Die CMBlu Energy AG und die Uniper Kraftwerke GmbH haben eine Rahmenvereinbarung über die Lieferung von mindestens fünf Gigawattstunden an Organic-Solidflow-Batteriespeichern geschlossen. Dabei soll Uniper die Batteriesysteme in Tranchen von jeweils mindestens 100 Megawattstunden abrufen können, wie die Unternehmen am Montag mitteilten. Die ersten Lieferungen könnten ab 2027 erfolgen. Die Laufzeit der Rahmenvereinbarung beträgt zehn Jahre bis 2037.
Die Unterzeichnung, die bereits vor knapp zwei Wochen erfolgte, fußt auf einem gemeinsamen Pilotprojekt. So sei kürzlich die erfolgreiche technische Abnahme in einem Site Acceptance Test (SAT) eines Batteriesystems erfolgt, in dem die Eignung der Technologie sowohl für Netzdienstleistungen als auch ihr Potenzial für einen zukünftigen, großskaligen und sowohl netz- als auch marktdienlichen Einsatz im Multi-Stunden-Bereich nachgewiesen wurde. Dies bilde die Grundlage für einen weiteren Aufbau von stationären Langzeitspeichern in Deutschland, so die Unternehmen weiter. Die industrielle Skalierung der Projekte sei dabei eng an nachgewiesene technische Reife, Projekterfahrung und Marktnachfrage gekoppelt.
Die Solidflow-Batteriespeicher von CMBlu basieren auf der patentierten Kombination einer organischen Redox-Flow-Technologie mit Solid-State-Speichermaterialien. Sie weisen dabei eine hohe Zyklenfestigkeit, lange Lebensdauer, nicht brennbare Elektrolyte so wie den Verzicht auf kritische Rohstoffe wie Lithium, Kobalt oder Nickel auf.
Constantin Eis, CEO von CMBlu Energy, sieht in der langfristigen Vereinbarung mit Uniper einen wichtigen Meilenstein zur industriellen Skalierung der Speichertechnologie. „Der Site Acceptance Test ist ein wichtiger Zwischenschritt in unserer Zusammenarbeit mit CMBlu. Die Solidflow‑Technologie zeigt vielversprechendes Potenzial, zugleich müssen sich ihre Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit im großskaligen Einsatz erst noch weiter bestätigen“, ergänzte Arne Hauner, Director Innovation bei Uniper. Ergänzend zu den Lieferverträgen wollen beide Unternehmen auch langfristige Service- und Wartungsvereinbarungen abschließen.
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