Solarpark in England

Windparks an Land und Solarparks sollen künftig per Ausschreibungen in Großbritannien um Fördermittel konkurrieren.
Foto: Allianz Global Investors Europe

IHS: Zukunft für Photovoltaik-Freiflächenanlagen in Großbritannien ungewiss

25. Juli 2014 | Politik und Gesellschaft, Topnews

Nach der Ankündigung die derzeitige Förderung von Photovoltaik-Kraftwerken zum 1. April 2015 zu beenden, muss sich noch zeigen, wie es weitergeht. Das Energieministerium will ein neues Budget zur Förderung erneuerbarer Energien über Ausschreibungen auflegen. Doch wieviel Photovoltaik dann genehmigt wird, hängt davon ab, wie viele Projektierer von Windparks sich beteiligen werden.

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Das Energieministerium in London will eine Obergrenze für die Förderung von Erneuerbaren ab Oktober einführen. Die Solarindustrie in Großbritannien äußerte bereits Befürchtungen, dass dies besonders den Ausbau von Photovoltaik-Kraftwerken treffen negativ beeinflussen könnte. Das vorläufige sogenannte Contracts for Difference (CfD)-Budget von 50 Millionen britischen Pfund würde in der ersten Vergaberunde maximal 800 Megawatt an großen Photovoltaik-Kraftwerken ermöglichen, schreiben die Analysten von IHS. Dies hänge aber auch maßgeblich davon ab, wie groß die Beteiligung von konkurrierenden Windpark-Projekte bei den Ausschreibungen sein werde. Die 50 Millionen Pfund, die jährlich ausgeschrieben werden sollen, würden unter Photovoltaik-Freiflächenanlagen, Windparks an Land und Ersatzbrennstoff-Kraftwerken aufgeteilt.

Am Donnerstag hatte das Energieministerium in London mitgeteilt, dass es die bislang geltende Solarförderung für Großanlagen über Zertifikate bis zum 1. April 2015 beenden will. Künftig sollen Photovoltaik-Freiflächenanlagen mittels Ausschreibungen über das CfD-Budget gefördert werden. Für den Fall, dass ein Großteil des Budgets an Photovoltaik-Anlagen vergeben werde, gehe IHS dann von einer Größenordnung von rund 800 Megawatt aus. Im Gegensatz dazu erwarten die Analysten in diesem Jahr und im ersten Quartal 2015 allein einen Zubau von vier Gigawatt bei Photovoltaik-Kraftwerken in Großbritannien. Die derzeitige Solarförderung über Zertifikate gelte für Solarparks mit mehr als fünf Megawatt Leistung.

Mit der Abschaffung der derzeitigen Förderbedingungen will die Regierung in London auch ihr Ziel weiterverfolgen, stärker den Markt für Photovoltaik-Dachanlagen voranzutreiben. Bislang basiert ein Großteil des Photovoltaik-Zubaus in Großbritannien auf Freiflächenanlagen. Bis 2018 könnte der Anteil von Photovoltaik-Dachanlagen auf etwa 2,7 Gigawatt und damit auf einen Anteil von 80 Prozent des Gesamtzubaus im Land steigen, prognostiziert IHS. Derzeit werden in Großbritannien aber noch fleißig Solarparks gebaut. Nach der IHS-Projektdatenbank seien Photovoltaik-Kraftwerke mit einer Gesamtleistung von 5,2 Gigawatt in Planung. Mindestens 57 Projekte mit einer Leistung von 843 Megawatt seien derzeit im Bau oder kurz vor Baubeginn. IHS erwartet, dass mehr als drei Gigawatt aus Freiflächenanlagen noch bis Ende März 2015 zugebaut werden. (Sandra Enkhardt)

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