Das Forschungsprojekt BDL Next untersucht bereits seit Ende 2023 die Potenziale des bidirektionalen Ladens. Nach drei Jahren Laufzeit, so die damalige Ankündigung, sollten für bidirektionales Laden taugliche Serienfahrzeuge mittels standardisierter Technologien in energiewirtschaftliche Marktprozesse, den Netzbetrieb und das Energieökosystem der Anwender integrierbar sein. Ob sich das tatsächlich umsetzen lässt, hängt von etlichen Faktoren ab – die gesetzlichen Rahmenbedingungen sind seit der letzten Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) immerhin besser geworden. Bereits in diesem Frühjahr startete BDL Next auch einen Aufruf, um 20 Pilotkunden für einen Feldversuch zu finden. Dieser wurde nun erneuert, der Start ist im Mai und Interessenten können sich noch bis Ende Februar melden.
Die Zielgruppe ist allerdings sehr speziell: Wer mitmachen möchte, muss in einem Ein- oder Zweifamilienhaus in den Netzgebieten der Bayernwerk Netz und Westnetz wohnen, das über einen eigenen Stellplatz und eine Photovoltaik-Anlage ohne Volleinspeisung verfügt. Vor allem aber muss ein Elektroauto vom Typ BMW iX3 (Kauf oder Privatleasing) bereits bestellt sein, der Auslieferungstermin muss vor Juli dieses Jahres liegen.
Zudem sind Elektroinstallationen erforderlich, die aber für die Teilnehmer kostenlos durchgeführt werden. Weitere Voraussetzung ist die Bereitschaft zur Teilnahme an anonymisierten Umfragen und Erhebungen im Rahmen des Projekts. Eine bidirektionale Wallbox von BMW sowie ein Heimenergiemanagementsystem von GridX werden kostenlos gestellt. Die Konsortialpartner von BDL Next versprechen zudem enge Betreuung durch „First-Level-Support“ während des Feldversuchs sowie die Möglichkeit, weiterführende Fragen zu klären.
Für den im bidirektionalen Ladebetrieb zurückgespeisten Strom gibt es eine Vergütung. Im Rahmen der Testphase sollen die Teilnehmer durch finanzielle Anreize motiviert werden, Batteriekapazität für flexible Lade- und Entladevorgänge bereitzustellen. Eine App soll die Optimierung der Ladestrategien ermöglichen und außerdem sicherstellen, dass immer genügend Ladekapazität für spontane Fahrten verfügbar bleibt.
Wer Interesse hat und die Voraussetzungen erfüllt, kann sich bis zum 28. Februar an die Mail-Adresse bdlnext@bmw.de wenden. Das Projekt BDL Next wird von einem Konsortium aus Forschungsinstituten und Unternehmen unter Federführung der Forschungsstelle für Energiewirtschaft durchgeführt.
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Ehrlich? Was will man da „erforschen“. Und außerdem macht man wieder den 2. Schritt vor dem 1.! Ich habe eine PV-Anlage, ein Eigenheim und einen Stellplatz. Leider keinen iX3. Liebend gern hätte ich ein BEV, dessen Akkuspeicher der PV-Wechselrichter via DC-Anschluss „bewirtschaften“ kann. Allerdings würde ich das dann auf den reinen PV-Überschuss beschränken. Was ja auf der DC-Ebene auch Sinn macht. Wenn im Winter Windstrom im Überschuss da ist, würde ich nicht den BMW Akku dafür ‚kneten‘ lassen.
Vermutlich ist das aber eine Kopplung auf AC Ebene? Das macht denke ich einen großen Unterschied! Wenn der Fahrakku AC-seitig angebunden ist, sind im Auto oft eine Menge Steuergeräte aktiv, die im Stand dann dennoch 200-300 Watt ziehen. Damit ist aber das ganze Speichermodell schon wieder unwirtschaftlich. DC-Anbindung und so gut wie kein Verbrauch von Peripheriegeräten, das wäre eine Lösung auf die denke ich viele Eigenheimbesitzer warten. Dann erübrigt sich der 10kWh Speicher im Keller, wenn ein 100 kWh-Speicher vor der Tür steht!
Als extra Goodie hätte man dann im Fall der Stromausfälle wie kürzlich in Berlin auch eine Möglichkeit das Haus weiter unter Strom zu haben; einfach das Auto 1x extern aufladen, und daheim wieder anstecken. Bei der Akkugröße des iX3 reicht das selbst im Winter und mit Wärmepumpe 2 Tage.