Im ersten Halbjahr haben europaweit die Stunden mit negativen Börsenstrompreisen zugenommen. Ein wesentlicher Grund dafür waren die günstigen Wetterbedingungen für die Photovoltaik-Erzeugung seit März, mit vielen Sonnenstunden in weiten Teilen Europas. Dies führte gerade in Nord- und Mitteleuropa, aber auch in Südeuropa zu einem starken Anstieg der negativen Börsenstrompreise, die vor allem dann auftreten, wenn die Photovoltaik-Anlagen auf Hochtouren Strom erzeugen. Bis zum Auswertungszeitpunkt verzeichnete Enervis mit 404 Stunden die europaweit meisten in Spanien, wie aus dem kürzlich veröffentlichten „Renewables Power Market Report 2025 update“ hervorgeht. Aber auch in nahezu allen anderen Ländern gab es einen Rekord zu verzeichnen.
Dies wirkte sich auf die sogenannten Capture rates für Photovoltaik-Anlagen aus. Enervis zufolge fielen sie europaweit um acht Prozent, allerdings mit großen regionalen Unterschieden. So betrug der Rückgang in Südeuropa 26 Prozent und in Mitteleuropa 6 Prozent, während die Capture rate in Nordeuropa um 10 Prozent stieg. Die Capture rate beschreibt den Unterschied der Erlöse von Solarstrom zu den Marktpreisen an der Strombörse. Sie bewegte sich in den meisten europäischen Ländern in den ersten Monaten 2025 nur zwischen etwa 40 und 60 Prozent.
Mit Blick auf Deutschland hat Enervis ermittelt, dass etwa 28 Prozent der potenziellen Photovoltaik-Erzeugung in die Zeit mit negativen Börsenstrompreisen in den ersten fünf Monaten des Jahres fiel. Im Vergleich dazu sind gerade mal etwa sieben Prozent der Einspeisung von Windparks an Land davon betroffen. Gegenüber 2024 hat sich dieser Wert in Deutschland damit nochmals drastisch erhöht. Im Vorjahreszeitraum verzeichnete Enervis etwa 18 Prozent der potenziellen Photovoltaik-Erzeugung, die in diese Zeiten fiel. Diese Entwicklung reflektiere den Zubau und die Gleichzeitigkeit der Erzeugung, wie es im Enervis-Report weiter heißt. Gleichzeitig werfe dies der Frage der langfristigen Wirtschaftlichkeit von Photovoltaik-Projekten auf, die sich am Markt finanzieren wollten.
Ohne einen schnelleren Zubau von Batteriespeichern, mehr gesteuerte Nachfrage oder eine Strommarktreform werde sich dieser Trend wohl fortsetzen, so die Enervis-Analysten. Eine Lösung zur Absicherung von PPA-Projekten könne ein Co-Location-Speicher sein. Allerdings seien die gebotenen PPA-Aufschläge für solche Lösungen oftmals noch nicht hoch genug, damit es sich auch wirklich rechnet. Daher könne eine politische Unterstützung für dieses Geschäftsmodell notwendig werden.
Die 28 Prozent in Deutschland werden europaweit nur von Spanien mit 34 Prozent und den Niederlanden mit 30 Prozent getoppt. In Belgien lag der Anteil der potenziellen Photovoltaik-Erzeugung, die von negativen Börsenstrompreisen betroffen war, ebenfalls bei 28 Prozent. In Österreich waren es 23 Prozent und in der Schweiz 17 Prozent zwischen Januar und Mai 2025. Am wenigstens davon betroffen sind Photovoltaik-Anlagen in Griechenland und Großbritannien, wo der Anteil bei gerade mal einem beziehungsweise drei Prozent lag.

Grafik: Enervis "Renewable Power Market Report 2025 update"
Für die kommenden Jahre geht Enervis von einem weiterhin starken Anstieg der negativen Börsenstrompreisstunden aus. Im „Renewable Power Market Report 2025 update“ wird dies für nahezu alle Länder bis etwa 2035 prognostiziert. Die Ausnahme bildet Spanien, wo sich ein Plateau in den nächsten beiden Jahren bilden könnte und die negativen Preisstunden dann ab 2028 wieder abnehmen könnten. In Deutschland erwarten die Enervis-Analysten dagegen den Peak erst für 2034 mit etwa 1300 negativen Börsenstrompreisstunden, wobei aber wohl erst 2039 die Marke von 1000 Stunden (siehe Grafik) wieder unterschritten wird.
Im Update hat Enervis auch seine aktuellen Zubauprognosen für Erneuerbare und Batteriespeicher veröffentlicht. Demnach erwarten die Analysten, dass sich die Leistung der Erneuerbaren bis 2030 in Europa um 391 Gigawatt auf etwa 1300 Gigawatt erhöhen wird. Die installierte Leistung der Batteriespeicher werde im selben Zeitraum dagegen nur um etwa 108 Gigawatt wachsen und 2030 um die 175 Gigawatt liegen. Allerdings wird im Jahr 2030 wohl die installierte Leistung der großen Batteriespeicher dann jene der Photovoltaik-Heimspeicher übertreffen.
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Eine Strommarktreform ist wünschenswert.
An der Strombörse wird generell Strom unbekannter Herkunft getradet , welcher als Graustrom oder Egal Strom oder OTC-Strom ( Over-The-Counter.-Strom) bezeichnet wird.Machmal werden im Intraday-Handel sogar 5 Minuten vor dem physischen Lieferbeginn Abchlüsse getätigt, was ich faszinierend finde.
Angenommen 300 sportliche Menschen sitzen auf 300 aufgeständerten Fahrrädern die einen Generator
antreiben , dann können die innerhalb einer Stunde eine Dauerleistung von vielleicht 15 000 Watt erzeugen. Diese 15 Kilowatt kann man dann 5 Minuten vor Tret-Anpfiff an der Börse verkaufen. Man kann dazu auch noch separat einen digitalen Herkunftsnachweis ( Fachkürzel:HKN)
erstellen , welcher über die Art der Stromerzeugung ,
den Ort , die Dauer und die eingespeiste Strommenge Auskunft gibt. Dieser HKN existiert 18 Monate, und kann ein einziges mal extern erworben werden. Nach dem Erwerb wird der HKN digital entwertet.
Wer sein Elektroauto mit 15 kWh Graustrom lädt, und davor oder danach den 15 kWh – Fahrrad- HKN erwirbt,, hat virtuell die
Gesundheit von 300 Menschen unterstützt .
Und dies vollkommen unabhängig von Zeit und Raum .
Strom ist Strom ….ob gestern, heute oder morgen verbraucht. Es ist irgendwie ein eigenwilliges Konzept , und meines Wissens gibt es nur Grünstrom-HKN mit welchen man Graustrom virtuell zu Grünstrom umlabeln kann.
Der weiße und gelbe Strom aus Windenergieanlagen
und Photovoltaikanlagen ( Steckersolargeräte) erreicht die Strombörse jedoch zunehmend bürokratisch unbehandelt. Für mich als Fan grenzenloser und detailverliebter Bürokratie ein schwieriger Umstand.
Optimal fände ich eine absolute Vermessung in Raum ,Art und Zeit jedes erzeugten 100 kWh – Blocks von jedem Stromerzeuger, und dessen unbefristete Speicherung
im HKN Register. Der Erwerb von HKN mit nachfolgender Entwertung sollte jeder natürlichen und juristischen Person möglich sein. Der entwertete HKN könnte ein speicherbares PDF sein , welches die Daten noch lesbar enthält, aber verblasst ist oder mit einem roten X gekennzeichnet ist. So könnte man ein schönes Sammelgebiet von kunstvoll gestalteten HKN erschaffen. Mal sind Windräder, Photovoltaikanlagen oder Atomkraftwerke abgebildet.
Eine Strommarktreform könnte aber auch die Beweislast umdrehen. Alle Stromerzeuger die nicht ökologisch Strom erzeugen, müssen permanent in 1 Megawattstunden – Stückelung detailierte HKN erzeugen, welche im HKN -Register unbegrenzt gespeichert werden.
Allein diese Maßnahme wird diesen Strom an der Börse etwas teurer machen. Photovoltaik und Windstrom darf die Börse ohne HKN erreichen, und so
zum Liebling der Strom-Börsianer werden .
Mal eben den geschenkten weissen PV-Strom 5 Minuten vor Lieferung für ansehnliches Geld verkaufen, macht bestimmt Spaß.
Es wäre schön irgendwann zu erfahren, ob die negativen Strompreise tatsächlich durch die volatilen Erneuerbaren verursacht werden, oder ob nicht
eigentlich die fossilen Kraftwerke ihren Strom in diesen Zeiten einfach zusätzlich mausgrau ins Netz drücken .
Am Ende würde ich ein Konzept bevorzugen, mit dem alle gut leben können. Der Strompreis sollte bezahlbar bis günstig sein , dafür wird eine gut orchestrierte Infrastruktur aufgebaut. Gaskraftwerke und Brennstoffzellenkraftwerke die puren grünen Wasserstoff zu Wärme und Strom umwandeln können, gehören da meines Erachtens absolut dazu.
Eventuell könnte man europaweit von 50 Hz auf 60 Hz umsteigen.
Franz Gans schreibt.
Es wäre schön irgendwann zu erfahren, ob die negativen Strompreise tatsächlich durch die volatilen Erneuerbaren verursacht werden, oder ob nicht eigentlich die fossilen Kraftwerke ihren Strom in diesen Zeiten einfach zusätzlich mausgrau ins Netz drücken .
@ Franz.
Nichts ist einfacher als das zu erfahren. Seit 2010 ist das sogar Gesetz. Daten und Fakten dazu siehe im Folgenden unter Auswirkungen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Ausgleichsmechanismusverordnung
Das „IWR“ fast die Daten und Fakten zusammen.
Zitat IWR.
Der steigende Anteil erneuerbarer Energien hat am Spot- und Terminmarkt zu immer niedrigeren Strom-Einkaufspreisen geführt. Grund ist ein von der Politik beschlossener Wechsel der EEG-Lieferung ab 2010 (Wälzungsmechanismus). Bis 2009 erhielten die Stadtwerke den EEG-Strom als sog. EEG-Stromband monatlich tatsächlich physisch geliefert, so dass die großen Vorlieferanten (RWE, E.ON, Vattenfall, EnBW, etc.) auch faktisch weniger an die Stadtwerke liefern konnten. Seit 2010 muss der EEG-Strom an der Börse verkauft werden und das hat weitreichende Folgen: RWE, E.ON & Co. beliefern Stadtwerke seit 2010 wieder weitgehend vollständig mit konventionellem Strom, der EEG-Strom an der Börse kommt zusätzlich auf den Markt und drückt auf die Preise. Zitat Ende.
Der EEG Strom kommt seit 2010 nachweislich zusätzlich auf den Markt. Muss man dazu noch mehr sagen ??
Energieerzeugung ist immer umweltschädlich.
Die massiven Schäden entstehen jetzt nur nicht hier sichtbar in irgendwelchen Tagebaulöchern und inzwischen zu tiefen Steinkohleschächten, sondern weit weg in Asien. Diese Gegenden sind eher nicht touristisch, deswegen interessiert das niemanden wirklich.
Wenn hier aber Bürger ihr traditionelles Landschaftsbild erhalten wollen, und daher gegen bis jetzt fast 300m hohe Windmühlen sind, werden sie als altmodisch niedergemacht, und weil sie mit dieser Opposition der Kommune die Pacht und „Gewerbesteuer“ verweigern, die die für den Erhalt von Kindergärten und Schwimmbäden sowie Vereinsförderung dringend braucht. Mit immensen Steuereinnahmen wirds nichts, weil die hohen Investitionen erst mal abgeschrieben werden. Und ob es danach große Gewinne vor Steuer gibt, weiß in Anbetracht des volatilen Markts niemand. Wenn unsere Landgemeinden nicht so pleite wären, wie sie sind, gäbe es dort weder WEA noch FPV. Es geht ums Geld und Subventionen, nicht den Strom.
So lange hier aber der Stromverbrauch dauernd durch schwachsinige Netznutzung kräftig steigt, und alle machen mit, bauen „Großspeicher“ wie Industriegebiete und „Serverfarmen“ wie verrückt, ist das absolut krank. Ferien: Volle Autobahnen, volle Flughäfen… Ohne persönlichen Verzicht auf Luxus aller Art gibt es keine Reduzierung von Umweltschäden. Es gab eine Zeit, da haben sich Kinder und Erwachsene mit ihren zwei angeborenen Füßen fortbewegt. Heute fast undenkbar. Wenn es etwas schneller gehen sollte, sind die Kleinen gerollert und die Erwachsenen in die Pedale getreten, mit Körperkraft. Kein Stecker, kein Akku, kein Biostrom. Aber gesund. Da waren auch die Gehwege noch frei von diesem elektrischen Rollerschrott. Die Leute merken auch nicht, daß sie sich inzwischen bis zur persönlichen Hilflosigkeit in die Hände von profitierenden Großkonzernen begeben haben. Weil es bequem und lustig ist.
Auf smard.de lässt sich die Ursache negativer Preise gut nachvollziehen. Es ist die PV Stromproduktion. Fossile Stromerzeuger sind auf ein Minimum heruntergefahren in diesen Stunden.
Frage: Wer soll da in Zukunft noch in größere PV Freifläche investieren?
@ Steuer Manfred
Sie müssen berücksichtigen, dass wir seit 2010 zweigleisig fahren.
PV Strom wird nur noch virtuell, das heißt kaufmännisch eingespeist und gehandelt.
Wie virtuell die Netze überlastet werden, und zu negativen Preisen führen, müsste mal jemand erklären.
Siehe hier.
https://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Downloads/DE/Sachgebiete/Energie/Unternehmen_Institutionen/ErneuerbareEnergien/Hinweispapiere/Hinweis_kaufmannische.pdf?__blob=publicationFile&v=4
Lesen Sie in meinem obigen Kommentar, was das „IWR“ dazu geschrieben hat, und machen sich ihre Gedanken dazu.
Bitte Herr Diehl fangen Sie nicht wieder mit ihrem Pseudonetz an. Wir haben ein Stromnetz…
Hallo Frau Enkhardt.
„Ich „…fange doch nicht mit diesem Pseudonetz Netz an. Dieses separate Einspeise und Bilanzierungssystem ist nun mal „dokumentiert“ da, und spielt zweifellos eine maßgebende Rolle , wenn es um die negativen Preise geht, die PV verursachen soll. Ich werde es künftig separates Einspeisesystem nennen.
Ich hatte es schon mal versucht, Ihnen zu erklären. Dort steht:
„Nach dem Verständnis der Bundesnetzagentur handelt es sich bei der kaufmännisch-bilanziellen Einspeisung um eine generelle energiewirtschaftliche Bilanzierungsoption, die grundsätzlich unabhängig von der Art der Erzeugungsanlage, dem Bestehen eines etwaigen Anspruchs auf Förderzahlungen oder einer kaufmännischen Abnahme des Stroms nach dem EEG oder KWKG genutzt werden kann.“
Also es ist eine „eine generelle energiewirtschaftliche Bilanzierungsoption“ – es hat nichts mit einer separaten Einspeisung in irgendein separates Pseudonetz zu tun!
Vielleicht kann man zum besseren Verständnis für ‚alle‘ einen Artikel zum Bilanzkreisystem in Deutschland verfassen, damit die Zuordnung der Strommengen und die abgeregelten Strommengen aus Einspeiseanlangen (je Windkraft, Photovoltaik im Verteilnetz) für ‚alle‘ etwas anschaulicher werden?
(Europaweit wäre das schon eher eine Studie oder ein Buch?)
MfG und Dank
Also ich nehme den 19. Juli: Die Netzlast beträgt 46,005 GWh! Die PV Stromproduktion gleichzeitig 46,408 GWh.
Und zwar zwischen 13:00 und 14:00. Dass in der Stunde nicht alle anderen Stromerzeuger auf Null gefahren werden können, dürfte jedem klar sein. Allein die erneuerbare Energie produziert in dieser Stunde 4407 MWh mehr als am Netz abgefordert wird. Dieser Überschuß führt zu den negativen Preisen. Mehr kann ich da nicht reininterpretieren. Und mit jeder zusätzlichen PV Anlage verschärft sich dieses Thema in solchen Stunden.
Anzumerken ist, dass nur ein kleiner Teil des PV Stroms für diese Situation verantwortlich ist, aber die gesamten 46 GWh mit negativem Preis bewertet und bezahlt werden. Wer diesen Strom quasi aufkauft und zu normalem Tarif an seine Kunden weiterverkauft, macht ein tolles Geschäft!
Sandra Enkhardt schreibt
Ich hatte es schon mal versucht, Ihnen zu erklären. Dort steht:
„Nach dem Verständnis der Bundesnetzagentur handelt es sich bei der kaufmännisch-bilanziellen Einspeisung um eine generelle energiewirtschaftliche Bilanzierungsoption, die grundsätzlich unabhängig von der Art der Erzeugungsanlage, dem Bestehen eines etwaigen Anspruchs auf Förderzahlungen oder einer kaufmännischen Abnahme des Stroms nach dem EEG oder KWKG genutzt werden kann.“
@ Sandra Enkhardt
Eben eine energiewirtschaftliche Bilanzierungsoption. In diesem Fall eine Option als Ersatz dafür, dass man die EE 2010 mit den Ökobändern aus den Bilanzkreisen der Versorger raus genommen hat, und separat an der Börse verkauft. Somit waren die EE nicht mehr bilanziert. Bilanziert muss der EEG Strom aber irgendwo werden, wenn nicht mehr in den Bilanzkreisen. Wo soll denn sonst deren Marktwert, genauer gesagt Ramschwert, herkommen, den man für das EEG Konto benötigt. In dieser Bilanzierungsoption findet die Kannibalisierung der EE statt, um anschließend wieder ins System eingegliedert zu werden.
Wie der EEG Strom in der Praxis wieder ins System aufgenommen wird, zeigt die folgende Studie.
https://www.ee-news.ch/de/article/27409
Zitat:..Das steigende Angebot an erneuerbaren Energien – so beleuchtet die Studie – lässt die Preise am Spotmarkt der Strombörse sinken. Betreiber von konventionellen Kraftwerken, die ihren Strom schon lange vorher zu hohen Preisen verkauft haben und termingerecht liefern müssen, können ihren Gewinn aber noch steigern, indem sie den Strom nicht selbst erzeugen, sondern billig an der Börse kaufen. Ausgerechnet die schmutzigen Kraftwerke werden so zu Gewinnern der Energiewende. Zitat Ende.
Lesen Sie in meinem obigen Kommentar das, was das „IWR“ dazu geschrieben hat, das passt alles zu dem was ich hier geschrieben habe.zusammen.
Der Marktwert bildet sich an der Strombörse, Herr Diehl. Dort trägt die PV dazu bei, dass die Preise am Spotmarkt sinken. 389 Stunden unter Null im ersten Halbjahr, wo kamen die denn mehrheitlich her? Ja, von der kräftigen PV-Einspeisung und wenn dann eben nicht ausreichend Nachfrage da ist und keine Speicher, dann führt das eben zu diesen Preisen am Spotmarkt.
Das hat erstmal nichts mit dem EEG-Konto zu tun, denn nicht jeder Strom aus einer Erneuerbaren-Anlage ist automatisch EEG-Strom… und das andere Probleme ist dann, wer von diesen günstigen Strompreisen profitiert und wer eben nicht…
Sandra Enkhardt schreibt.
Der Marktwert bildet sich an der Strombörse, Herr Diehl.
@ Sandra Enkhardt
An der Börse bildet sich ein Börsenpreis. Eine Mischung aus Grau und Grünstrom. Sie wissen doch, der EEG Strom ( Ökobänder ) wird seit er 2010 an die Börse verbannt, wird dort von Graustrom nicht mehr unterschieden . Eine „reine“ Bilanz für EEG Strom ergibt sich nur in dieser sogenannten „energiewirtschaftliche Bilanzierungsoption.“
Und die reine EEG Strom Bilanz benötigt man für die Erlöse auf dem EEG Konto. um diese den Ausgaben für die EE Vergütungen gegenüber zu stellen, damit man dem Staat die Milliarden dokumentieren kann, die als Ausgleich zu überweisen sind..
Und der Börsenpreis variiert je nach Anteil von Grün- und Graustrom, oder nicht? Von daher ergibt sich aus dem Börsenpreis zu der Stunde, wo die PV einspeist auch der Marktwert. Wenn PV im Frühjahr/Sommmer um 20 Uhr/21 Uhr einspeisen würde, dann sähe der Marktwert halt anders aus, einfach weil der Börsenpreis dann ein anderer ist.
Sandra Enkhardt schreibt.
Und der Börsenpreis variiert je nach Anteil von Grün- und Graustrom, oder nicht? Von daher ergibt sich aus dem Börsenpreis zu der Stunde, wo die PV einspeist auch der Marktwert.
@ Sandra Enkhardt.
Es ergibt sich ein anderer Marktwert für die Mischung, aber doch nicht für PV alleine. Marktwert für PV alleine – den man für die Erlöse auf dem EEG Konto benötigt – ergibt sich nur, wo PV auchalleine bilanziert wird, und das geschieht nun mal ausschließlich in der sogenannten „energiewirtschaftlichen Bilanzierungsoption“ was ich Pseudoeinspeisenetz nenne, weil es das in der Realität nicht gibt.
„und das andere Probleme ist dann, wer von diesen günstigen Strompreisen profitiert und wer eben nicht“
Sektor (stromintensive Gross)Industrie?
Steuer Manfred schreibt.
Also ich nehme den 19. Juli: Die Netzlast beträgt 46,005 GWh! Die PV Stromproduktion gleichzeitig 46,408 GWh.
Und zwar zwischen 13:00 und 14:00. Dass in der Stunde nicht alle anderen Stromerzeuger auf Null gefahren werden können, dürfte jedem klar sein.
@ Manfred
Wenn Sie das auf die Zeit bis 2010 umlegen, wo die EE noch mit Ökobändern den Versorgern zugeteilt wurden sähe das wie folgt aus. In der Stunde zwischen 13 und 14 Uhr mit 46 005 Gwh Netzlast und 46 408 Gwh PV Leistung wäre am Day Ahead. dem Vortageshandel die Nachfrage in dieser Stunde ausschließlich mit PV Strom gedeckt, und bezahlt worden. Die 408 Gwh PV Überschuss konnten am Folgetag am Intraday Handel, bis zum Erfüllungszeitpunkt im Viertelstunden Takt benutzt werden. um Prognoseabweichungen auszugleichen. Fossil wäre in dieser Stunde nichts verkauft worden, und entsprechend wären die Anbieter vorgegangen.
Schauen Sie mal, wie der Day Ahead Handel funktioniert
https://www.next-kraftwerke.de/wissen/day-ahead-handel
Bei diesem Day Ahead Handel sind die Ökobänder seit 2010 leider nicht mehr berücksichtigt, und sorgen am Erfüllungszeitpunkt für den Überschuss.
Bis 2010 waren EE ein Grundrauschen in den Bilanzkreisen der Netzbetreiber, heute können sie 100 Prozent des Bedarfs decken oder eben nur ein paar Prozent, lässt sich aber leider nur eher kurzfristig prognostizieren… Deshalb funktioniert ihr „altes System“ nicht mehr, Herr Diehl.
Sandra Enkhardt schrieb:
„Der Marktwert bildet sich an der Strombörse“
Das ist so pauschal wie falsch. Richtig wäre, nur der Börsenpreis bildet sich an der Strombörse. Dann wird aber klar, dass es sich hier um einen Allgemeinposten handelt.
Der Marktpreis für den verkauften (Solar)Strom an private Endkunden liegt zu der gleichen Zeit bei ca. 39ct/kWh.
Der Marktpreis für industrielle Verbraucher richtet sich danach, wie gut vernetzt diese sind und kann von negativ bis deutlich oberhalb von 39ct/kWh liegen.
Der Marktpreis für konventionellen Strom wurde bereits Jahre bis Monate vorher festgelegt und liegt bei ca 10ct/kWh, egal ob er gebraucht wird oder nicht.
Der Marktpreis für PPAs wurde vertraglich festgelegt und ist prinzipiell nicht negativ, meist im Bereich unter 10ct/kWh. Je nach Vertrag schwankt dieser oder nicht.
Wie kommen sie auf 39 Cent? Fallen für Solarstrom keine Steuern, Abgaben und Netzentgelte an?
ich schrieb:
„Richtig wäre, nur der Börsenpreis bildet sich an der Strombörse.“
Was allerdings auch pauschal ist, „die Börsenpreise bilden sich an den Börsen“ wäre besser gewesen.
Zur gleichen Zeit zu der an den Kurzfristbörsen Solarstrom negativ verkauft wird, verkaufen fossile Erzeuger langfristig zu komfortablen Zukunftspreisen Strom von dem niemand weiß, ob er je gebraucht wird. Dort darf Solar aber nicht teilnehmen.
Sandra Enkhardt fragte:
„Wie kommen sie auf 39 Cent? Fallen für Solarstrom keine Steuern, Abgaben und Netzentgelte an?“
In diesem Bezug sind die Steuern, Abgaben und Netzentgelte Kostenpunkte, welche nicht vom Strom abhängen, sondern oft von der Höhe des Preises. So zum Beispiel zahlt Oma Erna mit ihrem unverschämten Tarif, welcher 60ct/kWh verlangt, wesentlich höhere Anteile als Klaus, der seinen Strom dank Batterie nur zu günstigen Zeiten bei Tibber einkauft. Aber auch der enthaltene Einkaufspreis ist nur ein Kostenpunkt (interessanterweise ein variabler Kostenpunkt, vergleichbar aber nicht gleichbehandelt mit z.B. Benzin).
Das ist bei +10ct/kWh und auch bei -10ct/kWh verkauftem Solarstrom nicht anders. Auch dort sind Kosten (Abgaben, Steuern etc) enthalten.
Wenn man mal etwas genauer hinschaut, dann landen die Finanzströme, welche via Kosten abgezweigt werden, ultimativ in den selben Bilanzen.
Lange Rede, kurzer Sinn, die 39ct sind der durchschnittliche Marktpreis für Verbraucher, weil dies verlangt und gezahlt wird.
Was variiert, sind die Margen der Versorger…
Sandra Enkhardt schreibt.
lässt sich aber leider nur eher kurzfristig prognostizieren… Deshalb funktioniert ihr „altes System“ nicht mehr, Herr Diehl.
@ Sandra Enkhardt
Dann würde ja die gesamte Energiewende nicht funktionieren, die basiert nämlich auf „Kurzfristigkeit“ Wie sollen denn sonst flächendeckend dynamische Tarife zustande kommen, wenn die Auslöser nicht — gleichmäßig verteilt — gesetzt sind, sondern außerhalb des Systems, sprich den Bilanzkreise als Überschuss an der Börse verramscht werden müssen.
Ich bleibe dabei, nur wenn die volatilen Ökobänder wieder dahin gewälzt werden wo die Musik spielt, nämlich in die Bilanzkreise der Versorger, können dort auch volatile, sprich dynamische Tarife entstehen.
Die Energiewende allein mit PV und Wind funktioniert ja auch nicht, da gehört weit mehr dazu, etwa Speicher und andere flexible Kraftwerke und Lasten…
Ich bleibe dabei, ihr System der volatilen Ökobänder funktioniert im heutigen Strommarkt einfach nicht mehr.
Die EinspeiseprognoseQualität für EE-Kraftwerke (im Systemmix Wind-, Photovoltaik-, Wasser-, Biomasse-, Geothermie-, Pumpspeicherkraftwerke) kann für kurzfristige Vorhersagen in der 1-2 Tage-Vorschau auf, mittlerweile, etwa 2% genau (teils zumindest) eingeschätzt werden.
Die langfristige Modellierung ist für den Kraftwerksmix aus EE-Anlagen nicht, auf Studienniveau, interessant genug für wissenschaftliche Forschung/Analyse?
Müssten die Energieversorger in den Bilanzkreisen die EE (auch zu 100%, auf eigene Kosten und Verantwortung) integrieren und verteilen, hätten diese Grosskonzern(verbünde), ‚mit Sicherheit‘, längst ein Konzept für die Verwendung des günstigen Stromangebotes entwickelt. Da die staatliche Regulierung (und Gesetzgebung), mit Beeinflussung durch Lobbygruppen und politischen Opportunismus, jedoch die Verpflichtung zur ‚werterhaltenden‘ Vermarktung mittels des Börsenstrompreishandels (pay-as-clear) am Spotmarkt der Strombörse nicht gesetzt hatten, damit weniger zum Vorteil für NormalstromkundInnen und Gemeinwohl, jedoch für Stromvermarkter und Grosskonzernstrukturen, stimmt die ‚Erzählung‘ nicht, dass die Kosten der Energiewende und des Stromnetzausbaues vor allem durch die dezentralen Aufbauleistungen der privaten und gewerblichen Akteure verursacht wären.
Die früher gängige Erzählung war auch: ‚Strom ist der hochwertigste Energieträger, da dieser für vielseitige Anwendungen einsetzbar ist.‘ (im Gegensatz zu ‚Wärme‘)
Welche Höhe hätte eine EEG-Umlage für 2025, würde man die dazu bisher geltenden Regeln dafür anwenden? (als Vergleich zur Entwicklung: 1GWp Neuzubau an Photovoltaikanlagenleistung kostet 2025 ca. 1Mrd. an Investitionskosten?, der Strom daraus für 20J., 20TWh, wird mit 1.2-1.6Mrd€ vergütet(?))
Sandra Enkhardt
„Was variiert, sind die Margen der Versorger…“
Diese sind nicht abhängig vom Preis. Das wäre so in einem freien Markt. Der Energiemarkt, mit allen Segmenten, ist dies nicht.
In jedem Fall enthält der Energiepreis (selbst der negative Börsenpreis*) immer einen Steueranteil (selbst wenn nur mindernd) und dieser ist nahezu direkt vom Endpreis abhängig.
*hier empfiehlt sich ein Blick in das Spielbuch der Ölindustrie, es gibt auch negative Steuern, wo das gewollt ist. Statt Steuern zu zahlen, wurden Steuern an die Ölindustrie gezahlt, z.B.: „Journalists Ben Webster & Audrey Gillan highlight that, thanks to investment allowances and loss reliefs, the sector received a net £5.6 billion tax payment from government in 2023–24.“
Die Margen der Versorger ergeben sich aus dem gesamten Einkommen, also auch den Abgaben und Förderungen (EEG, hier eher indirekt via gestützter negativer Preise) und den tatsächlichen Kosten. Der Verbraucherpreis enthält aber nicht die tatsächlichen Kosten, sondern angenommene durchschnittliche Kosten.
Durch die zunehmende Verkomplizierung, nebst dünner Datenlage, lassen sich natürlich viel leichter Bestandteile herausgreifen und andere unter den Tisch fallen, ohne dass dies gleich offensichtlich wird.
Zudem ist die stetige Wiederholung auf allen Kanälen, dass angeblich der Intraday-Handelspreis „der“ Marktpreis für Strom wäre, ein gefährliche Sache. Offensichtlich so wirksam, dass selbst ein Fachmagazin dem auf den Leim geht.
Fakt ist, jeglicher gehandelte Strom wird auch verkauft und zumindest in Deutschland quasi niemals zu negativen Preisen an den Verbraucher. Das ist interessanterweise anderswo nicht der Fall (z.B. Octopus Agile UK). In Deutschland sind negative Preise im Wesentlichen rein auf den Spekulationshandel beschränkt.
Lediglich im der Börse nachgeschalteten Stabilisierungs“markt“ kommt es zu Entlohnung für Nichtproduktion. Diese ist aber in den Abgaben reflektiert, nicht im Börsenhandelspreis. Jede einzelne an der Börse verkaufte kWh muss auch als an Endabnehmer zu positiven Preisen verkauft angesehen werden.
Sandra Enkhardt,
es ist auch interessant, einmal zu schauen, wo genau Versorger in der Energiekette stehen.
Der Strom wird zu allererst von fossilen Erzeugern (FF -> fossil fuel) versprochen, zu liefern. Diese bilden den Anfang der Kette und werden dafür bezahlt.
Dann wird der Strom (der selbe wie vorher) kurzfristig an der Spot-Börse versprochen zu liefern, diesmal überwiegend von Erneuerbare Energie (EE) Erzeugern. Bei positiven Entgelten unterhalb des „geförderten“ Preises, sowie negativen Preisen fließen EEG Gelder über den Umweg der EE-Erzeuger an die fossilen Erzeuger. Bei positiven Entgelten oberhalb des geförderten Preises fließen die Gelder oberhalb ohne Umweg vom EE-Erzeuger auf die EEG-Konten.
Wenn EE nicht liefern kann, muss FF liefern, wie versprochen.
Also liefern jetzt die Erzeuger (ein Mix aus EE und FF) an die Übertragungsnetzbetreiber.
Diese liefern den Strom an Grosskunden und die Verteilnetzbetreiber.
Diese liefern den Strom an die verbleibenden Endabnehmer.
Wo waren da die Versorger?
Richtig, nirgendwo.
Die Versorger sind vergleichbar einer Finanzabteilung der Produktionsabteilung parallel geschaltet und haben relativ wenig Einfluss auf das, was in den Netzen passiert (außer via Preisgestaltung).
Auch das ist ein wenig komplexer als hier dargestellt, da via PPA (Power Purchase Agreement) heutzutage Versorger entweder aus der Kette geworfen werden können (in einigen wenigen Szenarien) oder aber die Versorger via PPA die „Versorgungspflicht“ ohne Umwege über die Börsen und das EEG gewährleisten können. Die Fehlfunktion der Börsen und des EEG ist der Grund, warum PPA trotz aller Risiken im Vormarsch ist.
Die Fehlfunktion der Börsen ist meiner Meinung nach im spekulativen Aspekt zu finden. Geld wird nicht durch Angebot und Nachfrage von Strom sondern durch Handel von Lieferversprechen verdient, auch und vor allem ohne Absicht den gehandelten Strom jemals selbst zu nutzen. Auch dies ist ein Grund für die negativen Preise. Wenn der Käufer den Strom zur Nutzung erworben hätte, könnten keine negativen Preise entstehen, da die Abnahme garantiert wäre.
Nur wenn der Käufer den Strom loswerden muss, weil er ihn nicht nutzen kann, können auch negative Preise entstehen.
Wohingegen Erzeuger von EE keinen Anreiz haben, zu produzieren und deren Anlagen das auch problemlos zulassen. Diese können also gar keine negativen Preise erzeugen. Ich habe selbst für mich entsprechende Steuerungen entwickelt, wenn der Preis negativ ist, dann gehen die Inverter hart vom Netz (bzw. wird der Stromfluss umgedreht). Auch Windturbinen können Strom verbrauchen, sogar erstaunlich viel, z.B. im Niedrigwindbetrieb, um die Drehzahl nicht absinken zu lassen (z.B Vermeidung von Losbrechmoment)).
Anders sieht es bei Erzeugern von FF – Anlagen aus. Deren Anlagen lassen sich meist nicht schnell anpassen und es kann im Schnellabschaltverfahren (nicht nur Netzabwurf) teils Wochen dauern, bis das Kraftwerk wieder an das Netz kann. Unser ehemaliges Kohlekraftwerk brauchte z.B. zwei Wochen nach einer Notfallabschaltung bis es wieder ins Netz konnte. Hier kann es Sinn machen, in Anbetracht der Gewinne in anderen Zeiten, die Anlage kurzzeitig auch einmal trotz negativer Preise weiter zu betreiben. Ganz speziell im Fall von KWK, da dort über die Wärme trotzdem weiter Geld verdient wird. Und genau solche Kraftwerke will die Bundesregierung „wegen ihrer Effizienz“ errichten.
Ist das nicht merkwürdig, dass trotzdem immer wieder behauptet wird, EE wäre der Grund für die negativen Spot(t)-Börsenpreise? Wie hoch ist noch einmal der Anteil der komplett ungeregelten Prosumer-Anlagen ohne Rundsteuerempfänger?
PPA sind privatrechtliche Vereinbarungen, welche sich nicht der Verantwortung zur Daseinsvorsorge für die ‚essentielle‘ Versorgungsleistung Strom stellen müssen. (Dafür sind jedoch den (damaligen) Grosskonzernen der Energie- bzw. Stromversorgung Privilegien gewährt worden, finanzielle und regulatorische, für Stromerzeugung und Netzbetrieb, vor dem (europarechtlichen) Unbundling)(?)
Wer bezahlt(e) für die PPA Marktteilnehmer die Netzinfrastruktur (erfolgter Aufbau, notwendiger Ausbau, Wartung, Analyse)?
PPA Strompreise sind eine Orientierung für den echten (durchschnittlichen, saisonübergreifenden) Marktwert für gehandelten Strom aus Wind- und Photovoltaikkraftwerken.
„Auf smard.de lässt sich die Ursache negativer Preise gut nachvollziehen. Es ist die PV Stromproduktion.“
Man könnte auch erklären, dass seit Jahr(zehnt)en Flexibilisierung und steuerbare Lasten fehlen? (welche den Wert des umweltfreundlichen Stromes erhalten könnten)(?)
Im (relativ) abgeschlossenen Markt der Stromerzeugung bzw. Stromvermarktung sind (in Grosskonzernstrukturen) nur echte Profis aktiv. (Die politischen Interessenvertretungen (o. ä., bspw. Verbände, Vereine) sind ein weiterer Einflussfaktor dabei.)
Die Zielrichtung auf dezentrale, bürgerliche Anlagengrössen zwischen 2-5kWp im Niedrigspannung Verteilnetz, mit Verminderung derer Rentabilität, ist aus meiner Sicht unverschämt (angesichts der in der Strombranche üblichen Bezeichnung für Kleinkraftwerke für Leistungen von 1-10MW (und dabei vlt. 2500-3500 Nennlaststunden), vor der stärkeren Etablierung der EE).
„Wer soll da in Zukunft noch in größere PV Freifläche investieren?“
Wer braucht vor allem PV Freiflächenanlagen?
Sandra Enkhardt schreibt
Ich bleibe dabei, ihr System der volatilen Ökobänder funktioniert im heutigen Strommarkt einfach nicht mehr.
@ Sandra Enkhardt.
Die Zuteilung der volatilen Ökobänder „war“ die eigentliche Energiewende. Das ist nichts anderes als die Garantie, dass der Ökostrom – im Sinne der Energiewende – auch vorrangig verbraucht wird, und nicht wahllos, kontraproduktiv, missbraucht werden kann, wie sich das gegenwärtig an allen Ecken und Kanten zeigt..
Dazu kommt die gesellschaftspolitische Relevanz.
Die Energiewende besteht aus zwei wesentlichen Komponenten. Zum einen den Kosten, das sind die Vergütungen die an die Erzeuger gezahlt werden, frühere EEG Umlage, vor 2000 nannte man das Ökoabgabe, und war Bundesweit von unterschiedlicher Höhe, und zum anderen der Nutzen, weil deren Erzeugungen die Börsenpreise senken, in dem sie nach dem Merit Order Prinzip die teuersten fossilen Angebote verdrängen. Beide Komponenten sollten gleichmäßig verteilt werden. So wurde das 1998 jedenfalls für die kosten Komponente gesehen.
Ich erinnere an 1998 wo die Preußen Elektra eine Klage angekündigt hatte.
Siehe hier. https://taz.de/Stromkonzern-klagt-gegen-Windenergie/!1342655/
Weil in den nördlichen Bilanzkreisen, wegen der vielen Windräder höhere Ökoabgabe ( heutige EEG Umlage ) angefallen ist als in den anderen Bundesländern, hatten die eine Klage wegen Ungleichbehandlung angekündigt. Bevor es dazu kam wurde die Abgabe unabhängig vom Einspeisevolumen, einheitlich in alle Bilanzkreise verteilt. Mit anderen Worten die Kosten wurden gleichmäßig in die Bilanzkreise verteilt So sehe ich das nun auch mit dem Nutzen. Die volatilen Ökobänder sind der Auslöser für dynamische Tarife , infolge dessen haben alle Bilanzkreise das Recht auf diese.
Möglicherweise könnte in diesem Fall eine Verbrauchergenossenschaft mit Klage drohen, wenn es nicht geschieht.
Genauer gesagt wurde die EEG-Umlage und damit die Kosten für die EEG-Vergütungszahlungen auf den Verbrauch der Endkunden gleichermaßen umgelegt. Da aber PV-Betreiber weniger verbrauchen, sind sie auch weniger an den Kosten beteiligt, sondern im Gegenteil vergrößern den Umlageposten zu Ungunsten der Verbraucher ohne PV. Gerecht im Sinne der Energiewende?
„Da aber PV-Betreiber weniger verbrauchen, sind sie auch weniger an den Kosten beteiligt, sondern im Gegenteil vergrößern den Umlageposten zu Ungunsten der Verbraucher ohne PV. Gerecht im Sinne der Energiewende?“
Wer länger zum Ansparen brauchte, um mit Teilhabe umweltfreundlichen Strom einzubringen und sich nur eine kleinere Photovoltaikanlage leisten kann (und den Stromkonzernen die überschüssige Einspeisung nicht schenken will/kann), eine Anlagenleistung über 800W(/2000Wp) und unter 3-5kWp für sich als optimal erkannt hat, wird mit verminderter Rendite benachteiligt (bspw. 60% Einspeisebegrenzung, mit der Option die Nachteile durch dynamische Tarife und SmartMeter zu vermindern, theoretisch)(?)
Gerecht im Sinne der Energiewende?
Die Solarbranchenverbände hatten sich dazu nicht schützend für die kleineren Anlagenleistungen eingebracht (m. W.)(?)
Gerecht im Sinne der Energiewende?
wir meinen, nein, die (neuen, 1. Jan. 2026) kleineren Einspeiseanlagen werden zusätzlich belastet, völlig entgegen dem Grundsatz des Solidarprinzips(?)
MfG
„Da aber [] weniger verbrauchen, sind sie auch weniger an den Kosten beteiligt“
hier wird sogar im ‚grossen Stil‘ zum Energiesparen angestiftet (ein grosser süddeutscher Energiekonzern) 🙂
Tipp 1: Wassersparende Duschköpfe installieren
Tipp 2: Energiesparenden Kühlschrank kaufen
Tipp 3: Bei Beleuchtung auf LED und Stromsparlampen setzen
Tipp 4: Energiesparoption an Laptop oder PC aktivieren
Tipp 5: Wohnraumtemperatur reduzieren und energiesparend heizen
Tipp 6: Energiesparend lüften im Winter
Tipp 7: Türen und Fenster abdichten
Tipp 8: Warmwasser-Wärmepumpe installieren
Tipp 9: Stromverbrauch im Blick behalten
Tipp 10: Energieberatung in Anspruch nehmen
was dazu führt 🙂
„Gibt es eine staatliche Förderung für die Energieberatung?
Die Kosten für die Energieberatung müssen Sie nicht allein zahlen. Je nachdem, welche Aufgabe Energieberater*innen übernommen haben, können Sie auf staatliche Zuschüsse zurückgreifen. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) nutzt folgende Regelungen:
Ein- oder Zweifamilienhäuser: 80 % des förderfähigen Beratungshonorars, maximal 1.300 Euro
Mehrfamilienhäuser (ab drei Wohneinheiten): 80 % des förderfähigen Beratungshonorars, maximal 1.700 Euro
Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG): 500 Euro einmalig pro WEG bei Erläuterung der Beratungsergebnisse im Rahmen einer Wohnungseigentümerversammlung oder Beiratssitzung“
Sandra Enkhardt schreibt.
Genauer gesagt wurde die EEG-Umlage und damit die Kosten für die EEG-Vergütungszahlungen auf den Verbrauch der Endkunden gleichermaßen umgelegt. Da aber PV-Betreiber weniger verbrauchen, sind sie auch weniger an den Kosten beteiligt, Gerecht im Sinne der Energiewende?
@ Sandra Enkhardt.
Das ist nicht das Primäre. Es geht um Energiewende, und da sorgen die Ökobänder nun mal dafür, dass beim Day Ahead Handel, in den Bilanzkreisen wegen weniger Nachfrage die teuersten fossilen Angebote vom Markt verdrängt werden. Und Verdrängen der Fossilen ist für mein Verständnis ganz im Sinne der Energiewende.
Das ist sicher ein wichtiger Aspekt, aber nicht der einzige, der im Zuge der Energiewende beachtet werden sollte. Die Energiewende hat mehr Facetten…
@Hoffmann: Energie wird nicht erzeugt; sie ist. Man wandelt sie nur um, mit mehr oder weniger Wirkungsgrad. Am Anfang der PV Ära war es ganz einfach, man schickt den Strom ins Netz. Da wird man ihn ja los. Das Gehirn war dabei ausgeschaltet. siehe die damals festgelegte Frequenzgrenze, wo alle PV Anlagen abschalten sollten. Heute ist das ganz anders. Wenn viele einspeisen steigt die Spannung und die rotierenden Massen laufen leer, wobei sich dann die Frequenz erhöht. Hier sind neue, allumfassende Regelalgorithmen gefragt. Manuelles Eingreifen kann keiner mehr, es ist zu komplex geworden. Siehe Analyse Spanien.
Batteriespeicher gehören in die PV-Anlage integriert. Damit ermöglicht man 24 Stunden Einspeisung und eine deutliche Reduzierung der Anschlussleistung ans Netz.
Eine *strategische* Speicherung von PV oder Windstrom über Wochen und Monate mit Akkus ist eh Utopisch weil die Kosten eines Batteriespeichers der nur 2-3 mal pro Jahr geladen/entladen wird nicht tragbar sind.
Der Rest ergibt sich von selbst.
Leider werden Batteriespeicher ungeregelt eingesetzt. Im normalen Einfamilienhaus ist der Speicher jetzt im Sommer fast immer voll, da die PV vom Dach bis abends um 21:00 ausreichend Strom liefert. Über Nacht liefert der Speicher vllt 3 kWh. Diese lädt er bei den ersten Sonnenstrahlen morgens wieder auf. Über Mittag drückt dann die 10 kWp PV auf dem Dach ins bereits volle Netz zusätzliche 7 kW. Diese werden möglicherweise mit 10 Cent/kwh negativ bewertet. Ausgezahlt werden aber 10 Cent/kwh. Geldvernichtung für Nix: 20 Cent/kwh.
erkannt und befürwortet durch die Legislative, viele deutsche Aufsichtsgremien und Fachaussschüsse, über Jahre im Vorhinein erkannt und durch unabhängige WissenschaftlerInnen und ExpertInnen eingeordnet worden, mit Apellen an die ‚Regierungen‘ bekannt gemacht und zur Vermeidung aufgefordert (?)
das (regulatorische) Ergebnis: 2025, gesteigerte, negative Strompreishäufung für den Stromeinkauf
Zitat
Leider werden Batteriespeicher ungeregelt eingesetzt. Im normalen Einfamilienhaus ist der Speicher jetzt im Sommer fast immer voll, da die PV vom Dach bis abends um 21:00 ausreichend Strom liefert. Über Nacht liefert der Speicher vllt 3 kWh. …
—
Das EFH hat etwa einen Stromverbrauch von 10 kWh pro Tag. Davon entfallen 2-3 kWh auf die Nacht.
Meine 2,2 kWp haben als Maximalwert mal 15 KWh an diesem jenen Tag erzeugt. 10 kWp hätten also 60-70 kWh gebracht.
Der Eigenverbrauch als Grundlagen für die Speicherdimensionierung macht nur bei kleinen Anlagen Sinn. 10 kWp auf dem EFH sind schon keine kleinen Anlagen mehr – immerhin dürften hier 70-80% der Strommenge eingespeist werden.
Also was mache ich dann als Netzdienlichen Speicher ? Ich schaue das mein Überschuss möglichst ins Netz kommt und dafür nehme ich mit die 24 Stunden des Tages Zeit.
Deine 10 kWp liefern also häufig 50 kWh, wovon 40 ins Netz gehen ?
Macht eine Einspeisung von etwa 1,7 KW über 24 Stunden. Dein Speicher sollte etwa 20-30 kWh fassen. Das wäre netzdienlich. Im Moment sind die Speicherpreise noch etwas zu hoch für solche Modelle – zukünftig wird es aber so kommen – nach einer Phase des Aufschreis und des Lamentieren.
Man kann es auch von der anderen Seite betrachten. 70 GW Mittlere Last im Netz – bei 200 GW PV an eben jenem diesen. Wären eine Einspeisebegrenzung auf etwa 30%.
Steuer Manfred schrieb:
„Über Mittag drückt dann die 10 kWp PV auf dem Dach ins bereits volle Netz zusätzliche 7 kW. Diese werden möglicherweise mit 10 Cent/kwh negativ bewertet. Ausgezahlt werden aber 10 Cent/kwh. Geldvernichtung für Nix: 20 Cent/kwh.“
Jede kWh, welche eingespeist wird (Verluste aus Anschaulichkeitsgründen ignoriert) muss auch wieder ausgespeist werden, im Falle des Privatabnehmers zu durchschnittlich 39ct/kWh, unberührt der Börsenpreise. Also werden tatsächlich 10ct ausbezahlt und 39ct eingenommen. Die -10ct an der Börse sind nur Mittel zum Zweck, um spekulativ Finanzströme umzuleiten.
Davon ist regelmäßig nicht der Verbraucher betroffen und nur ausgewählte Erzeuger. Und des einen Erzeugers (Solar) -10ct sind des anderen Erzeugers (Gas, Kohle) +10ct.
ehrlich und kompetent, wie Ihre Krankenkasse (+20% Beitragserhöhung seit 3 Jahren) schrieb:
„das (regulatorische) Ergebnis: 2025, gesteigerte, negative Strompreishäufung für den Stromeinkauf“
Warten wir es ab …
Grundsätzlich ist Grüne Energie nicht für negativ Strompreise verantwortlich.
Es sind fossile Kraftwerke wo negative Energie anbieten.
Ich habe mich gedanklich mit HKN – Grünstrom ( Herkunftsnachweise für Grünstrom) beschäftigt, und bin da auf sehr dünnes Eis gelangt. Man kann dort auch einbrechen.
Die HKN sind eine Art Zeitreise-Dokument, mit welcher man die Vergangenheit ändern kann , beziehungsweise möchte.
Wenn ich als Privatmensch mittleren Alters Solarpark-HKN aus Chile in der
Größenordnung von 250 Megawattstunden kaufen könnte,würde ich meinen persönlichen Strombezug seit meinem Geburtstag 0 in Deutschland mit dem guten Karma *klimaneutral*
bezeichnen dürfen. Dies ist allerdings zu kurz gedacht. Die Vergangenheit hat an sich die Eigenschaft, dass Sie absolut statisch ist und unveränderbar . Die Vergangenheit ist ein abgeschlossenes Ereignisfeld , und kann eigentlich nicht absichtlich geändert werden.
Man kann den Lauf der Geschichte vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 zum Beispiel nicht ändern.
Mit HKN aber geglaubt schon . HKN sind virtuelle grüne Geister, die mit der vergangen Realität kollidieren sollen. Im Jahr 2021 hat Person Bert 100 Megawattstunden physikalischen Strommix verballert , 2 % Photovoltaikstrom und 98 % Kohlestrom .
Person Ernie hat im selben Jahr 100 MWh physikalischen Strommix 98 % Photovoltaikstrom und 2 % Kohlestrom verbraucht. Im Jahr 2022 kauft Bert bei EnBW einen PV-Strom HKN über 98 MWh die im Jahr 2021 physikalisch irgendwo von irgendjemandem verbraucht wurden. Der HKN hat Bert 654 EURO gekostet, damit hat er sein Stromjahr 2021 rückwirkend klimaneutral gestaltet.
Es gibt nur ein Problem: Der unbedarfte Ernie hat sich im Jahr 2021 gar nicht bewusst für 98 % grünen Strom entschieden, der ist physikalisch einfach so geflossen.
Wenn es aber ein interaktives Geschichtsbuch gäbe , und Ernie den physikalischen Strommix seines Stromverbrauchs im Jahr 2021 betrachten könnte, würde er feststellen dass er 100 % Kohlestrom bezogen hat. Das Karma- Stromjahr 2021 ist eigentlich abgeschlossen gewesen, aber Bert hat Ernie die 98 % Grünstrom
weggenommen, und durch 98 % Kohlestrom ersetzt.
Das Energie – Karma für 2021 von Ernie ist jetzt
schlecht , dass von Bert gut. Vorher war es umgekehrt.
HKN sind eigentlich nicht zu Ende gedacht, will ich damit schreiben. Der gesamte physikalische Strommix eines Jahres muss lückenlos mit HKN gedeckt werden, auch mit Atomstrom und Kohlestrom HKN. Dann kann man im Folgejahr die HKN allenfalls tauschen , und die persönliche Bezugnahme damit ändern. Tausche Atomstrom HKN gegen Grünstrom HKN.
Die Sache mit den Grünstrom HKN ist sicher gut gemeint, aber eigentlich haben die nur einen Tauschwert gegen andere MWh HKN , und keinen Wert an sich.
Am Ende bleibt doch tatsächlich: Macht die Dächer weiter voll mit Photovoltaik , denn nur so bekommt
man den fossilen Strom verdrängt.
von
Franz Gans schrieb:
„Man kann den Lauf der Geschichte vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 zum Beispiel nicht ändern.“
Das mag sein, aber wie du richtig bemerkt hast, kann man die (offizielle) Wahrnehmung dieses Geschichtsabschnitts ändern, dein Beispiel: „würde ich meinen persönlichen Strombezug seit meinem Geburtstag 0 in Deutschland mit dem guten Karma *klimaneutral* bezeichnen dürfen.“
Die EEX (Strombörse in Leipzig) ist nur eine unter vielen Strombörsen in Europa. Das System des Börsenhandels mit dem extrem vergänglichen Produkt. *elektrischer Strom* hat sich so stark etabliert, daß es nie mehr verschwinden wird. Die Möglichkeit der Einspeicherung/Ausspeicherung von Strom ( ⚡Reinheit 999,999 😉) in Batterien , wird den Börsenhandel noch ausweiten und noch feiner granulieren.
Natürlich gibt es , wie an jeder Börse ,
„Familienbeziehungen“ und „Vitamin B“.
Wenn ich als Franz Gans mit einem von Onkel Helmut geerbten Diamanten bei der Diamantenbörse in Antwerpen vorstellig werden will, um einen guten Bargeld -Kurs für meinen dödeligen Diamanten zu bekommen ,
lassen die mich erst gar nicht rein in die Hoch-Level-Handelszone. Irgendein fliegender Händler wird mir im Umkreis der Börse den Diamanten gönnerhaft für ein
paar mickrige Euro abkaufen.
Genauso wird zur Zeit Strom aus Photovoltaikanlagen an der Börse behandelt, fürchte ich.
Wenn Kraftwerksbetreiber „Nach-mir-die-Meerflut“ seinen fossilen Strom mit Future-Kontrakten für den Monat 07/2027 schon für ansehnlich viel EURO verkauft hat, wird der Strombörsenmakler eventuell am 30.06.2027 den Chef von NmdM anrufen, und ihm den Versand von geschenktem PV-Strom ,statt dem bereits bezahlten Kohlekraftwerksstrom, anbieten. Der Stromempfänger kann ja nicht unterscheiden , ob er
KoKW,KKW oder PV-Strom bezieht. Darum wird an der Strombörse auch dem Wortlaut nach Graustrom gehandelt.
Der resultierende Gewinn wird dann auf dem Golfplatz oder in einem Raumschiff aufgeteilt. Man hat’s ja…
Trotzdem ist die Strombörse voll okay , und zukünftig
gibt es vermutlich auch ein Universum an Produkten für Private. Eine Stromsofortrente nach Einmalzahlung, oder ein Stromrentenversicherung,oder was auch immer schönes . Strom könnte sich neben FIAT -Währungen , Kryptowährungen, Edelmetallen als weitere Anlage- und Energieausgleichsmöglichkeit etablieren.
Franz Gans schreibt.
Genauso wird zur Zeit Strom aus Photovoltaikanlagen an der Börse behandelt, fürchte ich.
Wenn Kraftwerksbetreiber „Nach-mir-die-Meerflut“ seinen fossilen Strom mit Future-Kontrakten für den Monat 07/2027 schon für ansehnlich viel EURO verkauft hat, wird der Strombörsenmakler eventuell am 30.06.2027 den Chef von NmdM anrufen, und ihm den Versand von geschenktem PV-Strom ,statt dem bereits bezahlten Kohlekraftwerksstrom, anbieten.
@ Franz
Das was Sie hier fürchten, ist Realität, und mit verschiedenen Untersuchungen bestätigt.
Hier z.B. https://www.ee-news.ch/de/article/27409
Zitat: Billig an der Börse
Das steigende Angebot an erneuerbaren Energien – so beleuchtet die Studie – lässt die Preise am Spotmarkt der Strombörse sinken. Betreiber von konventionellen Kraftwerken, die ihren Strom schon lange vorher zu hohen Preisen verkauft haben und termingerecht liefern müssen, können ihren Gewinn aber noch steigern, indem sie den Strom nicht selbst erzeugen, sondern billig an der Börse kaufen. Ausgerechnet die schmutzigen Kraftwerke werden so zu Gewinnern der Energiewende. Zitat Ende.
Bezahlen tut das alles der Staat, über die „Nebelkerze“ EEG Konto. Denn dort schlagen die sinkenden Börsenpreise als weniger Einnahmen zu Buche, verursachen einen negativen Saldo zu den EE Vergütungen, den der Staat jährlich mit Milliarden ausgleichen muss.
Im Klartext, je mehr EE wir bekommen, die den Strom immer billiger machen, desto mehr werden die Milliarden die der Staat auf dem EEG Konto zuschießen muss.
Wenn auf dieser Grundlage die AfD sagt die Energiewende wird unbezahlbar, kann man ihnen nicht einmal widersprechen.
Vielleicht existiert das Ökoband mit Direktabnahme durch den Endverbraucher ja noch , es heißt nur anders. Vielleicht ist das Volumen dieses Ökobands sehr, sehr groß, und es sind keine Börsenmakler involviert.
Das Ökoband der Gegenwart setzt sich aus eigener PV-Dachanlage , 60+Unendlich kWh Batteriespeicher, XXl- Gefriertruhe ,drei Kühlschränken und zwei Elektroautos zusammen.
Steckersolargeräte, im Volksmund auch Balkonsolaranlagen genannt, sind auch Ökobänder ,welche man sogar nach eigenem Ermessen nutzen kann. Die Waschmaschine bei wolkenlosem Himmel laufen lassen,wenn die Sonne gerade den optimalen Lauf über dem angebrachten Energiewandler hat , stellt eine Direktnutzung des lokalen Ökobands dar.
….
Über die Green-Power HKN ( Herkunftsnachweise) bin ich aber noch nicht so glücklich , speziell im „Reverse“ Gedankengang.
Die Gesamtbilanz der eigenen energetischen Vergangenheit lässt sich nicht ändern/ ändern ?
…
Ich möchte meine Neandertalergene rückwirkend loswerden.Die beschädigen fortwährend mein positives Energie-Chakra. An
welche Stelle kann ich mich da wenden , um HKN über
100 % Homo Sapiens – Genfluss bis 90 003 v.Chr. zu
erwerben? Damit wären die Klimakterium- Genflussfehler meiner Vergangenheit korrigiert, und die Last des Daseins zu meinen Gunsten entlastet, und ich wäre in der Gegenwart ein 100 % moderner Mensch.
Dieser Grünstrom-HKN sind schon echt starker Tobak ,
aber ich wage es nicht Sie als Scharlatanerie zu
bewerten .
Vielleicht sind HKN eine Annäherung an die Möglichkeit die Vergangenheit zu ändern, beziehungsweise Grundlagen zu dieser Möglichkeit zu erörtern. Die
Trilogie “ Zurück in die Zukunft“ ist einer der genialsten Filmreihen des 20. Jahrhunderts zum Thema Raumzeitreise, denn Sie stellt die richtigen Fragen zu :Was wäre wenn…? auf
sehr unterhaltsame Art.
Die Gesamtbilanz der energetischen / genetischen Vergangenheit an sich lässt sich wahrscheinlich nicht
ändern , aber man kann im Geist in die Vergangenheit zurückreisen, und Tauschbörsen eröffnen und Tauschbörsen schließen, wenn man interaktive HKN zu 100 % ernst nimmt.
Der Austausch von Neandertalergenen und Homo Sapiensgenen hat nachweislich dazu geführt, dass 40 % des Neandertalergenoms noch in der Menschheit der Gegenwart zirkulieren. Wobei der einzelne
moderne Mensch etwa 1 % bis 5 % Neandertalergene im Ausdruckstanz des Lebens gratis mitreisen lässt.
Der 48 % Neandertaler in uns allen ist eigentlich fein raus , denn er existiert nur als aufgesplitteter Geist. Der Typ muss sich nicht mit den real existierenden Problemen des physischen Daseins abplagen , wie der aktive Moderne Homo Sapiens Mobilitensis …Kein Jetlag , keine Kreditkartensperre im ungünstigsten Moment , keine Klimakrise kann sein schöngeistiges Dasein im Speerspitzen- Kunsthandel negativ beeinflussen.
Freundlich und bestimmt hinauskomplimentieren kann man die Neandertalerfamilie aus der Menschheitsfamilie auch nur erfolglos , denn dies gelingt seit
50 000 Jahren nicht.
Bleibt nur die Tauschbörse. Tausche Gene und Geist gegen physische Auferstehung. Wenn eine astreine Neandertalerfamilie wieder real auf der Erde existieren würde ,mithilfe der modernen Genschere ,käme sich der moderne Mensch wie Graustrom vor , und würde wohl alles daran setzen wenigstens wieder 100 % Homo Sapiens zu werden ,und nicht nur zu 98 % .
Das Problem der Raumzeitreise ist :
Herkunftsnachweise für Grünstrom haben dieselbe Existenzberechtigung wie Gedenkmünzen mit Nominalwert, die auch offiziell ( nationale ) Zahlungsmittel sind. Man kann die zwar nicht so Recht in Umlauf, und damit Wirkmacht bringen , aber man
kann sich daran individuell erfreuen.