EEG-Novelle: Am 11. Mai wird sich der Bundesrat mit den geplanten Änderungen der Solarförderung befassen. Noch ist offen, ob die Länderkammer einen Vermittlungsausschuss anrufen wird. Die CDU-geführten Länder könnten mit Rücksicht auf den wahlkämpfenden Umweltminister ihre Bedenken zurückstellen.
EEG-Novelle: Die Neuregelung der Solarförderung sieht massive Einschnitte vor. Künftig werden Betreiber von Photovoltaikanlagen bis zu einem Megawatt nicht mehr die komplette Menge des eingespeisten Solarstroms vergütet bekommen. Doch das ist nicht die einzige geplante Änderung.
Zubauzahlen: Die Bundesnetzbehörde veröffentlicht regelmäßig und mit großem Zeitverzug die neu installierte Photovoltaikleistung. Anfang des Jahres befeuert sie mit ihren Zahlen die politische Diskussion über die Solarförderung. Die Strombörse hat indes von den Übertragungsnetzbetreibern ganz andere Zahlen vorliegen.
PV CYCLE: Künftig gelten Solarmodule in der EU offiziell als Elektronikschrott und müssen eingesammelt und wiederverwertet werden. Wilfried Taetow nimmt im Interview Stellung zur Zukunft des Photovoltaik-Recyclings.
Netzstabilität: 50, 100 oder 200 Gigawatt – wie viel Photovoltaik darf es denn in Zukunft in Deutschland sein? Gefragt sind jetzt Konzepte, um den Solarstrom über das Netz zu verteilen und Schwankungen auszugleichen. Bei der Diskussion spielen jedoch nicht nur Sachfragen eine Rolle.
Solarförderung: Hans-Josef Fell ist Autor des Erneuerbare-Energien-Gesetzentwurfs, der im Jahr 2000 gegen viele politische Widerstände im Bundestag verabschiedet wurde. Aus seiner Sicht muss die Solarwirtschaft ihre Lobbyarbeit grundlegend ändern.
Solar Millennium: Das Management hat am ganz großen Rad gedreht. Ende 2011 musste das Erlanger Unternehmen dann Konkurs anmelden. Überraschend kam das für Insider nicht. Marktbeobachter waren von Anfang an skeptisch.
Recycling: Die Europäische Union nimmt nun auch Photovoltaikmodule in ihre Elektroschrott-Richtlinie mit auf. Der Verband PV Cycle, der eigentlich ein eigenes Entsorgungssystem aufbauen wollte, muss sich nun den Vorgaben von Kommission und Parlament fügen.
Kommentar: Wenn es um die hohen Kosten für die EEG-Umlage geht, zeigen viele Kritiker immer noch mit dem Finger auf die Photovoltaik. Dabei stimmt das gar nicht mehr. Solarstromanlagen sind inzwischen Billigmacher in Bürgerhand.
Roadmap 2050: Die Europäische Kommission plant, den Anteil erneuerbarer Energien bis zur Mitte des Jahrhunderts kräftig auszubauen. Nur so lassen sich die CO2 -Ziele der Gemeinschaft erreichen. Aus Sorge vor hohen Preisen will sie auf Kernkraft und Kohle aber nicht verzichten.