Mineralölwirtschaft gründet neuen Verband für klimafreundliche Energieträger

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Jahrzehntelang trommelten der Mineralölwirtschaftsverband (MWV) und das Institut für Wärme und Mobilität (IWO), bis 2020 noch Institut für Wärme und Öltechnik, lautstark für die Interessen der deutschen Ölindustrie. So bewarb das IWO noch bis vor kurzem den Austausch einer alten Ölheizung durch einen Öl-Brennwertkessel als Maßnahme für den Klimaschutz. Nun stellen sich die beiden Verbände neu auf: Sie gehen im neu gegründeten Verband „En2x – Wirtschaftsverband Fuels und Energie“ auf.

Der Name wird „n-to-x“ ausgesprochen und ist abgeleitet von „energy to x“ – wobei das „x“ die Vielzahl an Energieträgern, Herstellungs- und Einsatzmöglichkeiten symbolisieren soll. Mit dem Zusammenschluss will die deutsche Mineralölwirtschaft deutlich machen, dass sie die Transformation von derzeit noch weitgehend fossilen hin zu klimafreundlichen Energieträgern voran bringen will. „Die Zukunft von Fuels und Energie muss treibhausgasneutral sein“, sagt En2x-Vorsitzender Fabian Ziegler, zugleich Vorsitzender der Geschäftsführung von Shell in Deutschland.

Ob CO2-neutraler Wasserstoff, alternative Kraft- und Brennstoffe, neue Produkte für die chemische Industrie oder Ladestationen für Strom aus erneuerbaren Energien an der Tankstelle: Die derzeitige Mineralölwirtschaft wolle ihren Kunden neue Angebote unterbreiten und das Leistungsspektrum nachhaltig erneuern, betont Ziegler.

Hauptgeschäftsführer von En2x sind Christian Küchen, zuletzt in gleicher Position beim MWV, und Adrian Willig, zuletzt Geschäftsführer des IWO. Zu den Mitgliedern zählen unter anderem Baywa, BP, Eni, Esso, Jet, Mol, OMV, Orlen, Rosneft, Shell und TotalEnergies.

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