FuturaSun, ein führender Hersteller von Photovoltaik-Modulen mit Sitz in Norditalien, erwirbt Solertix, ein Start-up-Unternehmen, das sich auf die Erforschung der Perowskit-Solarzellentechnologie und deren Hochskalierung für industrielle Anwendungen spezialisiert hat.
Diese Übernahme stellt für FuturaSun eine wichtige Investition in die wissenschaftliche Forschung und die Entwicklung innovativer Technologien dar. Alessandro Barin, CEO von FuturaSun, unterstreicht die strategische Bedeutung dieses Schrittes: „Perowskit ist die Zukunft der hocheffizienten Photovoltaik, und in diesem spezifischen Forschungssegment konnten wir nicht umhin, aktiv präsent zu sein und mit der wissenschaftlichen und angewandten Forschung Seite an Seite auf höchstem akademischen Niveau zusammenzuarbeiten.“
Solertix ist aus der Erfahrung des renommierten, von Professor Aldo Di Carlo gegründeten Solarforschungszentrums, der Universität in Rom Tor Vergata (CHOSE) hervorgegangen, das sich auf die Photovoltaik der dritten Generation spezialisiert hat und bei Perowskit-Modulen weltweit führend ist
„Seit seiner Gründung im Jahr 2006 hat das Forschungszentrum mehrere Start-ups und Spin-offs im Hightech-Sektor entwickelt und beherbergt und damit die dritte Mission der Universität umgesetzt. Solertix ist das erste Start-up, das sich dem revolutionären Bereich der Halogenperowskite für hocheffiziente Solarzellen widmet„, kommentiert Professor Di Carlo, der in dem neuen Unternehmen die Rolle des Vorsitzenden des wissenschaftlichen Ausschusses übernehmen wird.
Die Photovoltaik mit Perowskiten ist eine Technologie, die nicht nur unter dem Gesichtspunkt der wissenschaftlichen Forschung, sondern auch der industriellen Innovation äußerst interessant ist. In der Tat handelt es sich um eine Materialklasse, die ein großes Potenzial und große Vorteile gegenüber dem herkömmlichen Silizium aufweist: Sie sind kostengünstig in der Herstellung und relativ einfach zu synthetisieren und weisen eine Vielzahl interessanter Eigenschaften auf, wie z. B. ein breites Absorptionsspektrum, Fehlertoleranz, Applikation durch Drucktechniken und vieles mehr. Perowskit gilt als die Zukunft der Solarzellen, da es sich aufgrund seiner besonderen Struktur perfekt für die Herstellung eines effizienten und kostengünstigen photovoltaischen Produkts eignet.
Die technische Leitung von Solertix hat Francesco Di Giacomo inne, ein Materialwissenschaftler, der sich von Anfang an dem Upscaling der Perowskit-Photovoltaik gewidmet hat: „In Solertix werden sowohl mein bei CHOSE erworbenes Know-how über die Herstellung der weltweit ersten Perowskit-Module als auch das bei Solliance erlernten Kenntnisse über die Entwicklung von Produktionsprozessen zusammengeführt. Ich habe immer daran geglaubt, dass die Synergie zwischen der Hochschul- und der Unternehmenswelt von strategischer Bedeutung für die Innovation und die Entwicklung des Landes ist.“
Erik Eikelboom, ein Physiker mit 30 Jahren internationaler Erfahrung in der Forschung und Entwicklung von Solarzellen und PV-Modulen, wird ebenfalls Teil des Teams sein. Er arbeitet seit einem Jahr bei FuturaSun und koordiniert innovative Projekte innerhalb der R&D-Abteilung des Unternehmens.
Die Wachstumsperspektiven von Solertix sind bereits klar umrissen: Das Projekt ist strukturiert, die Ziele sind kadenziert, die Erfahrung des Teams ist nachgewiesen. In den kommenden Monaten rechnet das Unternehmen mit einer Verdoppelung der Zahl der an der Forschung beteiligten Experten und mit ersten konkreten Schritten in Richtung der Entwicklung von Zellen mit immer höheren Wirkungsgraden. Diese liegen über denen der kristallinen Silizium-Photovoltaik und sollen die Herstellung eines stabilen, wettbewerbsfähigen Endprodukts mit sehr breiter Anwendungsbereichen – von der Aufdach-Photovoltaik über die Agrar-Photovoltaik bis hin zur infrastrukturell integrierten Photovoltaik und vielen anderen ermöglichen.
Mit dem Beitritt zur Gruppe hat Solertix in FuturaSun den richtigen Industriepartner gefunden, um die Forschung in einem sehr vielversprechenden Bereich fortzusetzen. FuturaSun ist in der Lage, die wissenschaftliche Forschung zu unterstützen und die Werkzeuge und Mittel zur Verfügung zu stellen, um wissenschaftliche Projekte mit direkter Anwendung in den Werken der Gruppe umzusetzen, beginnend mit der zukünftigen italienischen Gigafactory in Cittadella (Padua).





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