Solarpark Jura von IBC Solar an der A70

IBC Solar hat jüngst den Solarpark "Jura" fertiggestellt. Er gehört zu den größeren Projekten, die in Deutschland noch realisiert werden.
Foto: IBC Solar AG

Photovoltaik-Zubau im Januar bei 193,5 Megawatt

28. Februar 2014 | Politik und Gesellschaft, Topnews

Die rückläufige Tendenz bei der neu installierten Photovoltaik-Leistung in Deutschland setzt sich fort. Die Vergütungssätze für die Solarförderung sinken ab März weiter und liegen zwischen 9,28 und 13,41 Cent je Kilowattstunde.

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Im Januar 2014 sind bei der Bundesnetzagentur insgesamt 5970 neue Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 193,5 Megawatt gemeldet worden. Dies ist ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahr, als der Photovoltaik-Zubau noch gut 274 Megawatt im Januar erreichte. Gegenüber Dezember mit einem Wert von 166 Megawatt ist es allerdings eine leichte Steigerung. Die veröffentlichten Daten der Behörde zeigen, dass der Bau von großen Freiflächenanlagen in Deutschland nahezu brach liegt. Gerade einmal drei Solarparks mit knapp unter zehn Megawatt Leistung sind im Januar fertiggestellt worden. Seit der EEG-Novelle 2012 werden keine Photovoltaik-Projekte mit mehr als zehn Megawatt Leistung in Deutschland mehr gefördert. Weitere 25 Photovoltaik-Anlagen hatten im Januar der Veröffentlichung zufolge eine Leistung zwischen 1,0 und knapp 6,3 Megawatt Leistung.

Die Einspeisevergütung für Solarstrom aus neuen Photovoltaik-Anlagen sinkt auch im März weiter. Die von der Bundesnetzagentur ermittelte monatliche Degression beträgt derzeit 1,0 Prozent. Damit sinkt die Solarförderung für Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung zwischen einem und zehn Megawatt im März auf 9,28 Cent je Kilowattstunde. Kleine Dachanlagen mit bis zu zehn Kilowatt Leistung erhalten eine Einspeisevergüung von 13,41 Cent je Kilowattstunde. Solarstrom aus Photovoltaik-Dachanlagen bis 40 Kilowatt werden mit 12,72 Cent je Kilowattstunde vergütet und bei Anlagen zwischen 40 und 1000 Kilowatt Leistung mit 11,35 Cent je Kilowattstunde. Auch für April steht bereits fest, dass die Vergütung erneut um ein Prozent abgesenkt wird. Danach muss die Bundesnetzagentur die Degression neu ermitteln, entscheidend dafür wird dann der Zubau zwischen April 2013 und März 2014 sein. Dieser summiert sich derzeit auf etwas mehr als 2720 Megawatt. Sofern in den kommenden zwei Monaten nicht ein Photovoltaik-Leistung von mehr als 800 Megawatt neu installiert wird, wird die Degression somit bei einem Prozent auch für die Monate Mai, Juni und Juli bleiben.

Im vergangenen Jahr belief sich der Photovoltaik-Zubau in Deutschland auf 3,3 Gigawatt. Ein deutlicher Markteinbruch gegenüber den beiden Jahren davor, als er jeweils rund 7500 Megawatt betrug. (Sandra Enkhardt)

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