Solarworld-Hauptsitz in den USA

In den USA wird Solarworld nun seine Modulkapazitäten weiter erhöhen.
Foto: SolarWorld

Solarworld baut US-Produktion aus

31. Oktober 2014 | Märkte und Trends, Topnews

Der Photovoltaik-Hersteller reagiert auf die steigende Nachfrage aus den USA. Die Modulkapazität des Werks in Oregon soll daher nun auf 530 Megawatt ausgebaut werden. Insgesamt verfügt Solarworld dann über Fertigungskapazitäten von mehr als 1300 Megawatt.

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Die Solarworld AG will ihren Produktionsstandort in Hillsboro im US-Bundesstaat Oregon weiter ausbauen. In einem ersten Schritt sei die Erweiterung der Modulkapazitäten von 380 auf 530 Megawatt geplant, teilte der Photovoltaik-Hersteller mit Hauptsitz in Bonn mit. Zudem gebe es dann eine Erweiterungsoption auf 630 Megawatt. Zum Zeitrahmen machte Solarworld zunächst aber keine Angaben.

Der Hersteller reagiert damit auf die deutlich gestiegene Nachfrage aus den USA. Solarworld hatte erst in dieser Woche seine vorläufigen Zahlen für das dritte Quartal 2014 vorgelegt. Demnach hat das Unternehmen seinen Absatz gegenüber dem zweiten Quartal und dem Vorjahr deutlich steigern können. Knapp die Hälfte seiner Geschäfte machte Solarworld dabei in den USA. Nach den Prognosen wird der US-Markt in diesem Jahr um mehr als 30 Prozent wachsen. Auch für 2015 werde ein ähnlicher Anstieg des Photovoltaik-Zubaus erwartet.

Im Zuge der Erweiterung will Solarworld auch noch mehr monokristalline PERC-Zellen fertigen. Bislang seien 335 Megawatt der Fertigungskapazitäten für Solarzellen auf die PERC-Technologie umgestellt. Nun sollten weitere 100 Megawatt folgen, hieß es weiter. Der Einsatz dieser Technologie ermögliche es Solarworld, die Leistung seiner Module auf mindestens 280 Watt zu steigern. Mit seinen Standorten in Deutschland verfügt Solarworld nach dem Ausbau des US-Werks über Produktionskapazitäten von 1300 Megawatt, wie es weiter hieß. Der Hersteller produziert im sächsischen Freiberg und im thüringischen Arnstadt, wo er die Fertigung von Bosch in diesem Jahr übernommen hat.

Solarworld bezeichnet sich selbst als „mit Abstand“ größten Hersteller von Photovoltaik-Produkten in den USA, Deutschland und weltweit außerhalb Asiens. Der Konzern hat in der Vergangenheit in den USA ein Anti-Dumping- und Anti-Subventionsverfahren gegen chinesische Hersteller kristalliner Photovoltaik-Produkte angestoßen. Mittlerweile sind Importzölle für chinesische Produkte verhängt worden. Um die verbliebenen Schlupflöcher zu schließen, die chinesischer Hersteller bislang nutzten, um die Einfuhrzölle zu umgehen, laufen derzeit weitere Ermittlungen, die auch auf taiwanesische Produzenten ausgeweitet wurden. Den Kapazitätsausbau kündigte Solarworld in Anwesenheit des US-Senators Ron Wyden an, der zugleich Vorsitzender des Finanzausschusses ist. Er habe seine Unterstützung für Solarworlds Initiativen für einen fairen Wettbewerb in den USA und den Erhalt sowie den Ausbau der Solarindustrie im Land betont, hieß es weiter. (Sandra Enkhardt)

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