmen. Sie redet auch der weiteren Machtkonzentration der großen Erzeuger/Netzbetreiber das Wort. Nur wenn’s mal etwas zu arg wird, dann setzt sie leise Kritik ab, aber nicht zu viel, dosiert.
Und in den „Konsultationen“ der letzten Monate (u.a. Agnes, MiSpeL) konnte man die ausgestrahlte Arroganz einiger Vertreter am Bildschirm der zOOm-Schalte „spüren“.
Verbaute intelligente Messsysteme bedeuten gar nichts. Ich habe seit neun Monaten eines und eigentlich gehöre ich gleich aus mehreren Gründen zu den Pflichteinbau Kandidaten, trotzdem ist eine Abbrechnung des dynamischen Stromtarif nicht möglich.
Ursprünglich wollte ich diesen Tarif bereits am Jahresanfang 2025 über die Stadtwerke München beantragen, wobei mir diese gleich erklärten, dass ihnen weder der Einbau noch die Abrechnung möglich ist. Mein Hinweis auf die Gesetzeslage wurde mit „Wir können es aber nicht“ quittiert. Daraufhin zu Octopus gewechselt (Stromanbieter und Messstellenbetreiber), diese ermöglichten einen zügigen Einbau des Smartmeters, aber wie geschrieben bis heute keine Abrechnung möglich, weder Einspeisung noch Bezug. Und nein es liegt nicht am Mobilfunk am Einbauort herrscht super Empfang.
Eine Beschwerde bei der Bundesnetzagentur führte auch zu Nichts, ausser der sinngemässen Antwort, dass ich mich um meinen Einzellfall schon selber kümmern soll, aber sie dafür wenigstens ein Beschwerdeformular zur Verfügung stellen.
Schon klar, betrifft ja auch nur die paar Hanseln bei den Stadtwerken München, die übrigens aus meiner Sicht als Netzbetreiber weiterhin das Problem sind, kann man aber leider nicht wechseln…..