Wertschöpfung: Kommunen, die auf erneuerbare Energien setzen, verdienen damit bares Geld. Wie viel, hat zum ersten Mal eine Studie des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung hochgerechnet. Sehr gut schneidet dabei die Photovoltaik ab, sofern viele Wertschöpfungsstufen am Ort bleiben.
IRENA: Generaldirektorin Hélène Pelosse fürchtet angesichts ungelöster Haushaltsprobleme, dass die Internationale Agentur für Erneuerbare Energien ihre Ziele verfehlen könnte. Seitens etlicher Mitgliedsländer lassen die Ratifizierungen des Vertrages auf sich warten – und damit die fälligen Beiträge.
Solarförderung: In der Branche kursieren Gerüchte, der Photovoltaikmarkt in Deutschland solle gedeckelt werden. Bislang lassen sich die Politiker kaum aus der Reserve locken. Mit dem neuen Energiekonzept könnten jedoch harte Zeiten für die Erneuerbaren anbrechen.
Die von der Bundesnetzagentur frisch veröffentlichten Zahlen über den Zubau von Photovoltaik-Anlagen in Deutschland sind eindeutig: Auch wenn es sich nur um vorläufige Zahlen handelt, ist die maximal mögliche Absenkung der Einspeisevergütung zum 1. Januar 2011 so gut wie sicher.
Europäische Union: Etwas mehr als die Hälfte aller EU-Mitglieder hat bisher ihre nationalen Aktionspläne für erneuerbare Energie vorgelegt, mit denen sie den Ausbau bis 2020 konkretisieren. Die Photovoltaik spielt bei vielen Mitgliedsländern kaum eine Rolle. Ausnahme ist mal wieder Deutschland.
Gesellschaftliche Verantwortung: Die Solarbranche muss sich bei der Frage sozialer Produktionsstandards auf stärkeren öffentlichen Gegenwind einstellen. Die sogenannte Corporate Social Responsibility (CSR) wird künftig auch bei Photovoltaikunternehmen immer wichtiger. Dennoch bleibt die Frage, ob sich CSR für die Firmen rechnet.
Energiegenossen: Geld verdienen und dabei die Schöpfung bewahren, in Horb am Neckar arbeitet eine Initiative beider Kirchen dafür. Das Projekt hat sich für den mit 10.000 Euro dotierten Franziskuspreis für Nachhaltigkeit der Diözese Rottenburg-Stuttgart beworben.
Umfrage: Viele Handwerksbetriebe und Photovoltaikinstallateure fürchten wegen der Kürzungen der Einspeisevergütung einbrechende Auftragslagen in den nächsten Monaten. Manche bekommen die Auswirkungen bereits jetzt zu spüren. photovoltaik hat elf Installationsbetriebe nach ihren Sorgen und Hoffnungen gefragt.
Einspeisetarife: Der Bundesrat hat im März den Aufstand gegen die Solarkürzungen gewagt – um jetzt einer EEG-Novellierung mit kosmetischen Änderungen zuzustimmen. Wäre bei einer besseren Lobbyarbeit mehr für die Solarbranche drin gewesen?
Gebäudeintegration: Der Bundesverband Bausysteme hat begonnen, Lobbyarbeit für gebäudeintegrierte Photovoltaikanlagen zu betreiben. In einem Positionspapier fordert er die Regierung auf, den Mehraufwand für Dach- und Fassadenintegrationen in der nächsten EEG-Novelle zu berücksichtigen.