Es ist ein Maßnahmenkatalog vorgesehen, um den Photovoltaik-Ausbau in der Hauptstadt zu beschleunigen. Ziel ist es, bis 2050 insgesamt 4,4 Gigawatt installierte Photovoltaik-Leistung zu erreichen, um damit ein Viertel des Strombedarfs der Stadt zu decken.
Inzwischen ist es augenfällig: Der Umstieg auf Ausschreibungen statt fester Einspeisevergütungen hat den Ausbau der erneuerbaren Energien in vielen Ländern, von China über Indien, die Ukraine, Brasilien und insbesondere in Deutschland massiv dezimiert. So ist der Neuzubau der Windkraft an Land in Deutschland seit Einführung der Ausschreibungen durch die Große Koalition (GroKo) im Jahr 2017 […]
Wegen der stark rückläufigen Kohleverstromung im vergangenen Jahr sanken die Treibhausgasemissionen um mehr als 50 Millionen Tonnen. Im Gebäude- und Verkehrssektor sind die Emissionen allerdings 2019 gestiegen, wie die Auswertung von Agora Energiewende zeigt.
Bis zu 14 Milliarden Euro sollen die vom Kohleausstieg betroffenen Regionen bis 2038 erhalten. Greenpeace Energy bemängelt an dem dazu vorgelegten Referentenentwurf, dass die Bundesregierung die Gelder nicht mit einem konkreten Ausbauplan für erneuerbare Energien in den Gebieten verknüpft. Der BEE verlangt von der Bundesregierung auch endlich einen gesetzlichen Rahmen, mit dem sich das 65-Prozent-Erneuerbaren-Ziel bis 2030 erreichen lässt. Der BDEW wiederum fordert, Anreize für den Zubau gesicherter Leistung in Form CO2-armer Kraftwerke ab 2023. Der Bundesverband Neue Energiewirtschaft sieht die Chance mit dem Entwurf, Strukturwandel und Klimaschutz in Einklang zu bringen – allein im Entwurf fehlen die Impulse dafür.
Die Bundesregierung hat das Ziel 65 Prozent erneuerbare Energien bis 2030 ausgegeben. Doch wieviel Photovoltaik und Windkraft es dafür braucht und wie die Einbrüche beim Zubau bei beiden Technologien kompensiert werden sollen, darüber schweigt sich das Bundeswirtschaftsministerium bislang aus.
Die Alpenrepublik steht am Übergang vom Ökostrom- zum Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz. PV Austria fordert erneut eine installierte Photovoltaik-Leistung von 15 Gigawatt bis 2030, wenn die Energiewende in Österreich gelingen soll.
Im Landtag ist ein Antrag von CDU und FDP angenommen worden. Er trägt den Titel: Potenziale der „Photovoltaik in Nordrhein-Westfalen ausschöpfen – Energiewende stärken“ und enthält konkrete Forderungen an die Landesregierung.
Der Berliner Think-Tank hat ein Programm vorgestellt, wie die Netze kostengünstig modernisiert werden können, um 65 Prozent Erneuerbare bis 2030 aufzunehmen. Allerdings muss auch der jährliche Zubau der Erneuerbaren höher ausfallen als bislang. Bei der Photovoltaik sind jährlich fünf Gigawatt neu installierte Leistung notwendig, damit das Ziel bis 2030 noch erreicht werden kann.
Der Verband will nach eigenen Angaben damit die Marktkräfte stärken. Der BDEW sieht in dem Modell einen tragfähigen Vorschlag für die Ausgestaltung der nächsten Phase des Erneuerbaren-Ausbaus in Deutschland. Der BEE sieht dagegen die Gefahr, dass gerade kleinere Photovoltaik-Anlagen aus dem EEG und damit aus der Förderung gedrängt werden sollen.
Deutschland braucht jährlich eine neu installierte Photovoltaik-Leistung von zehn Gigawatt. Dies ist eine der Kernforderungen der Vereinigung, mit denen sie sich an die nächste Bundesregierung wendet.