PV Austria mit neuem Dashboard zum Photovoltaik-Ausbau

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In Österreich blickt man mancherorts neidisch auf das deutsche Marktstammdatenregister. Auch wenn es bei der Auswertung der Photovoltaik-Zubauzahlen dabei einige Klippen zu umschiffen gibt, bietet das Register doch einen guten Einblick in die Marktentwicklung in Deutschland. In Österreich gibt es kein offizielles Verzeichnis für Neuanlagen, die Daten werden mühsam bei Netzbetreibern und der Förderstelle zusammengesucht.

Mit seinem neuen Dashboard will der Bundesverband Photovoltaic (PV) Austria für mehr Klarheit sorgen, wie sich der Photovoltaik-Zubau in dem Land entwickelt und wie weit die Ziele für 2030 und 2040 noch entfernt sind. Nach den Angaben des zuständigen Klimaschutzministeriums belief sich die neu installierte Photovoltaik-Leistung im vergangenen Jahr auf 2,6 Gigawatt. Gegenüber den Vorjahren ist dies eine deutliche Steigerung. 2022 hatte Österreich erstmals knapp die Gigawatt-Marke beim jährlichen Zubau geknackt.

Vor allem in Niederösterreich (562 Megawatt) , Oberösterreich und der Steiermark (jeweils 521 Megawatt) sei viel Photovoltaik zugebaut worden. Der Gesamtausbau liegt mit 1,42 bis 1,2 Gigawatt in diesen  Flächenbundesländern auch am höchsten. Insgesamt sind nach den Zahlen in Österreich kumuliert Photovoltaik-Anlagen mit 6,3 Gigawatt installiert, und damit scheint die Zielvorgabe von 11 Gigawatt aus dem EAG bis 2030 in Reichweite. Allerdings sind erst rund 30 Prozent erreicht, wenn man die jüngsten Vorgaben aus dem integrierten österreichischer Netzinfrastrukturplan (ÖNIP) zugrunde legt. Demnach sollen in Österreich bis 2030 Photovoltaik-Anlagen mit insgesamt 21 Gigawatt installiert sein. Bis 2040 sollen es dann 41 Gigawatt installierte Photovoltaik-Leistung sein.

„Der Photovoltaik-Boom des letzten Jahres hat gezeigt, was möglich ist“, so Vera Immitzer, Geschäftsführerin von PV Austria. Allerdings müssten die Bundesländern nun mehr machen, um die Voraussetzungen zu schaffen, den anvisierten Zielpfad zu einzuschlagen. „Leere Gesetzesentwürfe, wie das Tiroler Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz, oder das Kärntner-Energiewendegesetz samt PV-Verordnung, bringen nicht die dringend notwendigen Verbesserungen. Was es für eine moderne Strominfrastruktur braucht, ist der Beschluss des ElWG“, sagte Immitzer weiter.

Daneben brauche es auch eine Vereinheitlichung der Genehmigungsverfahren. PV Austria hat hierzu rund 36 verschiedene Gesetze in den 9 Bundesländern gezählt, was den Photovoltaik-Ausbau insgesamt erschwert. Zudem sollten die Bundesländer die Zonen für den Photovoltaik-Ausbau ausweisen oder jene, die bereits eine Zonierung vorgenommen haben, diese nachbessern.

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