Solarpark an Bahnlinie in Bayern

Der Photovoltaik-Zubau in Deutschland hat deutlich an Fahrt eingebüßt.
Foto: Hanwha SolarOne

Nur ein Gigawatt Photovoltaik-Zubau im ersten Halbjahr

31. Juli 2014 | Politik und Gesellschaft, Topnews, Hintergrund

Auch im Juni sind in Deutschland nur Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 188 Megawatt Bundesnetzagentur gemeldet worden. In den ersten sechs Monaten sind damit gerade einmal gut 1000 Megawatt Photovoltaik-Leistung neu installiert worden. Nach der Verwirrung der letzten Tage hat die Behörde nun auch die offiziellen Einspeisetarife veröffentlicht, die für August und September gelten.

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Die erhoffte Erholung des Photovoltaik-Marktes in Deutschland ist ausgeblieben. Im Juni sind bei Bundesnetzagentur gerade einmal 7078 neue Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 188,6 Megawatt gemeldet worden. Damit ist im Juni sogar weniger Photovoltaik als im Januar in Deutschland zugebaut worden. Nach den Angaben der Behörde beläuft sich die neu installierte Photovoltaik-Leistung im ersten Halbjahr damit auf rund 1015 Megawatt.

Am Freitag tritt nun auch offiziell die EEG-Novelle in Kraft. Damit gibt es auch einige Änderungen bei der Photovoltaik-Einspeisevergütung sowie bei den Zahlungen nach dem Marktprämienmodell. In den vergangenen Tagen hatten einige Medien über steigende Vergütungssätze berichtet. Dies ist aber nicht ganz zutreffend. Die Bundesnetzagentur hat nun die neue Höhe veröffentlicht. So werde es ab August für Solarstrom auch Photovoltaik-Dachanlagen bis zehn Kilowatt eine Vergütung von 12,75 Cent je Kilowattstunde geben. Bei Dachanlagen bis 40 Kilowatt Leistung werden es 12,40 Cent je Kilowattstunde sein sowie bei Anlagen bis 500 Kilowatt 11,09 Cent je Kilowattstunde. Für Photovoltaik-Anlagen auf Nichtwohngebäuden im Außenbereich und Freiflächenanlagen bis 500 Kilowatt gibt es eine Vergütung von 8,83 Cent je Kilowattstunde. Die Photovoltaik-Einspeisetarife werden nach der Anpassung der monatlichen Degressionshöhe im September dann um weitere 0,5 Prozent gesenkt und liegen dann zwischen 8,79 und 12,69 Cent je Kilowattstunde. Die Basisdegression ist mit der EEG-Novelle von 1,0 auf 0,5 Prozent gesenkt worden. Der Zielkorridor für den jährlichen Zubau liegt allerdings auch noch zwischen 2400 und 2600 Megawatt für die Basisdegression.

Für alle Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung ab 500 Kilowatt gilt ab August die verpflichtende Direktvermarktung. Auch für diesen Bereich hat die Bundesnetzagentur nun die anzulegenden Werte veröffentlicht. Für Dachanlagen bis 10 Kilowatt Leistung liegen sie bei 13,15 Cent je Kilowattstunde, bis 40 Kilowatt Leistung bei 12,80 Cent je Kilowattstunde. Für die Dachanlagen zwischen 40 und 1000 Kilowatt gibt die Bundesnetzagentur 11,49 Cent je Kilowattstunde an und bei Freiflächenanlagen bis zehn Megawatt sind es 9,23 Cent je Kilowattstunde. Auch die Erlösobergrenze des Marktprämienmodells wird im September um 0,5 Prozent abgesenkt. (Sandra Enkhardt)

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