Anlässlich der ersten Sitzung des Bunds der Wasserstoffregionen (BdWR) am heutigen Dienstag betont der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) die Bedeutung von Wasserstoff für die Energiewende und die Notwendigkeit der Vernetzung sowie des Austauschs der Wasserstoffregionen in Deutschland. „Wasserstoff ist der Schlüssel, um die klimapolitischen Ziele zu erreichen und kann effizient die Sektoren Strom, Wärme und Gas verbinden“, so Ingbert Liebing, VKU-Hauptgeschäftsführer. Als erfahrene Akteure seien die Stadtwerke die perfekten Umsetzer der Energiewende vor Ort.
Während im Strombereich bereits rund 50 Prozent der Energie aus erneuerbaren Energien stammt, gäbe es bei der Wärme mit aktuell weniger als 20 Prozent noch gewaltigen Handlungsbedarf, sagte Liebing. Hier könne Wasserstoff einen wichtigen Anteil leisten, indem die Sektoren der Energiewirtschaft (Strom, Wärme, Gas), Mobilität und Industrie miteinander verknüpft werden und zum Beispiel die Abwärme aus Industrieanlagen genutzt wird: „So entstehen vielfältige Win-win-Situationen bei Verbrauchern und Erzeugern. Und daraus resultieren wichtige volkswirtschaftliche Synergieeffekte.“ Große Potenziale sind auch bei der Wasserstofferzeugung aus kommunalen Anlagen der Abfallbehandlung zu heben.
Vor allem in der chemischen, petrochemischen und stahlerzeugenden Industrie werde Wasserstoff dringend benötigt. Aber auch von den 1,8 Millionen Kunden des gewerblichen Mittelstandes, die heute von den Gasverteilnetzbetreibern mit fossilem Gas versorgt werden, sei ein hoher Anteil auf Wasserstoff angewiesen. Auch im Verkehr, vor allem bei Lastkraftwagen, Bussen und in der Luftfahrt könne der Energieträger eingesetzt werden. „Die Bündnisgründung im April ist genau zur richtigen Zeit gekommen, um Lücken zwischen bundespolitischen Diskussionen und den Umsetzern vor Ort zu schließen“, so Liebing.
Der BdWR setzt sich zusammen aus politischen Akteuren deutscher Wasserstoffregionen, den Verbänden VKU und DVGW und wird von der NOW GmbH koordiniert. Die Idee für das Bündnis beruht auf Erkenntnissen des HyLand-Programms des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV). Es soll den Wasserstoffregionen eine politische Stimme verleihen und Lösungen für die verschiedenen Herausforderungen entwickeln.





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