Nürnberger Polizei hebt Bande von Photovoltaik-Kabeldieben aus

Kupferkabel, Pixabay

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Seit November 2025 verzeichnete die Polizei in Mittelfranken immer wieder Einbrüche in Solarparks. Dabei ging es den Tätern jeweils um die kupferhalten Stringkabel der Photovoltaik-Anlagen. Nun gelang der Kriminalpolizei ein Ermittlungserfolg. Sie nahm Ende Januar sechs rumänische Männer im Alter zwischen 23 und 37 Jahren fest. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Darmstadt seien alle Tatverdächtigen dem zuständigen Ermittlungsrichter am Amtsgericht Lampertheim vorgeführt worden. Sie befinden sich seither wegen des Verdachts des schweren Bandendiebstahls in Untersuchungshaft in verschiedenen Justizvollzugsanstalten in Deutschland.

Nach dem bisherigen Ermittlungsstand der Kriminalpolizei Nürnberg sollen die Täter allein zwischen November 2025 und Januar 2026 mindestens acht Einbrüche in Solarparks in Neuendettelsau, Heilsbronn, Petersaurach, Röckingen und Mühlhausen verübt haben. Sie hätten sich dabei gewaltsam Zugang zu den umzäunten Photovoltaik-Anlagen verschafft, wie die Polizei weiter berichtet. Sie entwendeten teilweise bis zu 80 Kilometer Kabel aus den Solarparks, die sie direkt nach den Einbrüchen per Fahrzeugen abtransportierten. Der Schaden allein für die gestohlenen Kabel in den vorliegenden Fällen liegt nach Polizeiangaben in einem hohen sechsstelligen Bereich. Dazu kommen Ertragseinbußen und Reparaturkosten für die Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit in den Solarparks.

Zum Ermittlungserfolg schreibt die Polizei, dass in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Ansbach der Tatverdacht erhärtet werden konnte. Der Zugriff erfolgte dann auf frischer Tat. So hätten die sechs Tatverdächtigen am 27.1. 2026 einen erneuten Einbruch in einem Solarpark in Südhessen begangen. Im Tatfahrzeug konnten die Ermittler dabei größere Mengen der Stringkabel aus der Photovoltaik-Anlage sicherstellen. Allein in dem Fall beläuft sich der Materialschaden an dem Solarpark bereits auf einen niedrigen sechsstelligen Betrag.

Die Kriminalpolizei Nürnberg prüft aktuell, ob die Tatverdächtigen für weitere Einbrüche in Solarparks in Mittelfranken und anderen Teilen Deutschland verantwortlich sein könnten.

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