Westnetz hat als zuständiger Verteilnetzbetreiber angekündigt, ein Mittelspannungskabel in Wickede-Echthausen komplett zu erneuern. Zuvor war es binnen kurzer Zeit zu zwei technischen Störungen gekommen, die zu Versorgungsunterbrechungen führten und mit dem umgehenden Einsatz von Notstromaggregaten behoben wurden. Allerdings hat Westnetz nun „nach eingehender Abwägung“ beschlossen, keine punktuellen Reparaturen am fehlerhaften Kabel mehr vorzunehmen, sondern die neun Kilometer lange Mittelspannungsleitung komplett zu erneuern und einige Ortsnetzstationen zu ersetzen. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich vier Monate dauern, wie Westnetz am Freitag weiter mitteilte.
Während der Bauarbeiten soll Echthausen weiterhin über die Aggregate mit Strom versorgt werden. Die Umschaltung auf die Versorgung durch das Kabelnetz werde schrittweise nach Baufortschritt erfolgen, während die Aggregate sukzessive abgebaut werden.
In der Zeit wird es jedoch zu Einschränkungen für die Benutzung von Photovoltaik-Anlagen kommen. Westnetz bittet die Betreiber vor Ort dringend, ihre Photovoltaik-Anlage außer Betrieb zu nehmen, solange die Stromaggregate in Betrieb sind. Der Verteilnetzbetreiber wollte die betroffenen Haushalte in den vergangenen Tagen persönlich informieren. Eine Suche im Marktstammdatenregister ergibt für das Postleitzahlengebiet über 1000 Photovoltaik-Anlagen mit rund 15 Megawatt Gesamtleistung. Von der Maßnahme betroffen sind etwa 100 Photovoltaik-Anlagen, die vorübergehend vom Netz getrennt wurden, erklärte eine Westnetz-Sprecherin auf Nachfrage von pv magazine. „Für den sicheren Betrieb der im Netz eingebundenen Wärmepumpen ist es unerlässlich, alle Photovoltaik-Anlagen vollständig abzuschalten. Durch die Abschaltung der Photovoltaik-Anlage ist auch der Eigenverbrauch betroffen“, sagte sie weiter. Westnetz sei bemüht, die Ausfallzeiten so kurz wie möglich zu halten. Die Photovoltaik-Anlagen würden nach und nach wieder in Betrieb gehen können. Aktuell prüft Westnetz noch, ob die Betreiber eine Entschädigung für die Zeit erhalten. Die betroffenen Bürger sollen in Kürze informiert werden, so die Sprecherin.*
Während die Photovoltaik-Anlagen also während der Baumaßnahmen nicht genutzt werden dürfen, soll es für das Laden von Elektrofahrzeugen sowie die Nutzung von Wärmepumpen keine Einschränkungen geben. Dennoch sei es eine Herausforderung, die Stromaggregate so zu betreiben, dass die in Echthausen verbauten Wärmepumpen einsatzfähig blieben, teilte Westnetz mit. Sie bräuchten eine konstante Leistung und eine Frequenz von 50 Hertz, um die normale Drehzahl des Kompressors zu gewährleisten. Diese Anforderungen seien jedoch technisch nicht mit einer gleichzeitigen Einspeisung von Strom aus Photovoltaik-Anlagen zu vereinbaren, so der Verteilnetzbetreiber.
Anmerkung der Redaktion: Wir haben die Antworten von Westnetz am 12.11., 10:15 Uhr im Artikel ergänzt.
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„Westnetz“
noch Fragen? Ein weiterer (ziemlich offensichtlicher?) Versuch, die öffentliche Meinung zu manipulieren. PV = schädlich, Elektroauto = gefährlich, WP = ganz schwieriger Fall. Alles „ganz ganz ganz“ kompliziert und schwierig. Das ist ja lachhaft. Im Rest des Landes klappt es doch auch!
Deutsche Ingenieurs- und Planungskompetenzen? Mir wird schlecht, ich will nicht mehr!
So ein Fall ist mir aus S-H nicht bekannt. Und hier wird schon seit Jahren massivst das ganze Netz erweitert – von neuen Hochvoltleitungen bis in die letzte Niederspannungs-Sackgasse rein.
Das ist üblich bei Noteinspeisung mit Dieselgenerator. Idealer wäre, wenn die Mittelspannungsleitung als Ring gebaut wäre, dann gäbe es dieses Problem nicht. Ist natürlich auch eine Kostenfrage.
Nach der Netztrennung wird die Frequenz ein wenig erhöht und die PV Anlagen gehen automatisch vom Netz. Kann aber nur dann erfolgen wenn der Verbrauch grösser als die PV Produktion ist. Und Wärmepumpen funktionieren auch mit 50.3Hz. Einzig Uhren die 50Hz als Taktfrequenz nutzen laufen ein wenig schneller. Je nach Zeitschaltuhr kann dies zu Problemen führen.
Sich darauf verlassen das jeder Kunde die Anlage abschaltet ist nicht sicher genug.
( Wickede hat ca. 11500 EinwohnerInnen, Echthausen ca. 1600, damit im Durchschnitt in Wickede, jeder Haushalt eine ca. 3-4kWp PV-Anlage, und eine interessante Skulptur am Dorfplatz 🙂
https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Echthausen-Dorfplatz2-Asio.JPG )
@HD
Ich glaube Sie verurteilen die Westnetz an der Stelle zu Unrecht.
Das sind doch keine Spinner, die nicht wissen, was sie tun?
Ich bin zwar kein Ingenieur, arbeite aber mit Ingenieuren zusammen und habe das Thema schon mal im Zusammenhang mit einer Notstromversorgung für mein Haus besprochen.
Wie aus dem Bericht zu lesen ist, soll während der Bauzeit ein Inselnetz die Gebäude versorgen.
Diese Stromerzeuger, wenn sie 3phasig laufen, reagieren aber z.B. auf eine Schieflast sehr empfindlich. Das geht so weit, dass die einfach abschalten.
Ich denke, dass es einfacher ist das Inselnetz stabil zu halten, wenn man die Einspeisung durch PV-Anlagen und BHKWs deshalb stoppt. Es geht ja nur um die Bauzeit, solange das Inselnetz alleine die Versorgung übernehmen soll.
Allerdings frage ich mich, ob man nicht einfach die Einspeisung der PV-Anlagen auf null stellen kann, um zum gleichen Ergebnis zu kommen. Kann der Wechselrichter das nicht, kann man immer noch abschalten.
Ich halte diese Firma in der Tat für völlig unfähig (alternativ kriminell) und erspare mir die hanebüchenen Details der letzten Jahre hier aufzulisten inkl. Amdrohung von Zwangsmaßnahmen seitens der BNA!
Kurz googlen und man erkennt schnell, was ich damit meine.
Ich kann es auch nicht ganz nachvollziehen. Normalerweise wird doch die neue Installation parallel zur alten errichtet, dann wird einmal der Schalter umgelegt und die Stromversorgung läuft über die neue Installation. Geht hier vielleicht nicht, weil die alte zu marode ist? Kein guter Ausweis für das Unternehmen. Und dann noch schnell davon ablenken, indem man mehr über die Probleme spricht, die in einem modernen Stromnetz entstehen, wenn man selber nur ein veraltetes anbieten kann.
Das Problem ist: Man kann Westnetz die Konzession nicht so leicht entziehen. Damit schaden sich die Kommunen selbst, denn sie sind dort Anteilseigner. Und die Sinecure-Pöstchen für abgehalfterte Politiker wären dann auch nichts mehr wert.
Aber jeder ist zu etwas nütze, und sei es als schlechtes Vorbild.
( wenn man ‚Westnetz‘ innerhalb Europas einordnet, dann ist diese Situation nur ein Hinweis auf die europäische Gesamtaufgabe (in allen europäischen Ländern, nicht nur den ‚wohlhabenderen‘)?
Vielleicht wird’s mit Anstand erklärt? )
( „Sie bräuchten eine konstante Leistung und eine Frequenz von 50 Hertz, um die normale Drehzahl des Kompressors zu gewährleisten.“
Welche durchschnittliche Verbrauchsleistung steht den (vereinfacht) durchschnittlich 15MW Stromeinspeiseleistung (nominal, Wintersaison?) gegenüber (Anzahl der Netzanschlusspunkte bzw. Haushalte)?
in diesem, einen Einzelfall, zeitweise eine Ersatzstromleitung (mittig, beidseitig der Leitungsenden, je nach Ausbaufortschritt)? )
„Sie bräuchten eine konstante Leistung und eine Frequenz von 50 Hertz, um die normale Drehzahl des Kompressors zu gewährleisten.“
Da hat wohl wieder jemand bei denen gesprochen, der keinerleit Ahnung von technischer Materie hat.
Jede Wärmepumpe benutzt digital gesteuerte Frequenzumrichter mit Gleichspannungszwischenkreis. Die Frequenz des Eingangsstroms ist damit fast egal, da sie sowieso auf Gleichstrom umgerichtet wird aus dem dann eine variable Frequenz zur Geschwindigkeitssteuerung des Kompressors erzeugt wird (um je nach Last zu modulieren).
Wenn schon eine solche Mumpitz-Aussage getätigt wird, kann man eigentlich schon mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass die restlichen Aussagen genauso Mumpitz sind…
Wo genau ist das Problem? Es deutet sich nur etwas an, ohne es zu erklären. So weit ich weis erzeugen Netzersatzanlagen eine etwas höhere Frequenz, welches als Abschaltsignal für die Wechselrichter dient. Das ist alles über Verordnungem geregelt, jeder WR muss das tun. Damit nicht mehr Strom erzeugt wird als vebraucht, was die Anlagen in einem so kleinen Netz beschädigen könnte. Aber auch jedes Gerät muss eine etwas abweichende Frequenz und damit Spannung vertragen. Z.b. auf dem Laptop hier steht 50-60 Hz. Wo ist also das Problem das sie die Menschen persönlich ansprechen wollen? Haben sie die Angst das die 52Hz etwas kaputt machen? Das dürfte es aber kaum geben…
Das geht technisch nicht anders. Wo soll die Leistung der PV Anlagen denn hin. Wenn mehr erzeugt wird, als verbraucht wird geht die Spannung hoch und die kann nicht kontrollierlt werden. Das würde zur Abschaltung führen. Das gleiche Problem wie beim Blackout in Spanien.
Wenn die PV Anlagen als Nulleinspeisung arbeiten würden, wäre alles ok
Also ohne Ahnung von Wärmepumpen oder Klimaanlagen zu haben – meine drei Klimageräte sind alle Inverter-Geräte und können die Motordrehzahl unabhängig der Netzfrequenz anpassen. Ich habe „Billig“- bis Daikin. Das halte ich für einen vorgeschobenen Grund.
Dass die PV eine Stromversorgung mit Dieselaggregaten aus dem Tritt bringt, lässt sich bestimmt durch Technik vermeiden. Großer Batteriespeicher daneben, der Puffert eventuelle Leistungsspitzen in beide Richtungen. Die Schräglast- / Blindleistungskompensation muss doch eh funktionieren, auch nur durch Dieselaggregate.
( Für eine lokale Kompensation der 15MW Photovoltaikeinspeisung könnten ca. 2–4 MW / 2–5 MWh BESS ausreichend sein?
Globale Anbieter erreichen mit 20/40-Fuss-Containern Lösungen für BESS mit ca. 0.5-6MWh. )
Zu verstehen ist so vieles nicht! Notversorgung mit Aggregaten bedeutet doch normalerweise Einschränkungen, da es sich ja nur um eine Notversorgung handelt! Komisch erscheint mir nur dass alle anderen Stromverbraucher kein Problem darstellen ob E-Auto laden oder Backen oder …
Alles geht nur Photovoltaik nicht!
Wir haben ebenfalls einen Speicher und alles musste abgeschaltet werden!?!? Ich halte dass für eine schlechte Ausrede! Ein Aggregat geht ja auch nicht aus wenn ich mal mehr oder weniger Strom erzeuge!
Wenn die Frequenz des Notstromaggregates höher als 50,3 Herz liegt schalten die Wechselricjter von alleine ab.
Den Wechselrichter auf Nulleinspeisung setzen würde auch genügen. Und aktuell, also November bis Februar, speise ich eh nichts ein. 0 kWh mit 0 kW Leistung. Das stört Westnetz und seine Aggregate gar nicht. Im Gegenteil. Mein erzeugter PV-Strom entlastet die Aggregate.
Und daran sieht man eben doch, dass Westnetz die PV-Anlagen-Btreiber für doof hält.
In Videospielen setzt man einfach Speicher, um Lastspitzen mit dem Speicher zu Puffern. Mehrerzeugung wird gespeichert, Mehrverbrauch mit dem Speicher gedeckt.
Zeit für eine Erfindung. Dann muss man die PV Anlagen auch nicht abschalten, sondern kann sie noch sinnvoll nutzen. Die Verbrenner Aggregate werden dann dafür genutzt, die Batterie stabil zu halten.
Also das man bei Generator Betrieb nicht einspeisen kann, versteht sich eigentlich. Nicht jeder kennt sich aber wirklich mit seiner Solaranlage aus. Eine Nulleinspeisung sollte eigentlich keine Probleme machen. Aber nicht bei jeder Anlage kann man das einstellen. Was mich irretiert, das die Klimaanlagen bei einer Frequenzanhebung Probleme bekommen sollen. Es laufen dann eigentlich alle Drehstrommotoren etwas schneller, wenn sie keine eigenen Frequenzumrichter haben. Wo ich mir mehr Gedanken machen würde, das der Ort nur eine Zuleitung haben soll.
Man könnte auch zwischen Generator und Netz einen Pufferspeicher installieren der die Haushalte versorgt und überschüssigen PV Strom aufnehmen und die aggregate bedarfsgerecht Nachspeisen lassen.
Achja. Das kostet mehr Geld und er erfordert mehr Planung und schont die Umwelt.
Der wichtigste Punkt ist die Leistungsabdeckung der Verbraucher und die unzureichende Regelbarkeit der Generatoren. Sollten die PV-Anlage bei entsprechender Witterung und aufreißen der Wolkendeckel mal eben eine Leistungsspitze erzeugen, welche über die aktuelle „Insellast“ hinaus geht, kann der Generator da nicht gegen arbeiten. Die Frequenz steigt und schlimmstenfalls fällt das Netz zusammen.
Daher alle PV-Anlagen aus und der Netzbetreiber kann aufgrund seinem vorgesehenen Lastprofil die Leistung durch Generatoren zur Verfügung stellen inkl. Wärmepumpen und dem Laden von Autos. Natürlich nur wenn alle vorbildlich ihre Großverbraucher ab 11kW Leistung angemeldet haben. Wenn man sein Haus über Notstrom angeschlossen hat könnte man natürlich die Anlage laufen lassen, torpediert aber das Lastprofil vom Netzbetreiber.
( „Die Frequenz steigt und schlimmstenfalls fällt das Netz zusammen.“
schalten die ersten der ca. 1000 Photovoltaikanlagen dann zuerst wegen der Überfrequenz (‚frühere‘ 50.2Hz-Grenze, 51-51.5Hz >=30min, 50.2Hz-Problem in der Normung bzw. Herstellerimplementierung, vor Jahren mit Einführung AR-N 4105) oder der Überspannung (>253V, herstellerbezogene ansteigende Leistungsreduzierung?) ab?
Blindleistungsregelung, >4.6kVA Anlagen?
Wenn die ca. 800 Haushalte in Wickede-Echthausen (ca. 2 Personen je Haushalt, stat. Durchschnitt im Bundesgebiet, damit stat. ca. 2-3kWp je Haushalt/NAP in Wickede) ca. 800 Netzanschlusspunkte repräsentieren, wäre die notwendige Dauerleistung ca. 300-400kVA, mit Spitzenlastreserve bis ca. 10MVA (ohne Einberechnung eines Gleichzeitigkeitsfaktors), ab 10MW wäre die zusätzliche Vorhaltung einer künstlichen Momentanreserve gefordert, und grundsätzlich sind die Verteilnetzbetreiber nicht für die Frequenzhaltung verantwortlich (ÜNBs), sondern nur für den ’sicheren‘ Stromnetzbetrieb (Spannungsgrenzen?).
Interessant ist (ausserhalb des Inselstromnetzes) auch, dass die Frequenzstabilität auch durch den Stromhandel beeinflusst wird und zum Stundenwechsel, durch Anpassung der Kraftwerkseinspeisung Frequenzänderungen durch Regelleistungseinsatz ausgeglichen werden? )
„Wärmepumpen … Sie bräuchten eine konstante Leistung und eine Frequenz von 50 Hertz, um die normale Drehzahl des Kompressors zu gewährleisten. “
Um Gottes Willen, aus welchem Jahrhundert ist denn Westnetz hervorgekrochen? Wärmepumpen mit fester Drehzahl finden sich nur in den allerältesten Geräten. Davon dürfte kaum noch Gerätschaft heutzutage im Betrieb sein, außerhalb von ganz günstigen Poolwärmepumpen (im November? Garantiert nicht mehr im Betrieb, die können nicht mit Frost umgehen).
Eine Wärmepumpe ohne Inverter (Frequenzumrichter) ist heutzutage undenkbar und wäre unverkäuflich. Das heißt also, dass gleichgerichtet wird und entweder bei kleineren Geräten (Klima) mit Gleichstrom gearbeitet wird (z.B. sehr leise Mehrkolbenkompressoren) oder aber ein Inverter die Frequenz und Drehzahl des Kompressormotors aus dem Gleichstrom erzeugt.
Aber selbst die (uralten) Festdrehzahlgeräte sind äußerst robust gegenüber Frequenzschwankungen im zulässigen Bereich. Ganz im Gegenteil, bei einem geringen Frequenzabfall werden diese Geräte in der Regel effizienter, der Startkondensator kommt erst deutlich unterhalb zum Einsatz. Drehstromkompressoren interessiert die Frequenz mehr oder minder gar nicht. Bei einer Frequenzerhöhung steigt die Leistungsabgabe. Spannungsabfall wiederum erhöht die Effizienz. Das macht man sich bei Invertern zunutze, indem die Motoren zum Beispiel mit 220V angefahren werden, statt 230V.
Mario ist hier zurecht irritiert, ebenso haben Der Hans und FrozenPie recht, da hat man bei Westnetz wohl das letzte Jahrzehnt komplett verschlafen. Und das Jahrzehnt davor war man wohl im Urlaub.
Ich würde eher meine Haus vom Netz trennen, als meine PV Anlage vom Netz zu nehmen.
Kann vermutlich keiner verbieten. Wird jedoch in der jetzigen Jahreszeit schnell knapp. Zumindest mit eAuto und/oder WP.
Warum sollte PV die Generatoren nicht unterstützen können ? läuft im Inselbetrieb doch auch.
(wären die smarten Zähler weiter verbreitet, wäre es erst recht kein Problem)
Warum sollten WP damit ein Problem haben? Die WP nutzen oft Inverter und eine leistungsgesteuerte Drehzahlregelung. Mit einer Leistungzahl nahe 1.
Für solche Fälle sollte es Akku Container geben, die durch ein kleineres Aggregat unterstützt werden. So nutzt man die PV Anlagen und bei Bedarf hilft ein Aggregat nach.
Ich habe den Text nach den ganzen Forenbeiträgen ein zweites mal gelesen. Bis auf den Schmarrn mit den WP und die fehlende Entschädigung PV Besitzer schätze ich das Vorgehen von Westnetz als sinnvoll ein.
1. Es werden mehrere verteilte Stromaggregate an verschiedenen Standorten eingesetzt.
2. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass an allen diesen Einspeisepunkten nie ein PV Überschuss vorkommt.
…somit alle PV abschalten und Leitung zügig erneuern. Fertig.
…Mehraufwand für zusätzliche Speicher o.ä. würde sich für die Zeit nie rechnen.
( „Die Westnetz hat in ihrem Netzgebiet derzeit rund 2.400 digitale Ortsnetzstationen installiert. Jeden Monat kommen im Durchschnitt 100 hinzu.“
Region Arnsberg:
„In der „Smarten Energieregion“ setzt unser Verteilnetzbetreiber Westnetz GmbH schon heute auf das Energienetz im Jahr 2030 und demonstriert, wie das intelligente Stromnetz funktioniert und welche Vorteile es für die Menschen in der Region bietet.erung sind Investitionen in die Zukunft“ )
( Vielleicht auch interessant dazu:
„Mitte Juli wurde die 10.000ste digitale Ortsnetzstation im deutschen Netzgebiet von E.ON in Betrieb genommen.“
„Digitale Ortsnetzstationen sind die zentrale Schnittstelle zwischen der regionalen Mittelspannung und der örtlichen Niederspannung. Mithilfe der smarten Ortsnetzstationen wird der Stromfluss in Echtzeit überwacht, was die Netzstabilität verbessert und die Integration erneuerbarer Energien erleichtert. Heute kommen durch den Einsatz von intelligenten Betriebsmitteln rund 2 Millionen Messungen pro Minute auf einer zentralen Datenplattform an, die automatisiert verarbeitet werden. Damit wird die Beobachtbarkeit und Steuerbarkeit im Mittel- und Niederspannungsnetz erhöht. Das schafft wiederum die Voraussetzungen für einen sicheren und effizienten Netzbetrieb.“
„Durch die bessere Integration erneuerbarer Energien werden zudem die Kosten für das sogenannte Engpassmanagement gesenkt. Denn die Netze können dadurch mehr grüne Energie aufnehmen. Das Resultat: Eine wirtschaftlichere Umsetzung der Energiewende und mehr Strom aus erneuerbaren Energiequellen für Kundinnen und Kunden.“
„In Deutschland gibt es ca. 600.000 Transformatorenstationen.“
„Es gibt keine genaue, aktuelle Gesamtzahl für Trafostationen in Europa, da diese Zahl ständig variiert und die Daten nicht zentral erfasst werden
. Man kann jedoch davon ausgehen, dass es sich um eine sehr hohe zweistellige Millionenzahl handelt, da allein in den USA bereits zwischen 60 und 80 Millionen Verteiltransformatoren existieren und Europa ein vergleichbar komplexes und weitläufiges Stromnetz hat.“ )
Die USA brauchen alleine wegen der niedrigen Netzspannung etwa viermal mehr Trafostationen wie wir. Soviel zu „kompetent“.
( Wenn Ihnen das ein Bedürfnis ist, bitte machen Sie eine Klammer um ’sehr hohe‘, dann wären es mehrere Millionen Trafostationen bis in den niedrigeren zweistelligen Millionenbereich.
Da es keine offiziellen Zahlen dazu zu geben scheint, ist das nur eine grobe Annäherung an die Grössenordnung und mit dem Beispiel eines weitläufigen und komplexen Stromnetzes (GB, RF, SW selten auch 110-130V(?) möglich, ebenso (teils) 240V, 277V in den USA) mit einer vergleichbaren Fläche von etwa 10Mio km2, aber anderen Siedlung-/Versorgungstrukturen und unterschiedlichen Bevölkerungszahlen.
auch:
„Das US-Stromnetz umfasste Ende 2024 60 bis 80 Millionen Verteiltransformatoren, und der Bedarf bis 2050 „könnte im Vergleich zu 2021 um bis zu 260 % steigen“, berichtete das NREL . Etwa 55 % der Transformatoren in Wohnhäusern haben das Ende ihrer Lebensdauer erreicht, viele sind mittlerweile über 40 Jahre alt, so das Labor.“ )
Jeder, der schon mal Auto gefahren ist, weiß, dass bei gleicher Gasstellung die Drehzahl bergauf sinkt und bergab steigt. Genauso dass man bergab möglicht mit einem niedrigen Gang fahren sollte, damit der Motor bremst. Anders ist es auch nicht beim Diesel-Generator: Wenn der Energiebedarf steigt, muss „Gas“ gegeben werden, um die Drehzahl und damit die Frequenz zu halten. Und wenn der Energiebedarf fällt, muss das „Gas“ wieder zurückgenommen werden, damit die Frequenz nicht steigt.
Mit Ausnahme von wenigen Uralt PV-Anlagen schalten PV-Anlagen bei steigender Frequenz (und auch zu niedriger) nicht einfach ab, sodern reduzieren die Leistungsabgabe. Damit würden die PV-Anlagen maximal nur soviel Energie einspeisen, bis die Diesel-Generatoren im Leerlauf und damit schneller laufen. Auch die Schieflast sollte im Allgemeinen kein Problem sein, da sich dies über die verschiedenen Haushalt normalerweise ausgleicht. Größere PV-Anlagen speisen sowieso Drehstrom ein.
Ein Punkt gibt es jedoch: Wolken. Da es sich um eine recht lokalen Bereich handelt, wird die Leistung der PV-Anlagen etwa zeitgleich durch durchziehende Wolken am ansonsten blauen Himmel erheblich ändern. Damit ändert sich auch die an den Diesel Generatoren auszuregelnde Last. Wenn jetzt die Frequenz schwankt, könnte es sein, dass die PV-Anlagen den Betrieb planmäßig einstellen und die Generatoren noch stärker nachregeln müssen und evtl. nicht können – Blackout.
( interessant dazu wurde im Zusammenhang mit Überlegungen zum Gleichzeitigkeitsfaktor (auch hinsichtlich lokaler/privater StromZwischenspeicherung)
(VDE-AR-N 4100, VDN 2008, TAB)
wenige Einzelanschlüsse (EFH, DH, MFH): 0.4-0.6
10–50 Haushalte 0.3 – 0.4
100–200 Haushalts- bzw. Kleingewerbeanschlüsse 0.2 – 0.3
~800 HaushaltstromkundInnen 0.1 – 0.2
800–1,500 Übergang LV zu MV Verteilnetz 0.08 – 0.15
25,000–50,000 städtisches Verteilnetz 0.035 – 0.07
&100000 regionales Verteilnetz (DSO Region) 0.02 – 0.05
Industrie-/Gewerbegebiete 0.6 – 0.9 (abhängig von der Prozess-/Antriebsynchronisation)
weiter erklärt, dass
eAutos während der abendlichen Ladezeiten die Gleichzeitigkeit um &10-30%,
Wärmepumpen (Wintersaison) die durchschnittliche Lastanforderung um &15-25%,
intelligente Leistungs- und Netzsteuerung (Lastverschiebung, DSM) die Gleichzeitigkeit um -5-15%
und PV-Eigenversorungsanteile am Tag, variabel (reduzierend, bis zur Lastflussumkehr/Einspeisung) bis zu -50% (in sonnigen Mittagstunden) die Gleichzeitigkeitsverhältnisse verändern.
realistisch(?) )
( Die Schieflastregelung ist mit 1% Abweichung der Leistungen zwischen den Einzelphasen, im normalen Netzbetrieb (m. W.) sehr kleinteilig eingegrenzt?
Die Situation in einer Netz(strom)ersatzanlage für die Stromversorgung während der Leitungserneuerung kann bis zu (etwa) 20% Schieflast, als (abschnittsweise, je Einzel-)Notstromaggregat?, ausgleichen? )