Auf der ees Europe (22.–25. Juni 2026, Messe München, Halle B2, Stand 190) zeigt Munich Electrification, wie Präzision über die Wirtschaftlichkeit von Utility-Scale-Batteriespeichern (BESS) entscheidet und wie Systemsicherheit sowie der Aspekt “Made in Europe” die Finanzierungs- und Versicherungskosten optimieren kann.
Mit sinkenden Zellkosten rücken Elektronik und Software ins Zentrum des Investoreninteresses. Genauigkeit der Zustandsbestimmung (State of Charge, State of Health) und Systemarchitektur beeinflussen direkt Investitionskosten, Rendite, Finanzierungskonditionen und Versicherbarkeit.
„Aus einem 100-MWh-Speicher lassen sich über 15 Jahre mehr als eine Million Euro zusätzlich herausholen. Die Basis der Renditeoptimierung: präzise State-of-Charge- und State-of-Health-Daten. Wir zeigen auf der ees Europe, wie leistungsstarke Algorithmen stationäre Speicher zur kalkulierbaren Ertragsmaschine machen und warum Messgenauigkeit bares Geld ist“, sagt Timo Völkl, CTO von Munich Electrification (ME).
Drei Hebel für die BESS-Wirtschaftlichkeit
ME identifiziert drei Wege, mit denen moderne BMS die Rentabilität steigert – berechnet am Beispiel eines 100-MWh-Großspeichers über 15 Jahre:
1. Geringere Anfangsinvestition durch optimierte Systemauslegung – Einsparung bis zu 500.000 € pro 100 MWh¹
Viele BMS-Hersteller tolerieren SoC-Schätzfehler von 5 % und erzwingen entsprechend große Sicherheitspuffer – verbaut wird Kapazität, die ungenutzt bleibt. Das ME BESS BMS für 1.500-V-Anwendungen erreicht mittels hochpräziser analoger Dual-Shunt-Sensorik eine SoC-Genauigkeit von ±2 % oder besser. Dies ermöglicht, Sicherheitspuffer bei der Auslegung und somit Investitionskosten zu reduzieren.
2. Mehrumsatz durch mehr handelbare Energie – Ertragspotenzial ca. 65.000–130.000 € p. a. für ein 2-Stunden-System (50 MW / 100 MWh)²
Ungenaue Zustandsvorhersagen erfordern Sicherheitspuffer im Betrieb, denn Fehlmengen bedingen im Energiehandel Vertragsstrafen. Das schränkt die handelbare Energiemenge ein. Die Software von ME nutzt adaptive Algorithmen zur präzisen Echtzeit-Zustandsermittlung – direkt im BMS, nicht erst nachgelagert wie bei Cloud-Analytik-Lösungen, die Fehler mit begrenzten Informationen zu korrigieren versuchen. Die ME Software schafft eine hochfrequente Echtzeit-Datenbasis, die Handelsentscheidungen über EMS, SCADA und Handelsplattformen automatisch verbessert und die handelbare Energie maximiert.
3. Rendite-Maximierung durch Aktives Balancing – potenziell ca. 450.000 € Mehrumsatz über 15 Jahre
Passive Balancing-Ansätze leiten überschüssige Energie als Abwärme ungenutzt ab. Die aktive Balancing-Technologie von ME verteilt hingegen Energie in Echtzeit von stärkeren hin zu schwächeren Zellen. So werden Systeme nicht durch das „schwächste Glied“ limitiert und die handelbare Energiemenge erhöht sich.
In Summe ergeben diese drei Hebel über 15 Jahre einen Mehrwert von mehr als 1 Mio. € pro 100 MWh.
Zusätzliche Vorteile des Munich Electrification BMS und „Made in Europe“
ME entwickelt und produziert seine BMS-Plattform vollständig in Europa. Das schafft Unabhängigkeit, mindert Compliance-Risiken und vermeidet, etwa bei geopolitischen Handelsbeschränkungen, den kostspieligen „Rip-and-Replace“-Komponentenaustausch.
Ergänzend zur funktionalen Sicherheit verfolgt ME einen konsequenten „Secure-by-Design“-Ansatz: Secure Boot, Secure Update, Secure Access und verschlüsselte Kommunikation sind in die Hardware integriert und nach höchsten Cybersecurity-Anforderungen entwickelt. Die daraus resultierende Sicherheitsarchitektur schafft – kombiniert mit hochpräzisen Zustandsdaten – nicht zuletzt eine belastbare Grundlage für Banken und Versicherer. Dies ist ein entscheidender Faktor für attraktive Finanzierungskonditionen und langfristige Projektstabilität.
Munich Electrification auf der ees Europe 2026
Auf der ees Europe (Messe München, 22.–25. Juni 2026), Europas größter Fachmesse für Energiespeichersysteme, beleuchtet Urs Kalt im Konferenzvortrag „How BMS Enable BESS Resilience of Critical Infrastructure“ die strategische Bedeutung von Security-by-Design für kritische Energieinfrastruktur (22. Juni, 15:45–16:45 Uhr, ICM Raum 13B). Am Stand in Halle B2, Stand 190 informieren ME-Experten über BMS-Lösungen zur Optimierung von Investitionskosten, Rentabilität, Sicherheit und Lebenszyklus von Großspeichern.





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