Berlin, 15.07.2021. Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) startet eine Forschungskooperation mit drei Partnerinstitutionen in Südkorea und erhält dort eine Forschungsrepräsentanz. Im Zentrum stehen Innovationen rund um das Thema Sicherheit von Wasserstoffanwendungen. In beiden Ländern soll so der schnelle Markthochlauf der H2-Technologien vorangebracht und die Energiewende gefördert werden.
Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), zu deren Auftrag die Gewährleistung von Sicherheit in Technik und Chemie zählt, hat ihre langjährige Expertise auf dem Gebiet der Wasserstofftechnologien im September 2020 zu einem Kompetenzzentrum H2Safety@BAM gebündelt (mehr dazu hier).
Jetzt startet das Wasserstoff-Kompetenzzentrum der BAM eine Kooperation mit drei wichtigen Partnerinstitutionen in Südkorea.
Wie die Bundesregierung fördert auch Seoul den Umstieg zu einer CO2-neutralen Wasserstoffwirtschaft. So sollen im Land bis Ende 2040 mehr als 6 Millionen Wasserstofffahrzeuge produziert und 1.200 Wasserstofftankstellen errichtet werden.
Beteiligt an der Zusammenarbeit mit der BAM sind die Korea Gas Safety Corporation (KGS), mit der die BAM bereits seit 2015 kooperiert, die Hoseo University in Cheonan sowie H2KOREA, eine Organisation, die die südkoreanische Regierung zu Fragen rund um Wasserstoff berät. Geplant sind der Aufbau einer gemeinsamen Forschungsrepräsentanz mit Büros und Testlabors, der regelmäßige Austausch von Wissenschaftler*innen, Workshops und Konferenzen, der Aufbau eines deutsch-südkoreanischen Netzwerkes sowie gemeinsame Forschungsprojekte.
Die Themen werden sich dabei über die gesamte Wertschöpfungskette von Wasserstoff erstrecken. Der Schwerpunkt liegt auf der sicheren Herstellung, Speicherung, dem Transport und der Nutzung des Gases. So soll die BAM in Südkorea beim Aufbau einer Wasserstoff-Pilotstadt beratend tätig werden. Ebenso stehen Fragen der Materialverträglichkeit von Wasserstoff, Aspekte der Risikobewertung sowie der Schutz von Anlagen und Systemen im Fokus.
Gemeinsam wollen beide Seiten sicherheitsrelevante Normen und Standards entwickeln und in Deutschland und Südkorea in die staatliche Regelsetzung einbringen.
Die Zusammenarbeit wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. „Mit der Kooperation wollen wir beide Länder zu Innovationstreibern auf dem Gebiet der grünen Wasserstofftechnologien machen, Vertrauen in die Sicherheit der Technologie schaffen und unsere Forschungsergebnisse rasch in die wirtschaftliche Anwendung bringen“, erklärt Dr. Georg Mair vom Wasserstoff-Kompetenzzentrum H2Safety@BAM.





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