Situation bei Conergy verfahren

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Die Conergy AG muss weiter um ihr Überleben bangen. Nach einem Bericht des „Handelsblatts“ (Freitagausgabe) stehen sich die Gläubigerbanken um den Großaktionär Commerzbank und die Hedge-Fonds „momentan unversöhnlich gegenüber“. Allerdings müssen sich beide Seiten bis zum 21. Dezember auf eine gemeinsame Linie einigen. Ansonsten droht die Pleite des Hamburger Photovoltaik-Unternehmens. Aus Verhandlungskreisen verlautete allerdings dem Medienbericht zufolge, dass niemand Interesse an diesem Weg habe und eine Insolvenz daher unwahrscheinlich sei.

Conergy wurde vor gut einer Woche in einem Gutachten der Prüfgesellschaft PriceWaterhouseCooper (PWC) eine Überschuldung attestiert. Deshalb muss das Solarunternehmen nun seine Kredite über insgesamt 325 Millionen Euro neu ordnen. Während die Commerzbank und andere Geldinstitute eine Verlängerung der Kredite zu besseren Konditionen wollen, drängten die investierten Hedge-Fonds auf einen Schuldenerlass in Höhe von mehr als 50 Prozent sowie eine anschließende Umwandlung von Fremd- in Eigenkapital. In den vergangenen Monaten hatte der einige Hedge-Fonds, darunter York Capital, und auch die Deutsche Bank Schulden anderer Gläubiger übernommen, wie es weiter hieß. Rund 40 Prozent des Kreditvolumens sollen demnach bei neuen Investoren sein. Sie könnten bei einer Umwandlung der Schulden in Aktien das Photovoltaik-Unternehmen dann möglicherweise kontrollieren. Die Banken sind deshalb auch gegen diesen Weg, da sie dann auf einen Großteil ihres Geldes verzichten müssten. Die Banken präferieren laut „Handelsblatt“ eine andere Lösung. Sie wollen die Kredite stunden oder in Mazzanine-Forderungen umwandeln. Dann müssten sie im Fall von Verlusten nicht bedient werden, die Verschuldung von Conergy würde zumindest formell sinken.

Conergys Finanzvorstand Sebastian Biedenkopf zeigt sich dennoch optimistisch, dass eine Einigung fristgerecht erzielt wird. Allen Beteiligten sei klar, dass niemand von einer Insolvenz profitieren würde. (Sandra Enkhardt)

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