Unbegrenzter Speicherplatz – Fenecon und Caterva zahlen Prämie für Teilnahme am Smart Grid

Jährlich bis zu 7.500 Kilowattstunden verbrauchen, dafür keine Stromkosten zahlen und zusätzlich 300 Euro einstreichen. Das versprechen Fenecon und Caterva ihren Kunden. Die beiden Partner bewerben das Modell als „20 Jahre Freistrom“. Ganz umsonst ist das natürlich nicht. Die Endkunden müssen diese Menge an Strom zunächst selbst, zum Beispiel mit seiner Photovoltaik-Anlage, produzieren und sollten außerdem den Fenecon Speicher „Pro 9-12“ betreiben.

Caterva ist nach eigenen Aussagen aktuell der einzige präqualifizierte Anbieter von Primärregelleistungen aus dezentralen Speichern in Deutschland. Das Unternehmen habe bereits eine dreistellige Zahl von Speichern erfolgreich im Einsatz, die tagtäglich Photovoltaik-Eigenverbrauch, Primärregelleistung und Börsenhandel kombinieren.

Der Kunde müsse, um das Konzept zu nutzen, nicht einmal seinen Stromanbieter wechseln, berichtet Franz-Josef Feilmeier, Geschäftsführer von Fenecon. Speist er überschüssigen Strom ins Netz ein, erhalte er auch weiterhin eine Einspeisevergütung. Bilanziell verbleibt der Strom jedoch im Caterva-Schwarm und wird dem Kunden später in voller Höhe wieder zur Verfügung gestellt. Im Vergleich zu einer Einzelinstallation profitierten Kunden vom Schwarm-Ansatz, der Vermarktung ihrer Überschüsse am Primärregelmarkt und unterstützen gleichzeitig die Netzstabilisierung.

pv magazine Webinar

pv magazine Chrefredakteur Michael Fuhs diskutiert das vorgestellte Modell am 28. April um 13 Uhr in einem Webinar mit Franz-Josef Feilmeier, Geschäftsführer von Initiativpartner Fenecon und Armin Keinath von Caterva. Er wird ausführlich die Fragen der Wirtschaftlichkeit erörtern, klären, was diesen „Schwarm“ von anderen Stromcommunities unterscheidet und herausfinden, welche Garantien das Versprechen einer 20-jährigen Stromflat wirklich beinhaltet. Registrieren Sie sich jetzt!

Fenecon verfolge mit seinen Speichern eine Smartphone-Philosophie, so Feilmeier. Lösungen verschiedener Anbieter könnten wie Apps einfach dazugenommen werden. Die sonst starre Verbindung zwischen Hardware- und Softwarelieferant werde aufgehoben. Der „Smartphone“-Speicher mit neun Kilowatt Leistung und einer Kapazität von 12 Kilowattstunden wird für das Caterva-Freistrompaket werkseitig mit einer intelligenten Steuerbox ausgerüstet, die es ermöglicht, das System mit dem zentralen Caterva Energiemanagement zu verbinden und Teil eines virtuellen Großspeichers zu werden, den Caterva dann an der Börse gewinnbringend zur Netzstabilisierung vermarktet.

Über die neue Partnerschaft mit Caterva baue Fenecon auch sein Angebot für Energieversorger aus. „Das Angebot ergänzt unsere Lösungen im Fenecon Energy Pool optimal. Speicher-Geschäftsmodelle sind besonders spannend, wenn sie von etablierten Versorgern mit Freistrommodellen an ihre Kunden angeboten werden – denn hier profitieren alle Beteiligten“, erklärt Leonhard Kriegl, Key Account Manager für Energieversorgungsunternehmen bei Fenecon.