Mit einem symbolischen Spatenstich wurde am 8. Mai in Brietlingen, rund 60 Kilometer südöstlich von Hamburg, der Bau des Batteriespeichers offiziell eingeläutet. Die Arbeiten laufen bereits, die Inbetriebnahme ist für November 2026 geplant. Return, ein unabhängiger europäischer Anbieter von Energiespeicherlösungen, realisiert die Anlage mit einer Leistung von 13 Megawatt und einer Kapazität von 29 Megawattstunden. Die Umsetzung erfolgt in aufeinander abgestimmten Etappen: Den Auftakt bildete am 23. Februar die Verlegung der Mittelspannungskabel, seit März wird die Baustraße hergestellt, die eigentlichen Arbeiten begannen Anfang April und das Baufeld ist bereits vorbereitet für die Ankunft der Fertigteilfundamente und der Batteriespeicher im Mai und Juni.
„Der Batteriespeicher in Brietlingen ist ein bedeutender Meilenstein für unser Engagement in Norddeutschland. Die konstruktive Zusammenarbeit mit der Gemeinde, die die Energiewende aktiv vorantreibt, ist dabei ein wesentlicher Erfolgsfaktor“, kommentiert Jens Peters, Geschäftsführer bei Return. „Gemeinsam mit weiteren Projekten, die aktuell deutschlandweit entstehen, treiben wir den Ausbau von Batteriespeicherlösungen konsequent voran.“
„Mit diesem Projekt übernimmt Brietlingen eine Vorreiterrolle in der Energiewende: Wir stärken unsere Infrastruktur und leisten gleichzeitig einen konkreten Beitrag zu einer zukunftsfähigen Energieversorgung“, betont Bürgermeister Helmut Kowalik.
Der Batteriespeicher funktioniert wie ein sehr großer Akku für das Stromnetz. Immer dann, wenn mehr Strom erzeugt als verbraucht wird – beispielsweise an sonnigen Tagen mit hoher Photovoltaik-Einspeisung oder bei starkem Wind – nimmt die Batterie überschüssige Energie auf. Steigt die Nachfrage, wird der gespeicherte Strom wieder ins Netz eingespeist. Damit hilft er, Netzengpässe zu reduzieren und erneuerbare Energien effizienter zu nutzen. Darüber hinaus trägt der Speicher zur Stabilisierung der Netzfrequenz bei, indem er kurzfristige Schwankungen zwischen Erzeugung und Verbrauch ausgleicht. Für die Region bedeutet das eine bessere Integration von Wind- und Solarstrom. Zusätzlich profitiert die Gemeinde von Gewerbesteuereinnahmen.
Bei der Planung und Umsetzung: Lärm- und Sicherheitsaspekte besonders im Fokus
Wie bei Projekten dieser Art üblich, wurden Fragen zu möglichen Auswirkungen der Anlage frühzeitig in die Planung integriert und durch konkrete Maßnahmen berücksichtigt, insbesondere im Hinblick auf Geräuschentwicklung und Sicherheitsaspekte.
„Solche Themen, die auch die Bürgerinnen und Bürger beschäftigen, sind wichtig. Deshalb begleiten wir das Projekt unter anderem mit detaillierten Schallgutachten sowie einem umfassenden Brandschutzkonzept, das eng mit den zuständigen Behörden abgestimmt wird”, erklärt Jens Peters.
„Als Eigentümer der Fläche für den Batteriespeicher und Gemeindebrandmeister der Samtgemeinde Scharnebeck achte ich besonders darauf, dass das Projekt ordnungsgemäß umgesetzt wird und auch im laufenden Betrieb sicher bleibt. Es gibt einen engen Austausch mit den Projektverantwortlichen, und Sicherheitsaspekte spielten von Anfang an eine zentrale Rolle“, ergänzt Arne Westphal.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Projekts ist die harmonische Integration des Batteriespeichers in das Landschaftsbild. Hierfür werden rund um das Gelände Sichtschutzhecken mit einer Höhe von 2,80 Metern angelegt.





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