Photovoltaik-Anlage und Strommast

Auch aufgrund der geringeren Photovoltaik-Einspeisung übersteigen die Einnahmen der Übertragungsnetzbetreiber die Ausgaben auf dem EEG-Konto in den Wintermonaten.
Foto: AEE

Überschuss auf EEG-Konto erreicht wieder knapp 4 Milliarden Euro

09. Februar 2016 | Politik und Gesellschaft, Topnews

Im Januar ist das Plus erwartungsgemäß wieder gestiegen. Die Zinseinnahmen aus dem Überschuss verrechnen die Übertragungsnetzbetreiber direkt. Für das Jahr 2015 beliefen sie sich nach Abzug von Kosten auf mehr als 11 Millionen Euro.

Diesen Artikel teilen

Melden Sie sich jetzt kostenlos für unseren täglichen Newsletter an.

Zur Anmeldung

Ende Januar hat sich das Plus auf dem EEG-Konto wieder um knapp 459 Millionen Euro auf knapp 3,79 Milliarden Euro erhöht. Die aktuelle Statistik veröffentlichten die Übertragungsnetzbetreiber am Dienstag. Damit liegt der Überschuss noch über Vorjahresniveau, als es im Januar 3,5 Milliarden Euro waren und das Plus bis April auf mehr als 5,0 Milliarden Euro anwuchs – dem bisherigen Rekordwert.

Die Übertragungsnetzbetreiber hatten zum Jahreswechsel die EEG-Umlage leicht auf 6,354 Cent pro Kilowattstunde erhöht. Auch ihre Liquiditätsreserve, die für das großzügige Plus auf dem Konto maßgeblich verantwortlich ist, senkten sie nicht, sondern beließen sie bei zehn Prozent. „Die Liquiditätsreserve in Höhe von 10 Prozent wird benötigt, um vorhandene Prognoserisiken - wie erhöhter Zubau oder sonnenreiche Sommer und windstarke Winter - oder Finanzierungsspitzen etwa durch stark schwankende Jahresverläufe des EEG-Kontos, die auch kumuliert auftreten können, abzumildern“, erklärte ein Amprion-Sprecher im Namen der Übertragungsnetzbetreiber auf Nachfrage von pv magazine.

Die Überschüsse würden dabei mit kurzen Anlagezeiträumen am Geldmarkt im Euroraum verzinslich angelegt. Die Zinseinnahmen werden direkt im EEG-Konto vermerkt. Im vergangenen Jahr hätten sie sich in Summe auf 11,2 Millionen Euro, wobei Ausgaben für Zinsanlage und Prognoseerstellung gegengerechnet würden. „Durch die Verbuchung der Zinsen auf dem EEG-Konto werden sie im Rahmen der Prognose der jeweils kommenden EEG-Umlage automatisch über die Verrechnung des Kontostandes zum 30. September eines Jahres berücksichtigt und somit wirken Zinseinnahmen umlagesenkend“, so der Amprion-Sprecher weiter. Im vergangenen Jahr habe der positive Kontostand die EEG-Umlage für 2016 rein rechnerisch um rund 0,7 Cent pro Kilowattstunde gesenkt. (Sandra Enkhardt)

Direkt kommentieren

Sie haben die Möglichkeit, unsere Artikel jetzt direkt zu kommentieren. Sie müssen sich nicht mehr als Benutzer registrieren, sondern können direkt auf "KOMMENTIEREN" am Ende der Artikel klicken und Ihre Meinung schreiben.

Die Redaktion behält sich jedoch vor, unsachliche Kommentare zu löschen.

Kommentare

Kommentieren
Kommentar schreiben
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz  

Gunter Kia aus Eisenach

Mittwoch, 13.04.2016 10:40

11,2 Mio. Zinsen bei 2015 so durchschnittlich 3,5 Mrd. auf'm Konto, machen beschämende 0,32%! Wo legen die das Geld bloß an??? Die 3,5 Mrd. an sich sind eine äußerst dreiste Starkwind- und Hitzeperioden-Reserve! [...]

vollständige Kommentare anzeigen
Kommentare 1 - 1 von 1

Gunter Kia aus Eisenach

Mittwoch, 13.04.2016 10:40

11,2 Mio. Zinsen bei 2015 so durchschnittlich 3,5 Mrd. auf'm Konto, machen beschämende 0,32%! Wo legen die das Geld bloß an??? Die 3,5 Mrd. an sich sind eine äußerst dreiste Starkwind- und Hitzeperioden-Reserve! Oder nicht?

Copyright 2014 © pv magazine

Abonnieren Sie unseren Newsletter und erhalten Sie aktuelle Branchennews!

photovoltaic (pv) news on topics like thin film and feed-in tariffs and events like Intersolar Europe

Internationale Photovoltaik-News auf Englisch

Spanische Photovoltaik-News aus Lateinamerika