Die Bienen summen, die Feigen- und Olivenbäume blühen und in Kürze wird die Sonne hier auf die Solarmodule des 135 MWp- Solarprojekts von SENS scheinen, die sich nahtlos in die sizilianische Umgebung einfügen werden. Der Würzburger Solardienstleister Iqony Solar Energy Solutions – kurz: SENS –, eine Tochtergesellschaft der Essener Iqony GmbH, verkündet die Vertragsunterzeichnung mit Peridot Solar, einem Tochterunternehmen der FitzWalter Capital und Investor des Solarprojekts..
Damit ist der Startschuss für den Bau des bislang größten genehmigten Solarprojekts mit einer Fläche von 230 Hektar gefallen; noch in diesem Jahr wird die Anlage in Betrieb gehen. Das Projekt mit einer Leistung von 135 Megawatt (MWp) ist die erste von insgesamt sieben geplanten Agri-Photovoltaik-Freiflächenanlagen (Agri-PV) auf Sizilien, die zusammen auf eine Leistung von rund 700 MWp kommen.
Agri-PV auf Sizilien –Symbiose von Energie und Natur
Das Projekt wurde als sogenanntes Agri-PV-Projekt realisiert, um Natur und Ökosystem zu fördern. Hierbei wird die Fläche sowohl zur Energiegewinnung als auch landwirtschaftlich genutzt. Auf der 230 Hektar großen Fläche werden zum einen Solarmodule montiert und voraussichtlich bis zum Jahreswechsel in Betrieb genommen. Die Anlage wird künftig pro Jahr mehr als 220 Gigawattstunden (GWh) regenerative Energie erzeugen. Im Vergleich: Die sizilianische Hauptstadt Palermo könnte mit dieser Energie etwa ein Vierteljahr lang versorgt werden.
Zudem werden auf der Fläche neben den Solarpanelen Oliven- und Feigenbäume angepflanzt, sowie Bienenstöcke aufgestellt, was viele (land)wirtschaftliche Vorteile für die Region mit sich bringt. SENS Italia, die landeseigene Tochtergesellschaft von SENS, agiert bei diesem Projekt also nicht nur als Projektentwickler, EPC-Partner und O&M-Dienstleister, sondern macht sich auch um die Flora und Fauna auf dem Gelände verdient. Mit der Kombination aus erneuerbarer Energie und dem Anbau landwirtschaftlicher Produkte, können in Sizilien etwa 110.000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden.
„Dieses Projekt beinhaltet die volle Bandbreite unserer PV-Dienstleistungen, sodass wir als Full-Service-Dienstleister die gesamten 135 MWp in Sizilien entwickelt haben und nun bauen und betreuen werden”, erklärt Sarah Herresthal, Managing Director von SENS Italia. Nach Abschluss der Bauphase und der Inbetriebnahme des Solarparks übernimmt SENS Italia die O&M-Services. „Doch damit nicht genug: Wir erweitern unseren Service bei diesem Projekt, indem wir uns auch um die landwirtschaftliche Pflege, Bewirtschaftung und Ernte der Pflanzen kümmern. SENS wird in Italien nun also auch zum Landwirt“, ergänzt Sarah Herresthal.
Vorteile für die gesamte Region
Die Planung und Entwicklung für das italienische Großprojekt begann SENS im Jahr 2019 in Zusammenarbeit mit dem langjährigen Partner Sicilia e Progresso (S&P). Der Schutz von Flora und Fauna in der Region und die Integration der Solarmodule in die örtliche Landschaft standen dabei von Anfang an im Mittelpunkt. Auf einer Insel wie Sizilien gibt es immer das Problem der Flächenknappheit. Durch das Prinzip der doppelten Flächennutzung mittels Agri-PV wird diesem Problem sinnvoll und intelligent begegnet. Ferner wird auf der Fläche mittels der künstlichen Verschattung durch die installierten Solarmodule die Verdunstung reduziert und damit der Wasserverbrauch bei der Bewirtschaftung der Pflanzen gesenkt.
Gesamtpipeline von rund 700 MWp auf Sizilien geplant
Der 135 MWp- Solarpark, bestehend aus sechs Teilprojekten, ist der erste von insgesamt sieben geplanten Agri-Photovoltaik-Freiflächenanlagen auf Sizilien. Die Gesamtleistung aller dort geplanten Anlagen wird circa 700 MWp PV-Leistung umfassen und neben der regenerativen Energieerzeugung auch für den Ertrag von 600.000 Flaschen Olivenöl, 2,2 Millionen Kilogramm Feigen sowie 120.000 Kilogramm Honig pro Jahr sorgen.
Zudem ist im Rahmen der Gesamtmaßnahme die Errichtung eines Umspannwerks auf Sizilien geplant, das SENS bauen und an das örtliche Hochspannungsnetz anschließen wird. Dies ist das erste Mal, dass der Netzbetreiber ein privates Unternehmen mit dem Bau eines Umspannwerks beauftragt. Normalerweise liegen derartige Maßnahmen in der Verantwortung des Netzbetreibers selbst.
„Die Fertigstellung des Umspannwerks wird die Strominfrastruktur in der Region maßgeblich stärken. Es verdeutlicht den Wandel in der Energiebranche und eröffnet privaten Unternehmen die Möglichkeit, eine aktivere Rolle bei der Entwicklung nachhaltiger Energiequellen einzunehmen“, betont André Kremer, CEO der SENS Gruppe. „Sizilien besitzt ein enormes, bisher ungenutztes Potenzial für den Ausbau erneuerbarer Energien. Unser Ziel ist es, dieses Potenzial bestmöglich auszuschöpfen und dabei stets die umliegende Landschaft zu berücksichtigen“, unterstreicht André Kremer die Bedeutung des Projekts.
Das nächste Teilprojekt der sizilianischen Projekt-Pipeline von SENS wird der Würzburger Solarspezialist nicht nur errichten, sondern auch langfristig als Investor betreiben. Dies entspricht der zukünftigen strategischen Ausrichtung von SENS, wie André Kremer erläutert: „Iqony SENS wird zukünftig das eigene PV-Portfolio bedeutend ausbauen und damit als Energieproduzent eine deutlich aktivere Rolle bei der Gestaltung der Energiewende einnehmen.“





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