BMW und Eon bringen ein gemeinsames Angebot für bidirektionales Laden auf den Markt. Sogenannte Vehicle-to-Grid-Lösungen waren bisher meist auf Pilotprojekte oder zeitlich und regional begrenzte Testbetriebe beschränkt. Mit dem neuen Angebot geht es auch für Privatkundinnen und -kunden nun in die kommerzielle Phase.
Das Angebot kommt als Produktpaket und umfasst die BMW Wallbox Professional, den Stromtarif „E.ON Ökostrom Home & Drive V2G“, bei dem ein Einspeisevertrag sowie ein intelligentes Messsystem vorhanden ist. Zudem funktioniert das Angebot nur mit BMW-Modellen der „Neuen Klasse“. Das umfasse den Angaben zufolge unter anderem den iX3, sowie weitere neue i-Modelle.
Laden und Entladen des Fahrzeugs erfolgen automatisiert über einen von BMW und Eon gemeinsam entwickelten Algorithmus. Kundinnen und Kunden erhalten einen pauschalen Bonus von 24 Cent pro Stunde, in der das Fahrzeug an die Wallbox angeschlossen und die V2G-Funktion aktiviert ist. Für die Berechnung des Bonus ist es unerheblich, ob tatsächlich geladen oder entladen wird. Maximal sind so Einnahmen von 60 Euro pro Monat beziehungsweise 720 Euro pro Jahr möglich. Zusätzlich wird jede tatsächlich ins Netz zurückgespeiste Kilowattstunde mit 40 Cent vergütet. Nach Angaben der Anbieter lassen sich allein mit dem entladeunabhängigen Jahresbonus rechnerisch bis zu 14.000 Kilometer Fahrleistung abdecken. In der Beispielrechnung geht der Fahrzeughersteller BMW von einem Arbeitspreis von 32,97 Cent pro Kilowattstunde und einem Verbrauch von 15,1 bis 17,9 Kilowattstunden pro 100 Kilometer aus.
Die Partner locken mit einer Sonderaktion. Die ersten 100 Kundinnen und Kunden erhalten zudem einen Rabatt von 700 Euro auf die BMW Wallbox Professional, eine der wenigen derzeit verfügbaren bidirektionalen Wallboxen für den Heimgebrauch.
Als alternativen Einstieg bieten BMW und Eon zudem ein Modell für unidirektionales, netzdienliches Laden (Vehicle-One-Grid Level, V1G) an. Dabei wird der Ladevorgang zeitlich optimiert, ohne dass Strom aus dem Fahrzeug ins Netz zurückgespeist wird. Das System verschiebt das Laden automatisch in Zeitfenster mit niedrigen Strompreisen und hoher erneuerbarer Erzeugung, typischerweise in die Nachtstunden zwischen null und sechs Uhr. Voraussetzung ist, dass das Fahrzeug während dieser Zeit an eine Wallbox angeschlossen ist.
Für diese Flexibilität erhalten Kundinnen und Kunden einen jährlichen Bonus von bis zu 240 Euro. Das V1G-Angebot ist markenübergreifend innerhalb des BMW-Konzerns nutzbar und kompatibel mit der BMW- und MINI-Wallbox Plus, dem Multifunction Charger sowie mit anderen AC-Ladelösungen. Im Gegensatz zum V2G-Modell ist keine bidirektionale Ladehardware erforderlich.
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Auch wenn ich es E.On eigentlich nicht gönne. Solche Nachrichten gehören anstelle „Elektro-Ramsch / Kippt das Verbrenner aus / etc. in die Top-Nachrichten. ______________________________________________
Warum nicht mehr sowas? – Fahre Auto ohne zu zahlen. 60 € / Monat bei 20 kWh/100 km und 0,3 €/kWh -> 60 €/0,3 = 200 kWh bzw. 1.000 km pro Monat!! Das ist die Zukunft. 12.000 km pro Jahr gratis. Das reicht für jeden. Die restlichen 3.000 km werden eh außerhalb über DC geladen, wenn man von einem 15.000 km Jahresschnitt ausgeht. Da denke ich spreche ich für den deutschen Schnitt.
Boah eh 😳, Preise wie im Puff.
6€ für 20 kWh (100 km) …
hier in Norge 1,40 € für 20 kWh
Ford bietet das jetzt zusammen mit Octopus Energie für die MEB basierten Elektromodelle an 🙂
das heißt, ich gebe Eon Zugriff auf mein 80.000€ Auto damit der Konzern meinen 20.000€ Akku nutzt um Geld zu verdienen und bekomme dafür ein Almosen.
Gilt §14 eigentlich auch für bidirektionales Laden?
Muss ich dem NB erlauben neben meiner Wärmepumpe, meinem Akku, meiner PV Anlage, meiner Wallbox, nun auch das angeschlossene Auto nach freiem Ermessen steuern zu können?
Aber Hauptsache es wird mit ein paar Euro geworben.
Finde auch, dass es sich recht „vergiftet“ liest. Man bekommt 40 Cent für’s Einspeisen einer kWh, die man zuvor für 30 Cent aus dem Netz gezogen hat? Plus Umwandlungsverluste wohl eher ne schwarze Null.
Warum immer diese „Netzbetreiber-Kraken-Lösungen“? Wie gesagt, Auto DC mit dem vorhandenen PV-WR angeschlossen, so dass der PV-Überschuss schon DC seitig ins Auto geladen werden kann. Über die Schiene kann dann auch der Akku des BEV als Hausspeicher fungieren. Keep it simple, und den Versorger/Netzbetreiber besser raus!
Guten Tag.
Das Szenario ist ein gut durchdachter Test , unter den realen Bedingungen des unvorhersehbaren Lebens.
Die „Testergebnisse“ nach einem Kalenderjahr würden
mich eiskalt interessieren.
0.1. Hat es der Haushalt geschafft wenigstens die niederschwelligste Einstiegshürde im “ BMW im Stromnetz “ – Test zu meistern ? Also das Verkabeln des Autos /Aktivieren des V2G über mindestens 250 Stunden im Monat ? Oder kam im Rückblick das Leben an sich in die Quere, und es fehlte schlichtweg die Zeit den BMW jeden Tag/ jede Nacht stundenlang an die elektronische Leine zu legen ?
0.2. Wieviel kWh wurden eingespeichert und wieviel kWh wurden ausgespeichert ?
0.3. Der Gewinn aus dem „Arbitrage- Handel“
…
V2everything ist zwar interessant, es löst aber das gegenwärtige Hauptproblem nicht :
*Batterie – Elektroautos sind irgendwie maßgeschneidert für Grundstückseigentümer mit Haus, Garage und Stellplätzen .
Die Hälfte der der Deutschen wohnt aber in Mietimmobilien , vorwiegend Mietwohnungen.
Wohin mit der Wallbox?
Vielleicht muss man einen unbeliebten Gesetzesakt wagen , und die Kosten für BEV -Ladestrom Deutschlandweit angleichen ! Der Strom aus der eigenen Wallbox kostet dann genauso viel wie der Strom aus den Ladesäulen.
Maximal sozialistisch zwar , aber vermutlich würde dies die Verkäufe von BEV ankurbeln.
Die ganze Bevölkerung hätte in der Folge Interesse daran, die Strompreise für „BEV-Laden “ zu senken.
H2-Brennstoffzellen-Fahrzeuge werden vermutlich für immer eine Nische in der Nische bleiben.
Trotzdem – vielleicht sollten die Hersteller diesbezüglich spielerischer denken. Eine kleine H2 / Brennstoffzelleneinheit im SUV könnte als Öko-Range – Extender ( 70 – 120 Kilometer) die Reichweitenangst eliminieren.
Das e.ON Angebot ist nur möglich, wenn an dem Anschluß keine PV Anlage mit Eigenverbrauchsregelung angeschlossen ist.
Für den PV Dacheigner ist V2H deutlich einfacher und rechnet sich ebenfalls:
5 Monate (Übergangszeit mit WP) * 10 kWh (aus dem eAuto) * 30 Tage * 20 €ct/kWh (Delta: Bezugspreis – Kosten vom Dach) = 300 € Ersparnis !
… und das ohne neue (Knebel-) Verträge, Abhängigkeiten, neue Meßkonzepte und zeitliche Pflichtverfügbarkeiten.
… UND, es ist kein sog. SmartMeter erforderlich – es kann sofort umgesetzt werden.
Wer Eon vertraut ist selbst schuld. Eon ist einer der Gründe warum man vor 30 Jahren angefangen hat sich Solarplatten aufs Dach zu bauen. Eon gehört zu den größten Verhinderern der Energiewende. Eher lasse ich mein Auto abschleppen als bei Eon zu laden.
Ich traue dem Bayernwerk (E ON) nicht. Bei mir hat das Bayernwerk letztes Jahr drei mal den vollen PV Speicher meiner PV Anlage ins Netz eingespeist, ohne dies mit mir abzusprechen. Jetzt hat mir das Bayernwerk mittgeteilt, dass mein PV Speicher maximal 5,5 KW ins Netz einspeisen kann. Das hatte ich das Bayernwerk weder gefragt, noch hatte ich dem Bayernwerk erlaubt meinen PV Speicher volle Bulle zu endladen.