Berlin bekommt neue Salz-Batteriefabrik für 39 Millionen Euro

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Das Internationale Konsortium CSE hat den Bau einer Batteriefabrik im Berliner Stadtteil Marzahn angekündigt. Insgesamt 39 Millionen Euro wollen die Unternehmen um BAE Batteries, DPU Investment, Netracon aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und UNE aus Italien sowie ein Privatinvestor am Standort investieren, wie sie nun ankündigten. Ende 2022 soll das Werk mit einer Jahreskapazität von 300 Megawattstunden in Betrieb gehen, wie ein Sprecher von DPU Investment auf Anfrage von pv magazine erklärte. 380 neue Arbeitsplätze könnten damit entstehen. 2024 bis 2026 sei eine Erweiterung auf eine Jahreskapazität von einer Gigawattstunden vorgesehen, so der Sprecher weiter. Damit ließen sich dann zehn Millionen Batteriezellen jährlich herstellen.

Die Unternehmen setzen auf die Technologie Salz und wollen damit eine Alternative zu stationären Speichersystemen auf Lithium-Basis bieten. Die CSE Batterien seien nicht brennbar oder explosiv. Zudem komme das benötigte Natriumchlorid massenhaft in Europa vor, sei nicht umweltgefährdend und kostendeckend komplett recyclebar, so die Unternehmen weiter. Sie wollen die technologische Entwicklung zudem gemeinsam mit Wissenschaftlern der TU Berlin und dem Forschungszentrum Jülich vorantreiben.

„Ein weit verbreiteter Irrtum ist der Glaube, dass die Elektromobilität der größte Batteriemarkt der Zukunft ist. Tatsache ist, der größte Batteriemarkt der Zukunft ist die stationäre Speicherung von Energie“, erklärte Jan IJspeert, Geschäftsführer der BAE Batterien, anlässlich der Bauankündigung. Er warb für die alternative Technologie, gerade hinsichtlich des teilweise umstrittenen Abbaus von Lithium und Kobalt, die in Photovoltaik-Heimspeichern vielfach eingesetzt werden. Lithium-Batterien dürften nur als Brückentechnologie dienen. „Die Stimmen in Politik, Wirtschaft und Forschung mehren sich, die Strategie von Bundesministers Peter Altmaier zum Aufbau von Lithium-Batterieproduktionen in Deutschland mit Milliarden Steuergeldern zu hinterfragen und stattdessen auf eine Technologie offene Förderung zu setzen“, so IJspeert

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