Elektroautos, Wärmepumpen und Photovoltaik-Heimspeicher als systematische Flexibilitätsressourcen zu nutzen, ist das erklärte Ziel des Forschungsprojekts „DataFleX“. Mehr als 5.000 Elektrofahrzeuge, Wärmepumpen und Heimspeicher mit über einem Megawatt Leistung sollen für das ergänzende marktbasierte Engpassmanagement – auch Redispatch 3.0 genannt – erprobt werden, wie es zum Auftaktforum im Dena Future Energy Lab in Berlin am Donnerstag hieß. Ziel sei es, Millionen dezentraler Flexibilitäten marktbasiert zu aktivieren und damit Netzstabilität, Effizienz und Wirtschaftlichkeit zu erhöhen.
Im Projekt „DataFleX“ sollen dafür die technischen Konzepte für einen sektorenübergreifenden Datenaustausch und ein Marktdesign mitsamt Monitoring entwickelt werden, mit dem die Integration der dezentralen Flexibilitäten gelingt, wie es weiter hieß. Bislang seien die Datenökosysteme getrennt. Nun soll erstmals ihre Kopplung über die Sektoren Energie, Verkehr und Wärme erfolgen. Damit soll die Grundlage geschaffen werden, Flexibilitätsdaten aus Elektrofahrzeugen standardisiert, sicher und nahezu in Echtzeit bereitzustellen. Hierdurch könnten die Netzbetreiber künftig auf ein bisher ungenutztes Potenzial dezentraler Assets zugreifen und dieses skalierbar nutzen.
Auf Basis der technischen Konzepte soll es dann ein Pilotprojekt in den Regelzonen der Übertragungsnetzbetreiber Tennet Germany und Transnet BW geben. Dort werde erprobt, wie dezentrale Flexibilitäten künftig im realen Netzbetrieb für Maßnahmen des Engpassmanagements genutzt werden können, hieß es weiter. Daneben werde gemeinsam mit dem Verteilnetzbetreiber Avacon Netz das „Flexband“ zur Einhaltung von Verteilnetzrestriktionen getestet. Mit OLI Systems/Enorin, Octopus Energy und MVV Energie/Beegy sind auch drei Aggregatoren beim Projekt „DataFleX“ beteiligt. Ihnen komme eine zentrale Rolle bei der Bündelung und marktrechtlichen Bereitstellung dezentraler Flexibilitäten zu. Auch mehrere Fraunhofer-Institute sowie die Forschungsstelle für Energiewirtschaft (FfE) sind dabei.
Das Projekt startete offiziell im Oktober 2025. Es hat eine Laufzeit von 16 Monaten. Das Bundeswirtschaftsministerium fördert „DataFleX“ mit mehr als sieben Millionen Euro aus EU-Mitteln. Das Gesamtvolumen des Vorhabens wird von den Projektpartnern mit etwa zwölf Millionen Euro angegeben.
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