Mit dem Ausbau von Photovoltaik und Windkraft in Deutschland wird die Stromerzeugung volatiler, was sich in den Preisen an der Strombörse niederschlägt. Diese entwickeln sich immer mehr in Richtung der Extreme. So verzeichnete Naturstrom nach der am Montag veröffentlichten Analyse für das Jahr 2025 einen Rekord von 573 Stunden mit negativen Strompreisen. Dies sind nochmal 116 Stunden mehr als 2024. Auch weiter zugenommen haben die Stunden, in denen der Börsenstrompreis unter 30 Euro die Megawattstunde lag. Bei den Niedrigpreisstunden war der Anstieg der Auswertung zufolge mit 1231 auf 1284 Stunden allerdings nicht ganz so enorm.
Auf der anderen Seite nehmen aber auch die Zeiten zu, in denen Strom mehr kostet. So sei die Zahl der Stunden, in denen der Börsenstrompreis bei mehr als 200 Euro pro Megawattstunde lag, um 25 Prozent auf 162 gestiegen. Das durchschnittliche Preisniveau lag mit 89,08 Euro pro Megawattstunde rund 10,5 Euro über dem Niveau von 2024. Leicht rückläufig sei dagegen die Spannbreite der Extrempreise, wobei die 936,28 Euro pro Megawattstunde im Jahr 2024 auch ein einmaliger Ausreißer nach oben waren. Insgesamt, so die Naturstrom-Analyse, lagen die Börsenstrompreise im vergangenen Jahr zwischen maximal +583,4 Euro pro Megawattstunde und -250,32 Euro pro Megawattstunde. Der tiefste Preis im Jahr 2024 lag nur bei -135,45 Euro pro Megawattstunde. Im Jahr 2023 waren es noch -500 Euro pro Megawattstunde.
Diese Zunahme der Hoch- und Niedrigpreisstunden zeigt deutlich, dass Flexibilitäten im deutschen Stromnetz fehlen. Naturstrom drückt es optimistischer aus und spricht von steigenden Flexibilitätsoptionen. „Ein modernes Stromsystem auf Basis erneuerbarer Energien muss flexibel und digital sein. Deutschland befindet sich hier in einem Aufholprozess, weshalb sich der Verbrauch noch nicht ausreichend der Erneuerbaren-Erzeugung anpasst“, sagt Naturstrom-Vorstandschef Oliver Hummel. „Das führt zu einer Zunahme der extremen Preisausschläge im Markt.“ Davon könnten Besitzer von größeren steuerbaren Stromverbrauchern, wie Wärmepumpen, Wallboxen oder Speicher profitieren. Wenn sie mit dynamischen Tarifen ihre Verbräuche in die Niedrigpreiszeiten schieben, könnten sie Kosten sparen. Gleichzeitig würden sie dazu beitragen, „das System immer besser auf die Erneuerbaren auszurichten“, so Hummel weiter.
In einer Studie aus dem vergangenen Jahr hatte Naturstrom eine Kostenersparnis für Besitzer von Elektroautos von bis zu 80 Prozent berechnet, wenn sie dynamische Stromtarife und vergünstigte Netzentgelte für das Laden nutzen.
Naturstrom gibt sich zuversichtlich, dass 2026 und die Jahre danach deutliche Fortschritte bei den Flexibilitätsoptionen bringen werden. So komme der Netzausbau auf Übertragungsebene deutlich voran. Auch beim Smart-Meter-Rollout seien Fortschritte zu erwarten. Zudem werden mehr große Batteriespeicher ans Netz gehen und kleine Photovoltaik-Heimspeicher künftig leicher systemdienlich genutzt werden können. „Wir sind nun an einem Punkt, an dem wir unser Energiesystem grundlegend upgraden. Wenn wir das klug anstellen, wird das viele Vorteile haben“, sagt Hummel. „Die Basis dafür bleibt der Ausbau Erneuerbarer Energien in hohem Umfang, auch als Innovationstreiber. Die aus der Ökostrom-Erzeugung resultierenden Preissignale müssen dann viel stärker im Markt genutzt werden.“
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Zitat aus dem Artikel.
Deutschland befindet sich hier in einem Aufholprozess, weshalb sich der Verbrauch noch nicht ausreichend der Erneuerbaren-Erzeugung anpasst“, sagt Naturstrom-Vorstandschef Oliver Hummel. „Das führt zu einer Zunahme der extremen Preisausschläge im Markt.“ Zitat Ende.
Deutschland befindet sich nicht in einem Aufholprozess, sondern in einem Abwürgeprozess. Seit 2010 haben die EE keinen gesetzlichen „Verbrauchsvorrang“ mehr Bis dahin wurden die Erneuerbaren den Versorgern entsprechend ihrem Versorgungsvolumen mit grünen Bändern zwangszugeteilt. Sie waren in den Markt integriert, und konnten nicht wie gegenwärtig als monetärer Spielball missbraucht werden, wodurch diese Verwerfungen zu stande kommen.
Ich hab schon X mal die Merit Order Grafik gepostet, wo die Nachfrage N1 auf N2 sinkt und deshalb der Preis von P1 auf P2 fällt. Diese Preis Ausreißer waren nach diesem alten System so nicht möglich
Sollte es jemand interessieren wie es funktionierte, hier noch einmal die Merit Order Grafik
https://de.wikipedia.org/wiki/Merit-Order
Das vierte Bild hoch scrollen , da kann man sehen wie H1 zu H2 und P1 zu P2 wird wenn die EE vorrangig verbraucht werden.
Wir haben in Deutschland eben nach wie vor keine Batteriekapazität am Netz, die die Ausschläge nach oben und unten glätten würden. Jede Woche werden uns massenweise Ankündigungen zu Großspeichern präsentiert, aber wir bekommen die nach wie vor nicht ans Netz, obwohl genehmigte Speicherprojekte typischerweise in 2-6 Monaten realisiert werden können.
Die ganzen Speicher in Privathaushalten verhalten sich überwiegend nicht oder nur bedingt netzdienlich und an Großspeicher haben wir Stand 01.01.2026 nur 3,62 GWh am Netz. Das reicht nur, um den Strombedarf in Deutschland für etwa 5 Minuten zu decken. Das ist nichts. Ein Tag hat 1440 Minuten.
Nicht durch das Merit-Order-Prinzip, wie fälschlicherweise immer behauptet wird, sondern durch Uniform Pricing (pay-as-clear) ergeben sich dann diese heftigen Preisspreizungen. Merit Order wäre auch ohne Uniform Pricing mit pay-as-bid umsetzbar. Jeder bekommt den Preis, zu dem er an der Börse angeboten hat. Als 2022 in Folge des russischen Überfalls auf die Ukraine die Gas- und Strompreise explodiert sind, hat die Politik auch eine Umstellung erwogen. Aber die Wechsel- und Nebenwirkungen sind äußerst komplex und Uniform Pricing hat nicht nur Nachteile. Sowie der Strompreis wieder etwas gesunken war, war dann jeder Reformwille für Marktdesign des Stromhandels wieder erloschen.
In der Summe aus fehlender Batteriekapazität, EE-Ausbau und Uniform Pricing werden die täglichen Preisspreizungen erst mal weiter zu nehmen. Wenn wir auf dem EE-Ausbaupfad aus §4 EEG bleiben, brauchen wir bis 2030 mindestens 400 GWh an Großspeichern am Netz. Ob wir die bekommen, ist einstweilen offen.
Gernot schreibt.
Nicht durch das Merit-Order-Prinzip, wie fälschlicherweise immer behauptet wird, sondern durch Uniform Pricing (pay-as-clear) ergeben sich dann diese heftigen Preisspreizungen. Merit Order wäre auch ohne Uniform Pricing mit pay-as-bid umsetzbar.
@ Gernot.
Da haben Sie was falsch verstanden. Es behauptet doch hier keiner Merit Order wäre die Lösung.
Was mich betrifft, ich behaupte die Erneuerbaren müssen wieder gesetzlich „vorrangig“ verbraucht werdenden, das ist der Punkt. Dann spielen sie bei der vortäglichen Preisfindung, sprich Day Ahead, eine Rolle in dem sie nach dem Merit Order Prinzip die teuersten Gaskraftwerke verdrängen. Dazu kommt, dass sie immer an der Stelle verkauft werden, wo die Preise entstehen, nämlich beim Day Ahead Handel.
Schauen Sie mal wo die gegenwärtig verramscht werden um die Netze nicht zu überlasten.
https://www.ee-news.ch/de/article/27409
Zitat: Billig an der Börse Das steigende Angebot an erneuerbaren Energien – so beleuchtet die Studie – lässt die Preise am Spotmarkt der Strombörse sinken. Betreiber von konventionellen Kraftwerken, die ihren Strom schon lange vorher zu hohen Preisen verkauft haben und termingerecht liefern müssen, können ihren Gewinn aber noch steigern, indem sie den Strom nicht selbst erzeugen, sondern billig an der Börse kaufen. Ausgerechnet die schmutzigen Kraftwerke werden so zu Gewinnern der Energiewende Zitat Ende.
An dieser Stelle steht der Preis ohne die EE schon fest.
Ein komplexes Thema, und eine Goldgrube für die Stromwirtschaft.
Ich hätte gern von den Schlaumeiern hier erfahren, wie sie ihren Stromverbrauch flexibel gestalten können, wenn sie kein E Auto vor dem Haus haben. Sie sprechen nur von einem Bruchteil der Kunden. 80% der Haushalte konsumieren zwischen 1500 und 3000 KWh im Jahr.
Richtig ist, dass die meisten Haushalte noch keine großen schiebbaren Lasten haben und ohne schiebbare Lasten dynamischen Stromtarife nicht geeignet sind. Haushaltsgroßgeräte wie Waschmaschine, Geschirrspüler, Wäschetrockner ergeben höchstens in Haushalten mit 5 und mehr Personen ein signifikantes schiebbares Volumen und natürlich will niemand nachts um 3 Uhr die Waschmaschine anstellen.
Aber einiges wird sich sukzessiv ändern. Wir werden auf 100% Elektromobilität umstellen. Natürlich nicht alle, aber auch viele Haushalte in MFH werden Wallboxen für ihren Stellplatz bekommen. Mit den immer weiter fallenden Batteriepreisen wird es selbst für Haushalte in MFH interessant, Batterien zu nutzen (Mieterstromprojekte etc.). Viele rechnen nur mit dynamischen Stromtarifen. Je nachdem, wie der lokale Verteilnetzbetreiber die zeitvariablen Netzentgelte ausgestaltet hat, können diese ein deutlich größeres Sparpotenzial bieten. Und anders als bei dynamischen Stromtarifen ist das immer für ein Jahr garantiert, weil die Entgelte und Zeiten feststehen.
Einige Verteilnetzbetreiber sabotieren effektiv aber auch wieder zeitvariablen Netzentgelte, weil sie die so ausgestalten, dass die für niemanden Sinn ergeben. Die sabotieren auch den Smartmeter-Rollout und effektiv sabotieren sie die Energiewende.
Die größten Hebel gibt es natürlich bei den größten Verbrauchern, also mit E-Auto oder Wärmepumpe… so ist das nun mal.
Aber der Streif am Horizont für „alle“ ist schon überdeutlich sichtbar, wenn nur endlich die Smartmeter schnell zur Verfügung stehen. Dann reicht ein Speicher im Haus oder auch in der Mietwohnung völlig aus, um die Flexibilitäten gewinnbringend zu nutzen. Der Speicher braucht nur an die Steckdose, ggf. noch Split Klima an die externe Steckdose und man braucht sich ansonsten um nichts weiter zu kümmern. Der Speicher puffert mit dyn. Tarifen ganz automatisch und unmerklich im Hintergrund.
Die Geräte gibt es bereits, Frau Reiche muss das nur endlich erkennen und hinterherkommen. Auch im Übrigen mit niedrigen var. Netzentgelten, dann lohnt sich solch ein Speicher auch bei kleineren Verbräuchen…. und es wäre ein enormer Mehrwert für Netzdienlichkeit im System.
@Radlcaesar: Das ist genauso !
Die sog. dyn/flex Tarife sind die Nische in der Nische – aber werden hoch gejauzt, als wären sie die Lösung.
Wer dies meint, möge einfach einmal nach Oz schauen und lesen, wie dort die Haushalte brutal über den Tisch gezogen werden. als ob eine WaMa zur Nutzung eines sog. dyn/flex Tarif qualifiziert.
Und der Unsinn mit den Zwangs-Rollout sog. SmartMeter geht nochmals weiter:
– die Netzbetreiber kennen Ihre Netze, die brauchen die Daten nicht.
– Wer sich ohne PV „netzdienlich“ verhalten will, schaut aus dem Fenster: Sonne oder Wind
– Es sind die perfekten Tools, für Daten, Daten, Daten und dann gezielt Tarife zur weiteren Ertragsmaximierung der Energiekonzerne.
– Gleichzeitig können von Ferne – ohne Kenntnisse der Haushalte – die Intervalle auf 1 min gesenkt werden, damit wird es nochmals um Größenordnungen interessanter.
@ E. Wolf
„Und der Unsinn mit den Zwangs-Rollout sog. SmartMeter geht nochmals weiter“
Es wird nicht wahr, auch wenn Sie es hundert Mal wiederholen. Lesen Sie endlich das Gesetz dazu oder halten Sie bitte Ihre Finger still. Danke.
( zudem vermindern die ‚dyn/flex Tarife‘ (teils) die Strommengen für die Regelenergieanbieter und evtl. auch erkennbarer bei den Redispatch-Strommengen, bisher lukrative, exklusive StromMärkte(?)
Ja, man erkennt damit, wie sich die Branche ‚entwickelt‘ hat, über die Jahre … transparent, und so … )
Z.B. mit einem Anker Solix AC Speicher. Kann sich jeder Mieter anschaffen. Ist skalierbar und man braucht nicht mal Module dafür.
ja, genau, jeder hat dann so einen feuer- und ex-festen Speicher im Haus/Wohnung. Also neben Auto, Smartfon, Roller, ….
Und als Mieter wird er den Hausherrn zu einer PV-Anlage bringen, oder bei den billigen Stunden ohne eigene PV wird sein Smart-Rechner binnen Sekunden den billigen Strom ziehen und die anderen dummen Rechner und drögen Speicherbesitzer ohne Automatikrechner kommen zu spät.
Und natürlch muss der Zählerschrank vom Installateur für ein paar Tausend Euro angepasst werden.
Alles kein Problem, denn die Rendite bringt es dem Mieter binnen Monaten, nein Wochen rein.
PV und E-auto machen nur Sinn auf dem Land.
Dort hat man dann 2 Fahrzeuge – das E-Auto für die Kurzstrecke.
Hallo Leute überlegt doch mal. Um einen Preis zu finden gehört ein Angebot und eine Nachfrage.
Auf diese beiden Komponenten muss Verlass sein, wenn der Preis verlässlich sein soll.
Das kann nicht funktionieren wenn das Angebot Spekulationsmöglichkeiten bietet. Und das ist gegenwärtig der Fall.
Bis 2010 war auf das Angebot insofern Verlass. Die EE wurden mit sogenannten grünen Bändern den Versorgern „zwingend“ zugeteilt, und die Bilanzkreis Verantwortlichen mussten sie am Day Ahead, dem Vortageshandel – mengen und preismäßig – berücksichtigen. Für Spekulationen gab es keine Möglichkeit.
Das hat sich ab 2010 geändert. Die EE sind aus den Bilanzkreisen raus genommen worden, und müssen an der Börse separat vermarktet werden. Fallen dort als Überschuss an, und sorgen bei den Händlern für Schnäppchen. Etwa 2 Jahre hats gedauert bis das monetäre Spiel der Stromwirtschaft mit den Erneuerbaren begonnen.hat.
Siehe hier.
https://www.diepresse.com/732800/gefahr-durch-stromhaendler-zocken-bis-zum-blackout
und hier.
https://www.deutschlandfunk.de/beinahe-blackout-in-deutschland-bundesnetzagentur-ruegt-100.html
Ich brings kurz auf den Punkt.
Die Bilanzkreis Verantwortlichen haben in Erwartung eines Sturmtiefs beim Vortageshandel Day Ahead zu knapp kalkuliert, und zu wenig eingekauft. Wenn das mehrere machen wird aus den Schnäppchen eine teure Angelegenheit, weil die Reserve ran muss.
Dem kann man nur Einhalt gebieten, in dem die EE wieder vorrangig „gesetzt“ sind.
Lesen Sie die Studie die ich in meinem vorigen Kommentar gepostet habe, da wird das bestätigt.
Hallo Herr Hans Diehl.
Vielleicht verwechseln Sie die physikalische Verramschung der Erneuerbaren an der Börse, mit der finanziellen Verramschung der Erneuerbaren an der Börse?
Praktisch passt es Ihnen “ vom Gefühl“ her nicht , dass die günstigen Angebotspreise der Erneuerbaren Energien nicht “ für bare Münze“ genommen werden und schlichtweg bezahlt?
Die EEX Strombörse ist unfassbar komplex , und mit der banalen Aktienbörse überhaupt nicht zu vergleichen.
Ich habe mich ein wenig eingelesen , und für mich stellt sich die Situation wie folgt da :
Jeden Tag muss eine vollständig runde Torte aus 96 Einzelstücken für den hungrigen Souverän zusammengestellt werden, andernfalls
bricht der Souverän ( Das Volk ) in schwarze Tränen aus. Die 96 einzelnen Stücke der Torte können von verschiedenen Konditoreien bezogen werden, welche unabhängig voneinander ihren (noch lukrativen ) Verkaufspreis pro Segment festlegen.
Die Konditoreien Wind und Sonne arbeiten ausschließlich mit sehr unzuverlässigen Lieferanten zusammen, welche mal sehr viel, und mal sehr wenig Mehl in die Backstube liefern.Trotzdem tun die beiden Konditoreien immer ihr bestes.
Konditorei Sonne : 0,69 EUR pro Segment
Konditorei Wind: 0,99 EUR pro Segment
Konditorei Kathi : 3,45 EUR pro Segment
Konditorei Biogrün: 1,55 EUR pro Segment
Konditorei Sonstige: 1,77 EUR pro Segment
…
Obwohl “ Kathi“ an einem sonnigen Apriltag nur 6 Segmente liefert, und die restlichen Segmente von „Wind“ und “ Sonne“ stammen ( Der Mehllieferant hatte einen guten Tag ) , bekommen alle denselben hohen Preis den “ Meisterin Kathi “ bekommt für ihre
Tortenstücke : 3,45 EURO pro Segment.
…
Wo liegt denn da das Problem für die Bio-Konditoreien ?
Wind und Sonne : Wir hätten ja unsere Tortenstücke viel günstiger abgegeben, aber der Junge der die Tortenstücke täglich für den Souverän abholt , gibt uns immer ein dickes Trinkgeld – sollen wir dies etwa ausschlagen?
…
Wo das Trinkgeld landet ?
….
Eigentlich ist natürlich alles viel komplizierter…
Es sind 96 runde Torten zwischen 00.00 Uhr und 24:00 Uhr , stellvertretend für die Viertelstundenblöcke an der Strombörse.
Zudem hat die zuverlässige Hoflieferantin „Kathie“ einen Vertrag mit dem Souverän, der ihr die Abnahme von Tortenstücken bis zu 6 Jahre in die Zukunft garantiert.
„Kathis'“ Tortenstücke sind zwar stark mit Kohlendioxid aufgeschäumt und ehe rfad im Geschmack, aber der Souverän ( Das Deutsche Volk) hat sowieso keinen Geschmackssinn, und merkt keinen Unterschied zwischen den Konditoreien.
Wenn der Mehllieferant für die Konditoreien Wind und Sonne hin und wieder „Work-Balance-Quality-Time“ mit einem Kasten Bier hat, und nicht zur Arbeit kommen kann , dann springt Hoflieferantin „Kathi“ zuverlässig ein.
Die 96 Torten am Tag müssen irgendwie zusammengestellt werden, koste es was es wolle !
Ja – manchmal verspricht Kathi die Lieferung einer ganzen Torte , und verliert schlagartig die Lust am Backen wenn Sie die Tortenstücke überraschend günstig von den Konditoreien Wind und Sonne auf dem Lieferweg geschenkt bekommen kann.
…
Maximal komplex die Strombörse.Und hypergranuliert.
…und sehr geil!
Aber so wird eines Tages die ganze Wirtschaft funktionieren :
Wenn der REWE/ALDI/EDEKA die Tomaten zukünftig aus den Regalen haben will , bekommen die einfach auch negative Preise! Der Kunde bekommt
also Geld ( Bürgergeld?) dafür, dass er/sie die Tomaten mitnimmt. Es wird aber alles gespeichert werden und es wird Plausibilitätsprüfungen geben .Wer eine Pizzeria betreibt , der kann kiloweise Tomaten gebrauchen – Klar . Der normale “ Erika Mustermann“ muss sich irgendwie rechtfertigen, warum er jetzt just 7 Kilo Tomaten gebrauchen kann , und dafür 2,57 EURO an der Kasse (negativer Kaufpreis) bekommt.
Daten , Daten , Daten …und Plausibilität…nur so lässt sich eines Tages eine gerechte auf Computerberechnungen basierte Weltordnung schaffen.
Christian M schreibt.
Hallo Herr Hans Diehl.
Vielleicht verwechseln Sie die physikalische Verramschung der Erneuerbaren an der Börse, mit der finanziellen Verramschung der Erneuerbaren an der Börse?
@ Christian
Ich verwechsle nichts, sondern will lediglich auf eine energiepolitische Eigenkonstruktion hinweisen. Denn physikalisch wird in der Tat nämlich auch gar nichts verramscht. Der Ökostrom wird eingespeist und verbraucht. Das Verramschen findet ausschließlich nur finanziell und virtuell an der Börse statt. Dass das möglich ist, dürfen die Erneuerbaren seit 2010 nur noch „Kaufmännisch“ ( virtuell ) gehandelt werden. Sonst würde das mit der Börse nicht funktionieren, da haben Sie Recht, und sich gut eingelesen.
Schauen Sie mal, damit die lobbyistische Konstruktion funktioniert, hat man das Folgende geschaffen.
https://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Downloads/DE/Sachgebiete/Energie/Unternehmen_Institutionen/ErneuerbareEnergien/Hinweispapiere/Hinweis_kaufmannische.pdf?__blob=publicationFile&v=4
Das gehört unbedingt zu Ihrem Einlesen, um mich zu verstehen.
Christian M. schreibt.
Zudem hat die zuverlässige Hoflieferantin „Kathie“ einen Vertrag mit dem Souverän, der ihr die Abnahme von Tortenstücken bis zu 6 Jahre in die Zukunft garantiert.
„Kathis’“ Tortenstücke sind zwar stark mit Kohlendioxid aufgeschäumt und ehe rfad im Geschmack, aber der Souverän ( Das Deutsche Volk) hat sowieso keinen Geschmackssinn, und merkt keinen Unterschied zwischen den Konditoreien.
Wenn der Mehllieferant für die Konditoreien Wind und Sonne hin und wieder „Work-Balance-Quality-Time“ mit einem Kasten Bier hat, und nicht zur Arbeit kommen kann , dann springt Hoflieferantin „Kathi“ zuverlässig ein.
@ Christian M.
Ich mach Ihr Spielchen mal mit, um in den unterschiedlichen Backstuben deutlich zu machen, weshalb der Souverän die höchsten Strompreise in Europa zahlt.. Zum einen ist das Mehl für die Ökokonditoreien kostenlos, taucht aber nicht in der Rechnung preismindernd auf, und zum anderen hat die Kathi nicht nur 6 Jahre garantierte Abnahme, für ihre Törtchen, sondern sondern muss zeitweise gar keine backen, um den Souverän „teuer“ zu befriedigen.
Siehe hier https://www.ee-news.ch/de/article/27409
Zitat: Billig an der Börse Das steigende Angebot an erneuerbaren Energien – so beleuchtet die Studie – lässt die Preise am Spotmarkt der Strombörse sinken. Betreiber von konventionellen Kraftwerken, die ihren Strom schon lange vorher zu hohen Preisen verkauft haben und termingerecht liefern müssen, können ihren Gewinn aber noch steigern, indem sie den Strom nicht selbst erzeugen, sondern billig an der Börse kaufen. Ausgerechnet die schmutzigen Kraftwerke werden so zu Gewinnern der Energiewende. Zitat Ende.
Kathi hat Törtchen 6 Jahre teuer im voraus verkauft. Und zum Erfüllungszeitpunkt lässt sie andere backen und kassiert nur.
( ‚typisch‘ deutsch-begrenzte Ansichten (und nur auf Argumente zur Stromerzeugung bezogen), denn
wenn dann ‚mal (~(2021/)2022/2023) der französische Tortenboden und/oder die schweizer Kalorienglasur fehlen, dann rüttelt das die ganzen Kuchen(und Energie)’verteilungen‘ in unvorhergesehener Weise durcheinander und ohne ‚günstiges‘ Fossilgas wird das für die ‚BackupLänder‘ auch ‚teurer'(?)
Ausserdem ist die ‚Mehlverteilung‘ kein ‚freier Markt‘ mit unabhängigen Teilnehmern, sondern ein exklusiver Kreis mit Mindestmengen im MW-Bereich, welcher durch die Stromkundinnen und Haltstromkunden über Jahrzehnte mitfinanziert und die Anlagen damit aufgebaut wurden.
Ebenso beim Stromnetz der Stromkundinnen und Haushaltstromkunden.
Aber jetzt mit ‚EE‘ wird alles besser, neuer und gerechter … (Schildbürger, ahoi)
Dem ‚Souverän‘ fehlt in diesem komplexen Marktverhalten die Kompetenz(?) oder der ‚Souverän‘ ‚verdient‘ dabei(?), ob in ‚Europa‘ oder in ‚D‘ … )
Der Markträumungspreis ist hinsichtlich der zukünftigen Instandhaltungskosten der Erzeugungsanlagen von Erneuerbaren Energien problematisch.
Die Erzeuger bieten ihren Strom an der Börse zu Grenzkosten an , die nicht realistisch sind . Am wenigsten realistisch sind die Preise der stromerzeugenden Gaskraftwerke.
Das Grenzkraftwerk, (das letzte Tortensegment welches nötig ist um die Viertelstunden-Torte abzurunden ) , bestimmt den Zuschlagspreise für alle Erzeuger ?
Der Marktschreier : In dieser Viertelstunde werden alle XX Euro für ihren Strom bekommen.Dieser Cash ist für alle gleich hoch , unabhängig davon ob einige Anbieter günstiger geliefert hätten.Räumt den Markt für die nächste Auktion!
( Markträumungspreis)
Der *Pay-as-bid* Preis ist eine Alternative die man vielleicht temporär ( 1 Jahr ) ausprobieren könnte.
Dann bekämen die Stromanbieter genau die Entlohnung pro Stromeinheit, mit welcher Sie so lässig gewedelt haben.
In diesem System sollten die Anbieter des Sonnen- und Windstroms ihren „Briefkurs Strom “ in den Zeiträumen stark erhöhen, in welchen sowieso ein fossiles Grenzkraftwerk den “ Markträumungspreis“ bestimmen wird .
Daß ist dann ein ehrlicher hoher Preis , der aber abschließend noch durch den Markträumungspreis des fossilen Grenzkraftwerks getoppt wird .
…
Die bilanziell-kaufmänische Behandlung stromerzeugender Anlagen ist extrem komplex geschrieben, und kaum zu verstehen.
Überall dort wo reale Gegebenheiten virtuell irgendwo hin übertragen werden, ist „virtueller Raum* für kleine und große bilanzielle „Optimierungen “ im Sinne des Erfinders solcher Virtualisierungen.
Christian M. schreibt.
Die bilanziell-kaufmänische Behandlung stromerzeugender Anlagen ist extrem komplex geschrieben, und kaum zu verstehen.
Überall dort wo reale Gegebenheiten virtuell irgendwo hin übertragen werden, ist „virtueller Raum* für kleine und große bilanzielle „Optimierungen “ im Sinne des Erfinders solcher Virtualisierungen.
@ Christian M.
Auf einen Nenner gebracht sehe ich das wie folgt. Die Erneuerbaren werden bilanziell-kaufmännisch zum verramschen aus dem System ausgeklinkt, um dann in Geschäftsmodellen mit ihnen monetär zu spielen. um Gewinne zu optimieren. Das Geschenk des Himmels, nämlich die kostenlose Rohstoffe ( Merit Order ) landen nicht beim Souverän, und man wundert sich, dass wir in Europa die höchsten Strompreise haben. Das Gegenteil ist bei uns der Fall. Je billiger die Erneuerbaren Strom produzieren, desto mehr werden die Milliarden, die der Staat auf der „Nebelkerze“ EEG Konto ausgleichen muss. Die Energiewende wird unbezahlbar behaupten die Kritiker. Das EEG Konto ist für mich eine Systemwaschmaschine.
Die physikalische Praxis sieht schon lange anders aus. Siehe hier.
https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/80-prozent-erneuerbare-sind-kein-problem-6619315.html
Zitat: Es gibt inzwischen gute Vorhersagen, wie viel Wind- oder Solarstrom voraussichtlich ins Netz eingespeist werden wird. Das weicht bei Wind nur noch um etwa zwei Prozentpunkte von der Realeinspeisung ab. Zitat Ende.
Oder hier der Nachfolger bei 50 Hertz.
https://greenspotting.de/strompreise-kommt-nach-der-normalisierung-der-sturzflug-nach-unten/