Mönchengladbach installiert Photovoltaik auf 15 öffentlichen Gebäuden

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Wenn die Sonne über Mülfort lacht, beschert das ab sofort nicht mehr nur den Schulkindern der GGS Mülfort-Dohr eine schöne Pause. Es verbessert auch die Energiebilanz der Schule. Im Dezember hat die Stadt eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Erweiterungsgebäudes der Grundschule anbringen lassen, die in diesen Tagen angeschlossen wird. Die Anlage in Dohr ist erst der Anfang. An insgesamt 15 Standorten wird das städtische Gebäudemanagement gmmg dieses Jahr PV-Module installieren. Die Anlagen gehören zu einem Ausbauprogramm, das mithilfe von Fördergeldern aus dem Gigawattpakt des Landes für das Rheinische Revier umgesetzt wird.

Insgesamt 54 Module mit einer Gesamtleistung von 24,3 Kilowattpeak hat die vom gmmg beauftragte Firma an der Grundschule in Dohr montiert. Unter Idealbedingungen kann die Anlage rechnerisch bis zu 24 KWh pro Stunde erzeugen. Aufs Jahr gerechnet sind bis zu 23.500 Kilowattstunden realistisch. Rund 80 % des Stromverbrauchs der Schule können so direkt vor Ort produziert und verbraucht werden. Und das spart die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler bares Geld. Das gmmg rechnet mit Einsparungen von rund 7.000 Euro im Jahr bei den Stromkosten. Dabei werden im Jahr rund 10.600 kg CO2-Emissionen vermieden.

„Öffentliche Gebäude werden oft tagsüber und damit überwiegend bei Tageslicht genutzt. Sie können deshalb einen Großteil des selbst produzierten Stroms unmittelbar vor Ort nutzen und sind damit prädestiniert für Photovoltaikanlagen“, erklärt gmmg-Betriebsleiter Raimund Eckers. „Wir sind froh, dass wir mithilfe der Fördermittel aus dem Gigawattpakt dieses Jahr gleich eine ganze Reihe an Anlagen installieren können.“ Neben der GGS Mülfort-Dohr sind zehn weitere Schulen, zwei Feuerwachen und zwei Kitas Teil des Förderprogramms.

Die Technische Beigeordnete Claudia Schwan-Schmitz ordnet die Ausbauoffensive ein: „Die Stadt Mönchengladbach hat mit ihrem Energiekonzept inklusive kommunaler Wärmeplanung früh einen Pfad hin zur Klimaneutralität aufgezeigt. Als Verwaltung müssen wir bei der Energie- und Wärmewende selbst mit gutem Beispiel vorangehen. Eine Kernaufgabe wird dabei die energetische Ertüchtigung des städtischen Gebäudeportfolios sein. Dazu gehört neben dem nachhaltigen Verwaltungsneubau in Rheydt auch, dass wir an unseren vielen Bestandsgebäuden Energieverbräuche senken und umweltfreundlichen Strom selbst erzeugen.“

An der GGS Mülfort-Dohr ist das ab sofort der Fall. Darüber hinaus werden die Photovoltaik-Anlagen an folgenden Standorten installiert: Kindergärten Liszstraße und Mühlenkinder, Feuerwehrstandorte Pfingsgraben und Stockholtweg, Schulzentren Asternweg und Rheindahlen, Realschule an der Niers und Realschule Wickrath, Grundschule Steinstraße, Hauptschule Kirschecke, Gymnasium Odenkirchen, Math.-Nat., Förderzentrum MG-Nord und Hermann van Veen-Schule.

Die Gesamtleistung der beantragten Anlagen liegt bei etwa 1,4 MWp, wobei bis zu 1 Mio. kWh/Jahr direkt in den Gebäuden verbraucht werden soll. Zur Finanzierung stehen knapp 3 Millionen Euro aus Mitteln des Gigawattpaktes aus dem Rheinischen Revier zur Verfügung. Die Förderquote beträgt 97,5 Prozent.